Skip to content

Zucht, Züchtigung und lesbische Fantasien im Internat

Dies Geschichte, die ich euch hier präsentiere, stammt aus dem Jahr 1970 und wurde verschiedenen Autoren zugeschrieben. Sie erweckt den Eindruck, als sei sie wesentlich früher geschrieben, aber das Erscheinungsdatum ist verbürgt. Allgemein wird behauptet, dass ein gewisser P.N. Dedeaux dieses Buch verfasst habe. Über seine wahre Identität (1) gibt es zahllose Gerüchte und Behauptungen, die letztlich nicht endgültig verifizierbar sind. Das gilt auch für den Illustrator zumindest einer der vier bisher erschienen Ausgaben, Hans Braun.

Genre: lesbischer Flagellationsroman im Internat

Das Genre ist des „lesbischen Internatsromans“, ist vor allem im Vereinigten Königreich verbreitet. Die Handlungen solcher Novellen, die sich alle irgendwie ähneln, wurden allerdings in viele Länder verlegt, um wieder „frisches Blut“ in die Handlungen zu pumpen, die sich auffällig ähnelten. Derartige Werke erlebten ind en 1990er Jahren eine Renaissance, als Autorinnen sich auf eine lüsterne, weibliche Leserschaft zu besinnen, die solche Werke verschlang.

Schauplatz Preußen

Im Fall der Novelle, über die ich schreibe, wurde der Schauplatz nach Preußen verlegt - etwas zu Zeiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Novelle erschien unter verschiedenen Titeln, einmal als „Die preußischen Mädchen“ (The Prussian Girls), und dann wieder als "The Prefect" (Die Präfektin, sinngemäß eine leitende Erzieherin)“.

Die Teile, die ausgesprochen heftig und beschämend sind, wurden von uns ganz und gar entfernt. Wir haben nur zwei kleine Absätze ausgewählt, um euch zu zeigen, wie die Autoren früherer Zeiten sich die Erziehung in einem Internat vorgestellt haben, und wie sie mit erotischen Komponenten angereichert wurde.

Die Vorgänge auf „Schloss Rutenberg“ sind frei erfunden, und es kann keinen Zweifel daran geben, dass sie auf gar einen Fall ein Ausdruck „preußischer Disziplin“ waren, sondern die freie Erfindung des Autors.

Die Auszüge wurden frei übersetzt. (2) Das Original in englischer Sprache ist heute noch im Buchhandel erhältlich.

Zuerst wird die Furcht und zugleich die erotische Bewunderung für eine „Präfektin“ des strengen Internats geschildert:

Die Präfektin marschierte wie eine Soldatin – links, zwo drei, recht, zwo drei. Monika konnte diesem schnellen Schritt kaum folgen, aber sie wusste, dass sie nicht sprechen durfte. Das Oberlicht umschattete die kräftigen, breiten Schultern der Person, der sie folgte. Ihre Schultern verjüngten sich zu einer betont schmalen Taille, die von einem breiten Ledergürtel umschlossen war. Darunter bewegte sich ihre Hüfte trotz ihres militärischen Schritts heftig von einer Seite zur anderen, sodass ihr kurzer Rock dabei mitschwang, während ihr Absätze markige Geräusche auf dem Steinboden erzeugten.


Wir sparen die Flagellationsszene aus und fahren mit den „Gedanken danach“ fort, die ebenfalls bemerkenswert erotisch sind.

Sie war froh, dass sie es überstanden hatte, ohne Blamage, und das war es auch schon, was sie darüber dachte. Es war eine Routinebestrafung und eine weitere Herausforderung, um widerstandsfähiger zu werden. Ganz ähnlich wie eine sportliche Herausforderung. Sie hatte eine Grenze überschritten, und dies war die Konsequenz. Sie bewunderte Fräulein Wedell, dass sie ihre Bestrafung tatsächlich so schmerzhaft gestalten konnte, so konsequent, und sie wusste, dass sie alles aus diesen acht Rohrstockschlägen gewonnen hatte, was damit erreichbar war. Der eine oder andere Schlag mag wohl etwas heftig gewesen sein, und am Ende hatte sie vielleicht eine Überreaktion. Aber im Großen und Ganzen war es eine methodische, genau kalkulierte Rohrstock-Strafe von der Art, in der sie sich durch und durch sinnvoll gezüchtigt fühlte. Wenn sie den gleichen Fehler noch einmal begehen würde, könnte es gut ein Dutzend Schläge setzen.
Monikas Hintern fühlte sich an, als sei er drei Mal so groß wie zuvor und schwer wie Blei, aber sie wusste, dass die körperliche Züchtigung ihre Ziele nicht verfehlt hatte.
Und überhaupt – das Schlimmste am Schmerz würde sich bald in eine durchdringende Hitze verwandeln, die eine Art Befriedigung in ihrer „Mitte“ auslösen würde.


Die Vorgänge sind frei erfunden - behauptet wird aber das Gegenteil

Vor einiger Zeit wurde versucht, das Werk, dessen Qualität ausgesprochen zweifelhaft ist, als „authentische Schilderung“ des Lebens in einem preußischen Internat für verarmte adlige Mädchen umzuwidmen. Dazu wurden ebenso fragwürdige Fragmente von angeblich authentischen Autorinnen verwendet, die angeblich aus der Zeit "Preußischer Disziplin" stammen.

Einheimische preußische Gouvernanten jener Zeit schienen noch weniger Skrupel zu haben, junge Frauen ohne Grund zu peitschen oder ihre Hintern so zu malträtieren, dass sie während der Mahlzeiten kaum noch ruhig sitzen können.


Weiter heißt es in dem Blog-Artikel:

Um Ihnen einen wirklichen Eindruck zu geben, zitiere ich Ihnen: "Eine Flagellation, die Tränen verursacht, ist unerlässlich, aber eine, an deren Ende Blut fließt, ist manchmal notwendig."


Preußen-Bashing aus dem Vereinigten Königreich

Oh, oh … die Preußen werden diese Ansicht, die im Vereinigten Königreich gepostet wurde, nicht unbedingt lieben, fürchte ich. Übrigens haben wir nachrecherchiert und das wiedergefunden, was wir ohnehin vermutet hatten: ein Massenprodukt, dessen Autor auch nach einer angeblichen „Enthüllung“ noch nicht zweifelsfrei feststeht.

Hinweis: In der ersten Version dieses Artikels gab es eine Ungenauigkeit , die ich ausräumen musste.
(1) Behauptungen über die Autorenschaft sind nicht wirklich schlüssig.
(2) Die Zusammenhänge werden im Original nicht deutlich, Wir haben versucht, die Situationen transparenter zu übersetzen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen