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Eigenwerbung

Die Lüste der Frauen und Männer - gewichtet

Abwägen, was im Vordergrund stehen soll
Interessanter, als jedes einzelne Thema einer Umfrage über sexuelle Träume anzusprechen, wäre, sie nach Schwerpunkten zu gewichten. Dabei wurden die romantischen Faktoren (Liebesgefühle, Atmosphäre, andere sinnliche Basis-Bedingungen) nicht noch einmal berücksichtigt. Die verwendeten Unterlagen sagen klar aus: Die meisten Befragten (nahe 90 Prozent) verbinden jedwede Aktivität, sei sie auch noch so befremdlich mit sinnlicher Liebe.

Für Autorinnen und Autoren ergibt sich daraus folgende Situation:

Sinnliche (erotische) Geschichten handeln von Liebe und noch einem Spritzer Chilisoße obendrauf. Pornografie hingegen handelt nur von den scharfen Gewürzen, nicht aber von der Liebe. Ihr mögt dies alles befremdlich finden – und wenn das so ist, dann stattet bitte euer Figuren mit diesen Zweifeln aus. Ich kann dazu nur sagen, dass nahezu alle realen Personen behaupten, aus Liebe zu handeln oder die Personen zu lieben, die befremdliche Lüste an ihnen vollziehen. Ausgenommen sind nur Huren und andere erotischen Dienstleister(innen).

Ich habe die Themen für euch aufbereitet. Es gibt gewisse Redundanzen und Unvollständigkeiten, die ich nicht ausschließen konnte.

Wonach Männer aus Liebe oder Begierde lüsten

1. Abenteuer.
Alles, was Gefahr bedeutet oder viel Mut erfordert – vom Ehebruch bis zum Sex in der Öffentlichkeit.

2. Dominieren und Unterwerfen
Das Thema ist für Männer sowohl aktiv wie auch passiv ausgesprochen relevant.

3. Mund- und Handverkehr
Erstaunlich: Mund- und Handverkehr werden (auch als Gruppe) von Männern weitaus mehr beachtet, als ich jemals angenommen hatte.

4. Gruppenaktivitäten
Bei Männern spielen Gruppenaktivitäten, vom Dreier bis zur Orgie, erwartungsgemäß eine große Rolle.

5. Voyeure
Das hatte ich vermutet: Männer sind wahrhaftig Voyeure – und dies, obgleich in die Bewertung auch gleichgeschlechtliche Betrachtungen eingingen.

6. Sonstige
Männer decken einen enormen Bereich „anderer“ Lüste ab, die zwar im Einzelnen überdurchschnittlich hohe Ergebnisse bringen, sich aber nicht zu Gruppen zusammenfassen lassen. Es ist anzunehmen, dass Pseudo-Fetische (1) eine größere Rolle spielen, als dies aus der Forschung hervorgeht.

Wonach Frauen aus Liebe oder Begierde lüsten

1. Abenteuer
Alles, was Gefahr bedeutet oder viel Mut erfordert – vom Ehebruch bis zum Sex in der Öffentlichkeit weckt bei Frauen das größte erotische Interesse.

2. Mund- und Handverkehr
Frauen sind ausgesprochen interessiert an allen Arten von Mund- und Handverkehr – auch dies hat mich erstaunt.

3. Dominieren und Unterwerfen
Das Thema ist für Frauen beinahe genauso interessant wie für Männer und landet deshalb auf Platz drei.

4. Gruppenaktivitäten
Nein, ihr habt nicht falsch gelesen: Sex zu dritt oder zu vielen ist bei Frauen ein Thema, solange sie genügend Auswahl haben.

5. Bi-Sexualität
Erwartet wurde aufgrund anderer Studien, dass Bisexualität oder Bi-Neugierde bei Frauen eine große Rolle spielt. Das kann insofern nicht verifiziert werden, als zu wenig Daten vorliegen. Etwas mehr als ein Drittel der Frauen hat aber auf mehrere vergleichbare Fragen geantwortet: Diese Fantasie habe ich auch.

6. Sonstige
„Sonstige“ Fantasien spielen bei Frauen keine so gewichtige Rolle wie bei Männern – sie liegen sozusagen „unterhalb der Beobachtungsgrenze von ca. 20 Prozent.

(1) Brüste, Füße, Hände, Po.

Thema: Gegenseitige Masturbation, oder: Hand in Es – Es in Hand

Warum das Thema der gegenseitigen Masturbation so selten in der erotischen Literatur vorkommt, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Die Berührungen der Genitalien mit der Hand gehören zu den aufregendsten und sinnlichsten Erfahrungen überhaupt. Damit wir uns richtig verstehen: Hier ist die gegenseitige Berührung gemeint, also nicht das einsame Händchen unter der Bettdecke.

Nachdem dieser Satz gefallen ist: Was ist das Wundervolle daran, und warum erträumen sich Frauen wie auch Männer, von ihren ständigen Partnerinnen und Partnern häufiger masturbiert zu werden? Und was veranlasst sie, sich dies auch von Fremden zu wünschen?

Der Wunsch ist allgegenwärtig ... nur nicht in der Literatur
Außer den harten Umfrage-Fakten, dass es so ist, fand ich bei keinem der populären Autorinnen und Autoren einen Hinweis, warum das helfende Händchen so sinnlich sein könnte. Die Autoren des viel zitierten, aber reichlich oberflächlichen Buches „Klick!Mich!An!“, das nahezu alle Abweichungen enthält, die man sich denken kann, hat gerade mal einen Hinweis darauf, dass Fußverkehr wesentlich häufiger dargestellt wird als Handverkehr.

Fehlen also die Vorbilder? Können Autorinnen (und Autoren) ihre Fantasien nicht zu Papier bringen?

Das können sie schon – aber sie tun es nicht, weil es ihnen die Sprache verschlägt. „Handverkehr“ gilt als unschön, nicht intim und nicht erfüllend. Lediglich im Rahmen der Semi-S/M-Szene tauchen Begriffe wie „Fisting“ und „Edging“ auf, die deine Leser(innen) wahrscheinlich nicht lernen wollen.

Lob der sinnlichen Hand

Um deine Heldin (auch deinen Helden) mit einer lustvollen Hand auszustatten, sollte sie stets warm sein. Das kannst du erreichen, indem du sie vorwärmst. Die Finger sollten sehr sensibel sein – es geht ja schließlich darum, die Veränderungen und kritischen Momente mit den Fingern zu erfühlen. Nun fehlen nur noch die nötigen Erfahrungen oder anatomischen Kenntnisse – und falls es um die engere Öffnung geht, noch ein Handschuh oder Fingerling sowie etwas Gleitmittel. Expertinnen des Genres behaupten, sie könnten Männer stundenlang masturbieren, ohne einen Orgasmus auszulösen, während der lockende Finger bei Frauen Multi-Orgasmen auslösen kann. Bei der sogenannten Prostata-Stimulation wird das sensible Männer-Organ durch die Darmwand stimuliert – auch eine besondere Aufgabe für wagemutige Romanfiguren.

Wem das zu krass ist: Die Hand eignet sich auch zum Streicheln, und die Finger können auch die Lippen und die Zunge stimulieren.

Kommen wir zurück zum „gegenseitigen Masturbieren“. Es hat den Vorteil, dass es still und heimlich, auch umringt von Publikum, unter dem Esstisch und sogar oberhalb textiler Stoffe ausgeführt werden kann. Dann ist die Wirkung nicht so intensiv, der sinnliche Effekt, inmitten der Gäste etwas „Verbotenes“ zu tun, aber umso größer.

Hübsch, nicht wahr? Und warum sollte eine Verführung im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mit der lüsternen Hand beginnen, die ihren Weg zur Pforte des lustvollen Genusses sucht?

Grafik: Liebesverlag.de, nach uns vorliegenden Zahlen.

Sinnliche Themen für Autorinnen als Grundlagen

Normalerweise schreiben Autorinnen nicht innerhalb der engen Grenzen eines erotischen „Genres“. Man mag angesichts der populären E-Books zu einer anderen Ansicht kommen, und insbesondere in den Blogs weiblicher Autoren kann man den Eindruck gewinnen. Aber „Erotik“ findet nicht in sektiererhaft agierenden Gruppen statt, sondern im wirklichen Leben.

Und deshalb zeige ich euch hier fünf Klassiker unter den erotischen Themen, die immer wieder für lustvollen Lesestoff sorgen.

Die fünf Klassiker für Erotik-Autorinnen

1. Die erotische Persönlichkeitsentwicklung
Gebildete Menschen, die über ihre sexuelle Motivation oder Orientierung nachdenken, interessieren sich immer wieder dafür, warum sie wurden, was sie sind. Für dich als Autorin ist das Thema anspruchsvoll, aber lehrreich und sehr sinnlich. Lies dazu einfach Die Entwicklung der erotischen Persönlichkeit.


2. Die ganz gewöhnliche Lust
Einfach Lust haben, Lust genießen und ganz in der Lust aufgehen – das ist zwar kein ungewöhnliches Thema, aber wenn du es bildhaft schilderst und anreicherst, dann kann es zu DEINEM Thema werden. Willst du wissen, wie das „ganz gewöhnliche Lusterlebnis“ trotz seiner „Gewöhnlichkeit“ sinnlich beschrieben werden kann? Ich habe es für dich notiert. Das ganz gewöhnliche Lusterlebnis.


3. Blümchensex ist einfach geil … echt
Blümchensex wird zu unrecht für langweilig gehalten. Wenn du aber weißt, worauf es ankommt, um diene Leser(innen) wirklich sinnlich zu begeistern, dann lies einfach nach, was die Essenz des erotischen Schreibens ist – nicht nur über Blümchensex. Das erotische Basiswissen für Autorinnen.

4. Das erste Mal Sex
„Das erste Mal“ ist ein Klassiker. Ob in Entwicklungsromanen oder modernen Kitschromanen mit ein bisschen S/M – das erste Mal ist immer ein Erlebnis. Nur – wenn es so ist, dann solltest du es auch zu einem Erlebnis machen und nicht mal ratzfatz in drei Sätzen erwähnen. Das erste Mal Sex.

5. Der Jüngling und seine erotische Tutorin
Dieses Thema aus dem Bereich „Alt trifft Jung“ wendet sich überwiegend an junge Männer – aber durchaus auch an die Frauen, die Freude daran haben, junge Männer zu verführen. Es gibt zwei Varianten: Die COUGAR sucht sich junge Männer, um sie in aller Stille „anzulernen“ und sie sich dabei zunutze zu machen. Die MILF hingegen wird vom jungen Mann begehrt, und er träumt davon, ihre Erfahrung zu genießen. Ich verweise hier mal auf die seltener beschriebene Thema der Cougar.

Die 10 Top-Fantasien der Männer ohne Standards

Als Standards bezeichnen wir alle Aktivitäten, die sich auf gewöhnlichen Sex zu zweit, Fellatio, Cunnilingus, Brust- oder Handverkehr, Ethnien oder Soft-Fetische (Brüste) beziehen.


1. Sex mit zwei Frauen vollziehen (Dreier).
2. Voyeur bei zwei Frauen sein, die sexuell aktiv sind.
3. Orgien mit mehr als drei Frauen.
4. Analverkehr haben (1).
5. Voyeur bei zwei Frauen zu sein.
6. Eine Frau sexuell dominieren.
7. Selber sexuell dominiert werden.
8. Eine Frau fesseln aus Lust.
9. Selber gefesselt werden aus Lust.
10. Sex mit zwei Männern. (2)

Daten als Zahlen, Beispiele (1) 85 %, (2) 82 %, (3) 75 % ... (10) 45 %.

(1,2) Hinweis: Die beiden bezeichneten Praktiken wurden von Männern möglicherweise falsch aufgefasst, nämlich (1) als „Mit einer Frau an ihr den Analverkehr auszuführen“. Und (2) als „unter Beteiligung von zwei Männern und ‚n’ Frauen“.
Quelle: Grundlage ist die wegweisende Studie der „Université du Québec à Montréal. Sie diente den Forscher dazu, festzustellen, welche erotischen Träume und geheimen Wünsche besonders häufig vorkommen. Alle genannten Wünsche liegen im oberen und mittleren Drittel, die meisten deutlich in der oberen Hälfte.
Aufbereitung: Archiv Liebesverlag.


Die 10 Top-Fantasien der Frauen ohne Standards

Als Standards bezeichnen wir alle Aktivitäten, die sich auf gewöhnlichen Sex zu zweit, Fellatio, Cunnilingus, Brust- oder Handverkehr, Ethnien oder Soft-Fetische (Brüste) beziehen. Im Endeffekt bedeutet dies, dass keine „Vanille-Themen“ (Blümchensex) und „übliche“ heterosexuelle Aktivitäten in der Liste enthalten sind.

1. Sexuell dominiert zu werden.
2. Orgien mit mehr als drei Personen, m und f.
3. Gefesselt werden.
4. Sexuell zu dominieren.
5. Voyeurin bei zwei Frauen zu sein.
6. Jemanden zu fesseln.
7. Sex mit zwei Frauen auszuüben.
8. Eine homosexuelle (oder bi-) Beziehung einzugehen.
9. Geschlagen oder gepeitscht zu werden.
10. Analverkehr zu haben.

Die Liste enthält eine Auswahl, die nicht unbedingt objektiven Kriterien entspricht, und sie umfasst eine sehr weite Spanne. Die aus einer Studie entnommen Nennungen gehören zum „Durchschnitt“ innerhalb einer sehr weiten Spanne (von zwei Dritteln zu einem Drittel der Nennungen).

Daten als Zahlen, Beispiele (1) 67 %, (2) 57 %, (3) 47 % ... (10) 33 %.

Quelle: Grundlage ist die wegweisende Studie der „Université du Québec à Montréal. Sie diente den Forscher dazu, festzustellen, welche erotischen Träume und geheimen Wünsche besonders häufig vorkommen. Alle genannten Wünsche liegen im mittleren Drittel, das als „noch weitgehend akzeptiert“ gilt.
Aufbereitung: Archiv Liebesverlag.