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Wochenlange Sinnlichkeit – für Autorinnen

Wochenlange Sinnlichkeit – Worte des Herausgebers zu den Artikel dieser Woche für Autorinnen

Ich habe gut zwei Tage recherchiert, um euch die Hintergründe eines dreiteiligen, viktorianischen Romans zu präsentieren, der von der offiziellen Kritik nicht einmal mit der Kohlenzange angefasst wird.

Die Weiberherrschaft – aufgerollt und neu bewertet

Das Ergebnis kann sich – wie ich meine – sehen lassen. Die „Gynecocracy“ („Weiberherrschaft“) ist so oft verlegt, eingestampft, neu aufgelegt, weich gespült und zensiert worden, dass sie schon deswegen Beachtung verdient. Und sie ist – anders als mancher vermutet – durchaus auch eine Satire auf die merkwürdigen Moralvorstellungen jener Zeit, die auch heute noch durchschimmert. Die hieße dann:

These: Junge Menschen dürfen auf gar keinen Fall über alles informiert werden, was die Lüste betrifft, aber sie dürfen jedem Irrglauben darüber nachhängen.


Und weil das Werk (neben anderen merkwürdigen Attributen) auch als „Flagellationsroman“ bezeichnet wird, haben wir gleich mal geforscht, was der Begriff eigentlich bedeutet.

Der Schreibstil und das Suchmaschinen-Dilemma

In „Schreiben“ beschäftige ich mich diesmal mit dem „Schreibstil“ – und da finde ich ein typisches Suchmaschinen-Phänomen: Du bekommst etliche Webseiten angeboten, die dir sagen, was du tun kannst, um einen „erfolgreicheren Stil“ an den Tag zu legen. Aber keine sagt dir, wie du zu einem eigenen Stil findest. Die Ergebnisse sind furchterregend: Mehr und mehr erotische Artikel und Kurzgeschichten werden bereits „suchmaschinenoptimiert“ verfasst – was letztlich bedeutet: völlig stillos und austauschbar.

Tipp: Erotische Tagebücher sind wieder beliebt

Übrigens: Erotische Tagebücher sind wieder stark im Kommen. Sie sind leicht zu verfassen, können jederzeit aufgenommen und wieder aufgegeben werden – und sie benötigen keinen Plot. Ob sie wahr oder erlogen sind? Wer will denn das wissen? Wenn sie interessant geschrieben sind und deine Leserinnen nach dem lechzen, was drin steht - dann lohnt sich der Versuch allemal.

Wer mehr Hintergrund will, der darf die Frage beantworten, wie Frauen die männliche Rolle annehmen können – erotisch, sexuell oder auch – als Autorin.

Lass von dir hören, wenn du schreibst. Und verbreite das Zitat von mir, wenn du magst.

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