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Manifest

Sinnliche Woche: lustvoller Schreiben, Szenenschreiber und Themen

Allgemein ist’s schlecht bestellt um den reinen erotischen Genuss – vor allem in Deutschland – und da macht die erotische Literatur keine Ausnahme. Muss das eigentlich so sein? Ich meine: auf keinen Fall. Erotische Literatur sollte vielmehr dazu dienen, die Möglichkeiten der Lust vollends zu erforschen und auszukosten.

Narrativ schreiben führt zu uninteressanten Texten

Ich komme darauf, weil viele Autorinnen und und Autoren glauben, sie müssten dem Leserinnen da draußen etwas detailliert erläutern, bevor sie auf den Lustgewinn zu sprechen kommen. Dieses Phänomen taucht immer dann auf, wenn man rein „narrativ“ zu schreiben versucht: „Da war etwas, dann fühlte ich, dann sagte er.“

Szenen-Schreiber(innen) auf dem Weg zum Mainstream?

Szenen-Schreiber(innen) versuchen in letzter Zeit, den Spagat zwischen den „Ansprüchen“ ihrer jeweiligen Szene und den Lüsten der „ganz gewöhnlichen Begierigen“ zu wagen. Der Grund ist einfach: Szenenliteratur kommt beim gewöhnlichen Publikum nicht an, weil sie einerseits zu humorlos ist, zweitens in Teilen abschreckend wirkt, und drittes ohne wirkliche erotische Raffinesse aufgetischt wird. Auf der anderen Seite macht die SM-Szene die „Shades of Grey“ nieder, die ziemlich genau die sinnliche Befindlichkeit von Mütterchen Frust trifft. Sehen wir mal, wie der Spagat ausgeht. Ich bin gespannt.

Wenn Sie ohne Szene auskommen wollen - es ist möglich

Ja, und was ist, wenn die Szene Ihnen ein Buch mit sieben Siegeln ist und sie dennoch über sinnliche Fesselungen und hübsch rot gefärbte Pobacken schreiben wollen? Dann lesen Sie mal nach, wie das geht.

Ausgelutschte und verseuchte Themen völlig neu gestalten

Apropos Szene: Der Cuckold-Ableger der SM-Szene benutzt nicht nur einen unflätigen Jargon – er ist auch absolut pornografieverseucht. Wie Sie als Autorin/Autor dies ändern können und sinnlich über Cuckold schreiben wollen, lesen Sie in „Sinnlich Schreiben“ als Vorschlag Nummer 17. Damit erreichen Sie sicherlich nicht die Cuckold-Szene, aber sinnlich-lechzende Frauen und Männer, die davon träumen, einmal Teil dieses besonderen „Dreiers“ zu sein.

Das zweite Vorschlagsthema diese Woche ist auf andere Art schwierig: Restlos ausgekaut liegt der „Sex mit einem Fremden“ im Regal. Unser Vorschlag: Versuchen Sie, den Fremden (oder die Fremde) noch geheimnisvoller darzustellen, als er/sie ohnehin schon ist. Diese Vorschläge werden in Zukunft noch weiter abgewandelt.

300 Wörter reichen uns, um etwas über Ihre Schreibe auszusagen

Haben Sie eigentlich Lust zum Schreiben? Schreiben Sie Erotik? Und wissen Sie nicht so recht, wie Sie sich selbst beurteilen sollen? Schicken Sie uns 300 Wörter, dann sagen wir Ihnen, wie Sie schreiben und ob Sie weiterschreiben sollten. Tun Sie’s nicht, wenn Sie keine Kritik vertragen. Wir bleiben aber liebevoll – in jedem Fall. Übrigens: Der Erfolg oder Misserfolg ist nicht davon abhängig, ob sie „gut“ Schreiben, sondern ob ihre Leser(innen) – Pardon – geil auf das Thema sind.

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