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Schreiben über: Sex mit mehr als einem Partner

Beim Lesen von Krimis geht’s mir oft so, dass ich die Verdächtigen nicht auseinanderhalten kann. Besonders, wenn man mir Namen um die Ohren haut, die alle irgendwie ähnlich klingen.

Figuren deutlich Kennzeichen

So, und wie ist es bei Erotikgeschichten, bei denen nicht nur Julia Müller und Romeo Meyer in Bad und Bett auftauchen? Eigentlich auch ganz einfach: Die dritte Partnerin sieht anders aus, riecht anders, hat andersfarbige Haare, anders geformte Brüste und (äh … andere „Präferenzen“). Und sie heißt Carmen Rodriguez oder so. Der männliche dritte Partner lässt sich ähnlich beschreiben. Außerdem kann er oder sie wesentlich jünger oder älter, reicher oder ärmer sein.

Die Situation: Mehrere Körper berühren deine Heldin

Dreier waren in der Erotik-Literatur früher sehr beliebt
Oftmals ist es für Autorinnen und Autoren schwierig, sich überhaupt in die Dreier- Vierer- oder Orgien-Situation hineinzuversetzen. Ich denke, du kannst dich einfach mal an deine letzte Party (auch eine weit zurückliegende) erinnern, bei der es „beinahe“ so weit gekommen wäre, dass alle Schranken fielen. Räum die die Schranken weg, und du hast eine Orgie. Beim „Dreier“ ist wichtig, dass du „nachvollziehbar“ schreibst. Sogenannte „Doppeldecker“ oder „Sandwiches“ sind technisch kompliziert und erfordern flexible, sportliche Frauen, wenn sie tatsächlich gelingen sollen. Schreib also lieber etwas, was du wirklich gedanklich und gefühlsmäßig nachvollziehen kannst. Irgendwie wird ja nicht ausbleiben, dass du über körperliche Gefühle schreiben musst. Ein paar davon solltest du im Ansatz kennen. Denk daran, dass du sowohl Frauen wie auch Männern nahekommst. Das ist für Frauen meisten nicht so schwierig, aber Männer ekeln sich oft vor körperlichen Kontakten mit Männern.

Was geht eigentlich in der Psyche vor?

Kommen wir mal zum „inneren Fühlen“: Fast immer sind es Neugierde und Angst, die deine Figuren beherrschen, bevor sie Dreier, Vierer oder Orgien erleben. Wenn du diese Gefühle nicht einbringst, wird die Erotik-Geschichte entweder flach oder pornografisch. Erst wenn deine Heldin in die Wolken der Lust hineinfliegt, solltest du ihre "puren" erotischen Empfindungen schildern.

Hineingleiten in die Szene

Versuche in jedem Fall, deine Heldinnen und Helden in die Szenen „hineingleiten“ zu lassen. Das heißt: Normalerweise ist es öde, wenn sie sich „zum Dreier verabreden“ und sich beim Treffen einfach ausziehen und dann aneinander herumfummeln. Beim Dreier kannst du drei Typen nach dem „Wagenprinzip“ festlegen: Eine Person zieht, eine fährt mit, und eine versucht, den Wagen zu bremsen. Oder du kannst „zwei gegen eine(n)“ spielen: A und B verführen, und C zögert. Etwas Ungewöhnlicher ist die Konstellation „Verführerin treibt ein Paar zum Dreier an“.

Ganz ähnliche Konstellationen wirst du bei Paaren erleben: Das „Wagenprinzip“ funktioniert auch hier, und je nachdem, wie viele Personen ziehen, wie viele zögern und wie viele mitfahren, gilt das auch für Orgien.

Romantisch oder „hart“?

Je nach Einstellung, Erfahrung, „Lifestyle“ und letztendlich Geilheit kann dein Dreier oder Wie-viel-auch-immer sehr sinnlich und romantisch sein, aber auch bis hart an die Grenzen extremer Praktiken gehen. Typisch für Dreier in erotischen Romanen sind plötzlich aufkommende Bi-Gelüste oder entsprechende Verführungen. Sie eigen sich gut, wenn du gerne widersprüchliche Gefühle beschreibst. Deine Leserinnen wollen das Ungewöhnliche. „Normalen Sex“ und „schöne Gefühle“ kennen sie auch aus ihren Ehebetten.

Wie geht es weiter?

Erfahrungsgemäß haben „reale Dreier“ oder „Partnertausch-Aktionen“ psychische Folgen. Das Happy End wir deshalb selten sein: „Sie lebten bis ans Ende ihrer Tage glücklich zu dritt, und wenn sie nicht gestoben sind, dann leben sie noch heute.“ Wahrscheinlich kauft euch das eure Leserschaft auch nicht ab. Wenn ihr ein „Happy End“ braucht, dann kann dies darin liegen, dass eine neue Figur hinzukommt, sodass am Ende zwei glückliche Paare entstehen. Oder die dritte Person entdeckt neue Abenteuer, und das „alte“ Paar genießt die gewonnenen Erfahrungen. Günstig ist deshalb immer, den Roman von vornherein aus der Sicht „der Dritten“ oder „des Dritten“ zu schreiben, weil du dann die Gefühle positiv und optimistisch ausklingen lassen kannst.

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