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Manifest

Neugierde ist der Schlüssel zur Kreativität

Manche Berater werden euch sagen: „Folge deiner Leidenschaft“, wenn du sie fragst, wie du einen wirklich guten erotischen Roman schreiben kannst.

Leidenschaft? Meinen diese Leute nun, dass du leidenschaftlich schreiben solltest oder dass du die Leidenschaften, die in dir sind, erotisch darstellen solltest?

Lass das mal mit der Leidenschaft – klar brauchst du sie zum Schreiben – aber du brauchst sie nicht für deine Figuren. Bei denen reicht völlig aus, sie mit Neugierde auszustatten. Du kannst deine Figuren in geheimnisvolle Welten, dunkle Wälder oder auch nur auf ungewöhnliche Dates schicken. Die Neugierde wird sie in Situationen treiben, die ihnen Gänsehäute und Orgasmen bescheren.

Leidenschaft? Ach, liebe Freundinnen, die überlassen wir doch lieber den Schreiberinnen von Romanzen, oder? Beim richtigen Sex wird geschwitzt, gesabbert, gelüstet und vielleicht auch geekelt. Und manchmal schreit sich die Protagonistin vor Schmerz und Wollust die Seele aus dem Leib. Aber das ist dann eigentlich keine Leidenschaft, sondern die pure animalische Geilheit.

Mütter, Autorinnen und der Schlampenverdacht

Wenn Frauen in einsamen Berghütten auf klapprigen alten Schreibmaschinen mühsam Texte schmieden, ist die Welt voller Bewunderung. Wenn sie gar noch Erfolg haben, stehen sie im Feuilleton.

Für Erotik-Autorinnen gilt dies nicht. Sie haben weder Zeit noch Geld, um ihre Bücher in Berghütten zu schreiben, benutzen moderne Textsysteme zum Schreiben, werden selten berühmt - aber dafür angefeindet.

Insbesondere, wenn sie Kinder haben. Mag es schon dem eigenen pubertierenden Nachwuchs schwer zu erklären sein, warum die Mutter Erotik schreibt, so ist es fast unmöglich, dies den Eltern der Mitschüler zu erklären. Erotik schreiben wird in die Nähe von Prostitution, Bumsfotos, Porno-Videos und Schmutzliteratur gestellt.

Besonders problematisch wird’s in der Schule: Eine Erotik-Fotografin sagte mir einmal: Mit den Mitschülern meiner Kinder geht es ja noch – die sehen das „cool“. Aber die Eltern sind scheußlich. Sie tun das, was Menschen seit Jahrhunderten tun: Sich reinwaschen auf Kosten anderer.

Ja, ja. Das liebenswerte Mütterlein aus der Nachbarschaft kann den ganzen Nachtschrank voller Liebesspielzeuge haben, kann davon träumen, vom bösen Räuber gefesselt zu werden. Und sie kann chinesische Liebeskugeln bei der Hausarbeit in der Vagina tragen, ihren Ehemann zuliebe die Rosette hinhalten und … ich wage gar keine komplette Aufzählung. Und wenn sie all das erleidet oder genießt, kann sie immer noch sagen: „Guck mal die Schlampe dort an, die schreibt Erotik – haltet euch ja fern von der!“

Dies alles könnte man ja auch so sehen: Die meisten Autorinnen/Autoren tun nicht alles selbst, was sie erotisch beschreiben. Und selbst wenn sie’s tun: Es waren schließlich tolle Gefühle, die sich auch manche andere Frau wünschen würde – sogar diejenigen, die sich darüber aufregen.

Und was sagt die Psychologin dazu, wenn die Schilderungen wirklich alle auf eigenen Erfahrungen beruhen, wie dies gelegentlich in Blogs der Fall ist? Sie haben Verständnis – denn sexueller Hunger ist menschlich und unabhängig vom Familienstand. „Es gibt nichts, dessen Sie sich schämen müssen (1).“

Es gibt nichts, dessen ihr schämen müsst – nicht für euer Fantasien, nicht für eure Eskapaden, und vor allem nicht für das, was ihr zu Papier bringt. Wirklich nicht.

Und die Gesellschaft? Die gute Gesellschaft? Die ist so verlogen, dass alle erröten müssten – außer dir. Du sagst ja, was gut für dich ist. Und dafür muss sich niemand schämen.

(1) Aus dem Blog von Erica Jagger.

Gefahr für alle: Wie Ideologen versuchen, die Gender Theorie durchzusetzen

Menschen haben eine natürliche, immerwährende Sehnsucht nach Gerechtigkeit. Das macht sie verwundbar – und treibt sie den ideologischen Verführern in die Arme.

Die Gender Theorie sagt aus, dass die Unterschiede zwischen Frau und Mann soziale Konstruktionen seien. Jeder Biologe oder Mediziner wird darüber höhnisch lachen. Aber wir befinden uns nicht auf dem Gebiet der biologischen oder medizinischen Fakten – sondern auf dem der Ideologien. Und sobald wir dieses Gebiet betreten, wird die Wahrheit nach Belieben verbogen: ob in der Religion, im Kommunismus oder im Feminismus. Alle Wahrheiten werden der entsprechenden Ideologie/Religion/Weltanschauung untergeordnet. Die Gender Theorie ist so eine Ideologie.

Frauen sind vielen Ländern sozial benachteiligt, und in manchen Ländern gilt für sie ein schwächerer Rechtsanspruch als für Männer. Jeder wird verstehen können, dass dies Frauen wütend macht. In Deutschland ist dies aber nicht der Fall. Wenn sich Frauen in Deutschland nicht „gerecht behandelt“ fühlen, „weil sie Frauen sind“ so liegt dies in erster Linie am „Fühlen“ und nicht an der „Behandlung“.

Gender-Ideologie: Das Geschlecht ist allein sozial bestimmt

Die Gender Theorie behauptet nun, man könne Gerechtigkeit herstellen. Man müsse sich dazu nur von der biologischen Geschlechtszugehörigkeit befreien. Da funktioniert so: Wenn alle geschlechtlichen Unterschiede nur soziale Konstruktionen sind, dann müssten ich dies durch Erziehung oder Umerziehung auch ändern lassen. Das ist übrigens einer der Gründe, warum die Gender Theorie versucht, den Erziehungsbereich zu infiltrieren.

Gender-Verwirrung: Ursprünge im Feminismus

Obgleich die Gender Theorie objektiv nichts mehr ist als eine Variante des Feminismus, haben sich durch die Verschwisterung der Gender Theorie und der Schwul-Lesbischen-Bewegung Perspektiven für eine gemeinsame Strategie ergeben. Ob die eine wie die andere Gruppe dabei gut beraten ist, wage ich infrage zu stellen.

Eine problematische Allianz: Feminismus und LGBT

Die gemeinsame Position von gewöhnlichen Frauenrechtlerinnen, extremen Feministinnen und den LGBT-Organisationen erschwert die Diskussion ungemein, denn über das „soziale Geschlecht“ nachzudenken könnte durchaus sinnvoll sein – aber eben nicht, wenn man es zur Ideologie macht. Denn weiterhin existiert das biologische Geschlecht und das emotionale Geschlecht, die beide über Botenstoffe und Rückkoppelungen eng miteinander zusammenhängen. Zudem haben sie in der Praxis eine erheblich größere Bedeutung als das „soziale Geschlecht“, das lediglich ein Denkmodell ist.

Nein zur Gender Ideologie

Ich hab beschlossen, mich gegen die Gender Theorie und das Gender Mainstreaming zu wehren, denn ich möchte nicht, dass die Freiheit durch zweifelhafte Vordenker aus einer dubiosen Wissenschaftsrichtung behindert wird. Und ich rate jeder Frau und jedem Mann, sich gegen die Bevormundung, die von der Gender Theorie ausgeht, zu wehren, solange dies noch möglich ist. Mir fiel dieser Schritt keinesfalls leicht, da auch sich unter den Gegnern des Genderismus auch Menschen befinden, die ultra-konservativ, religiös-verblendet oder moralinsauer sind. Ich will nach wie vor nicht in einem Atemzug mit diesen Menschen genannt werden. Aber die Freiheit, über Sexualität, Geschlechteridentitäten und Beziehungen so schreiben zu können, wie ich will – das war mir Wert, jetzt eine Petition zu unterzeichnen, die das Ziel hat, dem Genderísmus den Geldhahn abzudrehen.

Paranormale Erscheinungen und Märchen in der Erotik

Weibliche Vampire im Film - etwas realistischer dürfen sie heute schon sein
Fehlen dir Ideen für erotisches Schreiben? Dieses ungewöhnliche Blog ist ein unerschöpflicher Ideengeber. Hier findest du zehn Vorschläge für erotisches Schreiben nach "paranormalen" Motiven. 10 Vorschläge, die DU sofort aufgreifen kannst, um DEINE eigene erotische Geschichte zu schreiben.

Fantastische Erzählungen sind nicht neu. Wir erinnern uns, das E. L. James eigentlich eine Vampirgeschichte mit Sex schreiben wollte. Wer noch ein paar Jahre mehr zurückdenken kann, der weiß, wie die kalten Vampirzähnchen in sinnlich-warmen weiblichen Hälsen die Erotik beflügelt hat. Sogar weibliche Vampire tauchten in verschwenderischer Anzahl auf, und die Legende der Gräfin Bathory sorgt dafür, dass auch die lesbische Liebe ihren gruselig-schaurig-schönen Zug bekam. Nichts Neues auf der Welt also.

Gucken wir mal auf das, was so geschrieben wird, so sehen wir: Die neue populäre Frauenliteratur ist nahezu identisch mit der alten – nur, dass die geheimnisvollen, verbarrikadierten Burgen in Transsylvanien durch geheimnisvolle, abgesicherte Betonburgen ersetzt wurden. Auch werden Heldinnen jetzt nicht mehr im Dschungel oder in dunklen Folterkellern entkleidet und gedemütigt, sondern in eigens dafür eingerichteten Spielzimmern.

Ei potz! Und vielleicht wollen ja auch Sie auf diese Masche einsteigen. Was Sie brauchen?

1. Ein Märchen. Setzen sie auf Dornröschen auf oder Aschenbrödel, Schneewittchen und so weiter. Diese Figuren haben verborgene erotische Aspekte.
2. Vampire sind immer noch gut. Sie leben „ganz normal“ unter deinen Figuren, saugen immer noch Blut, erwecken aber die Illusion, ekstatischen Sex mit ihnen gehabt zu haben.
3. Magie. Benutzen Sie Zauberer, Hexen, weiße und Schwarze Magie. Sie verhalfen schon E.T.A. Hoffmann zu Weltruhm.
4. Weibliche Mystik und Göttinnen. Denken Sie an die Dienerinnen griechischer Göttinnen, an die Verehrung der „großen Mutter“, an orientalische Göttinnen oder an Urwaldgöttinnen.
5. Alter. So, wie Goethes Held sich beim Teufel frische Jugendlichkeit erkaufte, kann auch ihre Hedin sich tagsüber als liebevolle Großmutter präsentieren, während sie nachts durch die Bars streicht und mit einer magischen Hülle Männer ins Bett lockt.
6. Zeitreisen. Was, wenn eine junge, dynamische Frau eine mittelalterliche Stadt besucht und sich plötzlich als Bademagd im Mittelalter wiederfindet? Wenn sie gegen einen Obolus mit dem fremden Herrn im Zuber gespeist hat, wird sie aufs Lager gebeten. Von Hexen und Hexenjägern einmal ganz abgesehen. Es muss nicht unbedingt das Mittelalter sein.
7. Zukunft. Erotik Science-Fiction ist im Moment nicht so „in“. Es müssen aber nicht immer die Marsmenschen sein, die Menschenfrauen erotisch begehren. Schildern Sie eine Zukunft auf der Erde, in der Liebes-Roboter im Einsatz sind. Es gibt weitaus mehr Themen, vor allem, wenn sie sich für soziale Veränderungen interessieren.
8. Der verrückte Wissenschaftler. Anklänge gibt es auch bei anderen Themen (Robotersex, E.T.A Hoffmann), aber der verrückte Wissenschaftler oder Psychiater, der Drogen erprobt, um sexuelle Reaktionen zu verstärken oder Illusionen wachzurufen, ist immer wieder ein Thema.
9. Geistesspaltung. Das Thema ist seit Jekyll and Hyde etwas in Vergessenheit geraten, kann aber neu belebt werden. Der an sich gute Mensch, der sich betont sozial gibt, hat dann ein zweites Gesicht, das nur die Begierde kennt. Was fehlt, ist eine weibliche Figur, die als Vorbild genommen werden könnte.
10. Rituale. Das Thema kann jederzeit als „aktuell“ aufgegriffen werden. Voodoo-Zauberer, die aus der Fremde Afrikanerinnen zur Prostitution zwingen, Sektierer, die Gehirnwäsche betreiben – das alles gibt es wirklich. Vielleicht warst DU sogar per Zufall schon einmal in einem als esoterisch getarnten Kreis, in dem du nicht begriffen hast, warum es eigentlich ging?

Also – ans Werk … das Paranormale begeistert vor allem Frauen, und Frauen sind extrem hungrig auf Erotik-Passagen geworden.

Lesen Sie auch das, was eine britische Autorin dazu meint (in englischer Sprache).

Bild: Filmplakat, Ausschnitt, ca. 1970.