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Was ist der Unterschied zwischen einem Escort-Girl und Dir?

Das andere ich herausholen udn spielen lassen
Ein Escort-Girl ist eine Frau, die dafür bezahlt wird, ihrem Kunden ein besonders schönes, vollständig befriedigendes erotisches Erlebnis zu vermitteln. Die Frau weiß, dass sie Illusionen verkauft. Der Mann weiß, dass er Illusion gekauft hat.

Und eine Autorin?

Für eine Autorin erotischer Schriften ist es oft nicht leicht, die Realität zu schildern. Ja, ich mag soweit gehen, zu sagen: Nichts ist langweiliger als die Realität des Alltags. Erotik bedeutet darin oft diese schreckliche Nacktheit: fahl-weiße Körper mit Fettpolstern, die furchtbar aussehen. Oder extrem billige Nuttenfummel, die nicht einmal richtig sitzen und Scheiße aussehen. Und Sex ist das, was ein Druckknopfoberteil mit dem Druckknopfunterteil treibt: Auf Druck kommen beide ineinander. Na schön, beim Druckknopf spritzt das Oberteil nicht ab.

Das geht natürlich ganz anders, wenn man auf Illusionen setzt. Wenn die Beleuchtung des Raums nackte Körper umschmeichelt, die Spitzeneinsätze in den Cups sinnliche Kontraste hervorbringen und der Penis sanft liebkost wird, bevor er zum Einsatz kommt. Oder wenn sich der Geruch der Vanille emotional mit dem Saft der Ingwerknolle mischt. Wenn sich Paläste in Bordelle wandeln oder Bordelle in Paläste. Oder wenn die strenggläubige alte Tante den jungen Schmetterlingen den Schoß öffnet. Die Fantasie kann hart und brutal, aber auch mild und sanft sein –und manchmal ist sie beides zugleich.

Die virtuelle Begegnung mit dem Escort-Girl könnte (jetzt zuck nicht zusammen, bitte) … also sie könnte die Begegnung mit deinem verborgenen Selbst sein. Deine Figur übernimmt all dies und wird zur sanften, kosenden, selbstlosen jungen Frau, die alles gibt und froh darüber ist, dass ihrem Liebhaber jede Berührung Freude bereitet.

Hast du dir schon einmal überlegt, wie dein „anderes Selbst“ handeln würde, wenn es nur darum ginge, einen Mann nach allen Regeln der Kunst zu verführen – schamlos und ohne Skrupel? So wild, dass er vor Lust röchelt?

Was hindert dich, diesen Teil von dir freizulassen und in deine Figur hineinzulegen?

Fragment der Lust ZWEI – der Jüngling und die Töpferin

Ein schüchterner Jüngling wird nackt verführt

Die „Lustfetzen“ sind eine neu Kategorie bei "Sinnlich Schreiben". Es sind kleine Gesprächsfetzen und Splitter aus Kurzgeschichten, die du beliebig verwenden kannst, wenn du auf die Quelle „gefunden bei SinnlichSchreiben“ verweist. Die Situation: Henner ist total in die schöne Künstlerin Rebecca verknallt. Sie amüsiert sich weil er wirklich verliebt ist. Sie lädt ihn zu einer Ausfahrt mit dem Fahrrad ein. Es ist heiß, und beide springen nackt in den See, nachdem Rebekka ihren Freund provoziert hat. Nun liegen sie nebeneinander auf der Wiese, immer noch nackt. Das Besondere an der Geschichte ist die Umkehrung: Der Mann ist völlig jungfräulich, und er schämt sich, nackt zu sein.

Da liegen wir nun beide. Einsame Wiese, sanfter Wind. Nackt. Nebeneinander. In Liebesfilmen werden die Leute immer ganz verrückt, wenn sie sich zum ersten Mal nackt sehen. Ich schäme mich. Untypisch für einen jungen Mann, sicher. Ich liege nur da. Sie wird mich vielleicht verführen wollen. Ich ahne es. Ich will es. Nein, ich will es eigentlich nicht. Sie wird bald merken, dass ich noch keine Frau hatte. Niemals.

Ich warte, traue mich nicht, etwas zu tun. Liege einfach so da. Rebekka spricht im Plauderton mit mir, fragt, ob ich mag, wenn der Wind meinen Körper umspielt. Ich weiche aus. Schließlich hebt sie den Kopf.

„Wenn wir schon hier liegen, können wir es auch machen.“

„Was machen?“

„Was du die ganze Zeit denkst.“

Ich erschrecke. Nun hat sie es gesagt. Wahrscheinlich wird gleich etwas passieren. Ich wehre ab.

„Ich bin nicht mal geil, sieh doch …“ Ich deute auf meinen Penis. Er ist nicht gerade eingeschrumpelt ist, aber auch nicht richtig steif.

Rebekka lacht, „Kann ich ändern, wenn du willst.“

Ich bin verwirrt. Männer haben einen Steifen. Und wenn sie einen haben, dann machen sie Frauen an. Nicht umgekehrt.
„Du sagst gar nichts mehr?“

Ich fasse mir ein Herz.

„Heißt das, dass du es willst?“

„Ja, warum nicht? Es ist schön, wenn man es tut.“

„Das heißt, du tust es - … öfter mal?“

Sie sagte nichts, sondern legte ihre flache Hand auf meinen Penis.„Vertrau einer Expertin“, sagt sie lachend, „er eignet sich prima. Und ich gehe auch ganz zärtlich mit ihm um. Versprochen.“

Ihre erste, sanfte Berührung reicht, um meinen Penis zum Zucken zu bringen.

„Sieh mal, er wird richtig wild auf mich, hab es doch gewusst.“

Ich hatte beobachtet, wie sie an der Töpferscheibe arbeitete. Sie konnte mit Ton umgehen, ihn streicheln und in Form bringen. Sie würde nicht lange brauchen, um das Gleiche mit meinem Penis zu tun. Ich beschließe, ihn ihr zu überlassen, zu guten Händen.


Von hier aus kannst du die Geschichte weiterentwickeln. Ich habe die typischen Sätze verwendet, die wir hier propagieren. Kurz, nicht zu emotional.