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Die unerwartete Bi-Verführung

Kam der Mann als Frau oder die Frau als Mann?
Unverhofft kommt oft? Nicht für eine ganz gewöhnliche Single-Frau in kleinstädtischer Umgebung. Und auch nicht für einen gewöhnlichen Mann auf Partnersuche.

Sie wissen wahrscheinlich, was zusammenkommen muss, damit eine Verführung (egal welche) überhaupt gelingt:

1. Eine mindestens latente Neugierde auf etwas Ungewöhnliches.
2. Eine Situation, in der es möglich wird.
3. Eine Brücke, über die zu gehen harmlos zu sein scheint.

Nun fragen wir uns: Was hinderte eine Frau oder einen Mann eigentlich daran, sich dem gleichen Geschlecht vorbehaltlos hinzugeben? Hauptsächlich ist es ein tief verwurzelter Vorbehalt: „Ich könnte schwule Anteile haben, und sie könnten zum Vorschein kommen, wenn ich es versuche.“

Ach, falls du ein Mann bist: Klar hast du schwule Anteile. Wenn du eine Frau bist, kennst du diese Anteile wahrscheinlich sogar, auch wenn du sie nicht auslebst. Aber darum geht es gar nicht. Es geht darum, ob deine Figur es zulassen wird. Wir reden nicht von dir – schon vergessen?

Sie wird es zulassen, wenn ihr die Augen verbunden werden. Und wir sind zu 90 Prozent sicher, dass deine Figur nicht erkennt, ob es eine Frau oder ein Mann ist, der sich an ihr oder ihm oral zu schaffen macht. In sehr vielen Fällen wird die Frau beim Cunnilingus eine Frau vorziehen, ein Mann bei Fellatio einen anderen Mann (solange er nicht weiß, wer ihn behandelt). In anderen Situationen (Pegging, anal passiv) wird der Mann sogar einen andren Mann bevorzugen – immer unter der Voraussetzung, dass er es nicht weiß.

In einem sehr bekannten erotischen Roman wird der jugendliche Held von einer Frau anal penetriert, die vorgibt, ein Mann zu sein. Er weiß es allerdings nicht, und er ist verständlicherweise äußert verwirrt, von einem Mann anal "genommen" worden zu sein. Was wäre, wenn er von einem Mann penetriert worden wäre, die vorgegeben hätte, eine Frau zu sein?

Eine ausgesprochen verwirrende Variante besteht darin, die handelnde Person auszutauschen, bevor die Gesichtsmaske fällt, zum Beispiel führt der Mann Fellatio aus, doch beim Abnehmen der Gesichtsmaske sieht der Held, wie die Frau aus der knienden Position aufsteht. Sie können dabei noch einige Varianten verwenden, die diese Situation glaubwürdiger erscheinen lassen – wir wollen sie hier aber nicht öffentlich erörtern.

Der Austausch von Personen ist im erotischen Roman ohnehin sehr beliebt. Davon schreibe ich Ihnen vielleicht ein andermal.

Was ist der Unterschied zwischen einem Escort-Girl und Dir?

Das andere ich herausholen udn spielen lassen
Ein Escort-Girl ist eine Frau, die dafür bezahlt wird, ihrem Kunden ein besonders schönes, vollständig befriedigendes erotisches Erlebnis zu vermitteln. Die Frau weiß, dass sie Illusionen verkauft. Der Mann weiß, dass er Illusion gekauft hat.

Und eine Autorin?

Für eine Autorin erotischer Schriften ist es oft nicht leicht, die Realität zu schildern. Ja, ich mag soweit gehen, zu sagen: Nichts ist langweiliger als die Realität des Alltags. Erotik bedeutet darin oft diese schreckliche Nacktheit: fahl-weiße Körper mit Fettpolstern, die furchtbar aussehen. Oder extrem billige Nuttenfummel, die nicht einmal richtig sitzen und Scheiße aussehen. Und Sex ist das, was ein Druckknopfoberteil mit dem Druckknopfunterteil treibt: Auf Druck kommen beide ineinander. Na schön, beim Druckknopf spritzt das Oberteil nicht ab.

Das geht natürlich ganz anders, wenn man auf Illusionen setzt. Wenn die Beleuchtung des Raums nackte Körper umschmeichelt, die Spitzeneinsätze in den Cups sinnliche Kontraste hervorbringen und der Penis sanft liebkost wird, bevor er zum Einsatz kommt. Oder wenn sich der Geruch der Vanille emotional mit dem Saft der Ingwerknolle mischt. Wenn sich Paläste in Bordelle wandeln oder Bordelle in Paläste. Oder wenn die strenggläubige alte Tante den jungen Schmetterlingen den Schoß öffnet. Die Fantasie kann hart und brutal, aber auch mild und sanft sein –und manchmal ist sie beides zugleich.

Die virtuelle Begegnung mit dem Escort-Girl könnte (jetzt zuck nicht zusammen, bitte) … also sie könnte die Begegnung mit deinem verborgenen Selbst sein. Deine Figur übernimmt all dies und wird zur sanften, kosenden, selbstlosen jungen Frau, die alles gibt und froh darüber ist, dass ihrem Liebhaber jede Berührung Freude bereitet.

Hast du dir schon einmal überlegt, wie dein „anderes Selbst“ handeln würde, wenn es nur darum ginge, einen Mann nach allen Regeln der Kunst zu verführen – schamlos und ohne Skrupel? So wild, dass er vor Lust röchelt?

Was hindert dich, diesen Teil von dir freizulassen und in deine Figur hineinzulegen?

Thema: Die verführerische Cougar

Eine Cougar ist eine Frau, die lüstern und gezielt auf die Jagd nach einem deutlich jüngeren Liebhaber geht. Zumeist ist die Cougar über 50 Jahre alt, und der Altersunterschied beträgt mindestens 20 Jahre. Daraus ergeben sich ausgesprochen sinnliche und spektakuläre Verführungen, die in der Literatur noch gar nicht tief genug ausgeschöpft wurden.

Alt trifft jung – eine besondere Begierde

Manchen wir schnell einen Versuch, die „Cougar“ als Thema einzuordnen:

Das Genre heißt hier „Alt trifft Jung“, und meist handelt es sich dabei um Verführungen junger Männer durch deutlich ältere Frauen.

Verwandte Themen sind „Sugar Babys“ – hier trifft eine junge Frau oder ein junger Mann auf einen reichen, deutlich älteren Menschen, der sie wirtschaftlich unterstützt. Ebenso zählen dazu alle anderen erotischen Themen, bei denen die Frau oder der Mann wesentlich älter ist, und die Begierde dabei eine besonders intensive Rolle spielt. Nicht zuletzt sei die „MILF“ erwähnt, als das „Objekt der Begierde“ der jungen Männer – eine schöne, erfahrene, sexuell begehrenswerte Frau, die mindestens 10 bis 20 Jahre älter ist, aber selten über 50 Jahre alt. Schon allein der Ausdruck MILDF weist auf eine „Vollfrau“ hin: Eine Mutter soll es sein, sexuell aktiv und erfahren, und sie soll so begehrenswert wirken, dass ein junger Mann nach ihrem Körper lechzt. Das ist sicher ein Klischee, aber es wird tausendfach verwendet,

Begierige Lust, Jagdverhalten und Annäherung bei der Cougar

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Wenn du das Bild einer Cougar entwerfen willst, denkst du am besten an eine attraktive Frau über 50, die eine unstillbare Sehnsucht nach sinnlichen, jugendlichen Liebhabern hat. Sie ist ein weiblicher Puma (Cougar), eine unerbittliche Jägerin, die ihre Krallen ausstreckt, um an die knackigen Körper junger Männer zu kommen. Außerhalb der Pornografie ist die Cougar nie „Objekt der Begierde“, sondern es ist immer der junge Mann, den die Cougar begehrt. Sie spricht ihn unter einem Vorwand an, betört ihn, verführt ihn und laugt ihn sexuell aus.

Wie du die Cougar verstehen lernen kannst

Wie kann das alles verstanden werden? Nun, die Cougar ist eine zwar deutlich alternde, aber gleichwohl äußerst attraktive und lebendige Frau, die alles in die Waagschale wirf, was sie hat. Sexuelle Erfahrung, Verführungskünste, und alle anderen Möglichkeiten, ihren Körper lustvoll anzubieten. Sie trifft sich mit ihrem „Cub“ („Katerchen“) deshalb nicht an einem Ort, der hell erleuchtet ist, sie zieht sich nicht vollständig aus, vor allem nicht bei Licht.

Manche deiner Leserinnen werden Cougars lieben, denn welche Frau wünscht sich nicht, mit 50 oder gar 60 noch attraktiv für einen jungen Mann zu sein? Der Vorteil für dich liegt darin, die Cougar ganz und gar als „begierig“ zu beschreiben. Solange sie verführt, kennt sie weder Alter noch Bedenken noch hat sich moralische Hemmungen. Da sie vermutet, dass ihr jugendlicher Lover nicht lange bei ihr bleibt, quetscht sie ihn sexuell und - soweit möglich – auch emotional aus wie eine Zitrone. Manche Cougars unterstützen ihre „Cubs“ finanziell, aber das macht sich sich ein einem Roman nicht gut. Viel interessanter ist es, die gegenseitige Abhängigkeit zu beschreiben, die aus der sexuellen Beziehung entsteht.

Ein paar Worte über die Katerchen

Kommen wir also kurz auf die „Cubs“. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes abgeschleppt, verführt und – wenn möglich – abhängig von den süßen Lüsten gemacht, die ihre Cougar ihnen schenkt. Sie wissen, dass dies nicht „richtig“ für sie ist und sie können ihre „Freundin“ auch nicht vorzeigen. Aber sie müssten lange und geduldig warten, bis sie eine gleichaltrige Frau träfen, die ihnen die Genüsse bieten kann, die ihnen die Cougar bereitwillig gewährt.

Kurzgeschichten sind für das Thema „Cougar“ bestens geeignet. Solange die Cougar verführt, kennt sie weder Alter noch Bedenken noch hat sich moralische Hemmungen. Sie versucht, ihren „Cub“ zu halten, weiß aber, dass ihr jugendlicher Lover nicht lange bei ihr bleiben wird. Wenn du eine Möglichkeit suchst, einen jungen Mann zu beschreiben, der von einer älteren Frau „wie eine Zitrone“ ausgequetscht“ wird, dann bist du beim Cougar-Thema richtig.


Interessierte Frauen: Frauen ab 50. In diesem Alter träumen viele Frauen von einem jugendlichen Lover, der sich „anleiten“ lässt. Frauen unter 35 dürften völlig uninteressiert sein. (1)

Interessierte Männer: unbekannt, sobald das Thema als „MILF-Thema“ aufbereitet wird, möglicherweise aber dennoch gegen 50 Prozent. (2)

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene.
Form:
Kurzgeschichten, Episoden oder Novellen.
Recherche, Kenntnisse:
Recherche und Einfühlungsvermögen in die Erlebniswelt der Frauen über 50.
Erotische Wahrnehmung:
Zumeist mild,kann aber auf heftig ausgeweitet werden.


(1) Nach eigenen Schätzungen – das Cougar-Thema spricht Frauen nur dann an, wenn sie sie gerne von jugendlichen Liebhabern träumen oder gar solche Liebhaber bezahlen.
(2) Nach Erhebungen der „Université du Québec à Montréal an vergleichbaren Themen

Hinweis: Dieser Artikel wurde im April 2019 komplett überarbeitet.