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Der schlechteste Sex wurde prämiert – hier ein Verlierer

Der schlechteste Sex wurde prämiert – hier ein nominierter Kandidat, der aber bei den "Bad Sex Awards" 2018 nicht den Vogel abschloss.

„Mach meinen Kessel leer!“ Bettelte ich außer Atem, und sofort begann sie, mich in ihren Lustkäfig hineinzuziehen. Ihre vaginale Schnarre bewegte sich wie die Wellen einer Konzertina und schluckte langsam mein Organ wie eine Boa Constrictor ihre Beute verschlingt. Bald war ich bis zu den Hoden eingeschlossen, gestrandet in der glatten Pfeffermühle, die in ihr wartete.


Im Grund ist „skurril“ gar keine schlechte Idee für erotische Literatur, und auf diese Weise könnte man durchaus Gefallen an dieser Textstelle finden – wenn, ja wenn dort nicht etliche Bilder in Kurzform vermischt wurden:

1. Die Schnarre, die Konzertina.
Beides wären recht Gute, weil einprägsame und plastische Begriffe, wenn man sie separat einsetzen würde.
2. Die Boa Konstriktor, der Lustkäfig, die Pfeffermühle.
Auch die wären einprägsame Begriffe, wenn sie separat verwendet würden.

Diesen Autoren mag man verzeihen, dass sie so schreiben – schließlich ist es ein Buch, das ohnehin ausgesprochen „schräg“ daherkommt. Es trägt den Titel:

Scoundrels: The Hunt for Hansclapp by Major Victor Cornwall and Major Arthur St John Trevelyan


Wir sehen: Die Versuche, eine sexuelle Szene bildhaft und einprägsam zu beschreiben, sind durchaus sinnvoll. Doch wer zu viele Bilder in einen einzigen Absatz verlegt, wird dennoch verlieren.

Penis in Vagina - schwer zu beschreiben?

Nun, der Vorgang, den man im englischen „PiV“ nennt (Penis in Vagina), hat so viele Varianten, wie es Ausdrucksweisen und Gefühle gibt – oder eben Sprachlosigkeiten und Gefühllosigkeit. Vergessen wir auch nicht, dass es eine bewusst falsche, aber gern gehörte Sprache der Liebe gibt und dass Gefühle lebensnah vorgetäuscht werden können.

Glut oder Routine?

Seht mal: Eine junge, glutvolle Frau, die sehnsüchtig ihren Liebhaber erwartet, denkt und fühlt anders als eine Zufallsbekanntschaft, die sich gerade erst entschlossene hat, mit ihrem „Dating-Partner“ das Bett zu teilen. Und nun versetzt euch in eine Frau, die auf einer ausschweifenden Party zum zweiten Mal (aber mit einem neuen Mann) ins Gästeschlafzimmer einschließt.

Im Grund passiert immer dasselbe: ein Penis, eine Vagina, zwei nackte Unterkörper, zwei oder mehr erhebliche Körperreaktionen. Und die Flüssigkeiten, die dabei frei werden oder auch nicht. Und all dies in Worte zu fassen, die neu und erfrischend wirken, ist sicher nicht so einfach.

Aber – es ist den Versuch wert. Ganz sicher.

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