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Manifest

Das Arrangement - die Überraschung folgt

Die letzten Sätze des vorigen Kapitels: . In ihrer Vorstellung sah sie zwei Paare, die ihre Beziehung erweiterten – nicht die Wollust einer Triole, die einen Partner draußen lässt – genau das wollte sie verhindern. Und weil nun ohnehin die Karten auf den Tisch mussten, sagte sie unverblümt: „Ich könnte mit ihm vögeln, während du dich mit Mandy beschäftigst ... davon träumst du doch, oder etwa nicht?“

Drittes Kapitel: Die Überraschung

Klaus wurde immer verwirrter und sagte in heiserem Tonfall: „Aber ... du bist doch nicht einmal wirklich scharf auf Henry?“

„Der Appetit kommt beim Essen“, warf Yvonne ein, als ginge es um eine Mousse au Chocolat. „Während du dich mit Mandy beschäftigst, kann ich mal sehen, was ich mit Henry anstelle - das ist fairer, findest du nicht?“

Ein trockenes Schlucken - dann sprach Klaus den ersten Gedanken aus, der ihm einfiel:

„Und du wärst nicht eifersüchtig?“

„Auf wen? Auf Mandy?“

Beide schwiegen lange, und in die Stille sagte Yvonne schließlich in ruhigem Ton: „Du könntest mit Mandy beginnen, während ich mich auf Henry konzentriere. Und danach wird Mandy dann zu mir kommen, während sie noch nach dir riecht. Das finde ich wirklich enorm scharf … meine Geliebte, die noch nach meinem Ehemann riecht. Hübscher Gedanken, nicht wahr? Macht dich so etwas gar nicht an?“

Ja, was „machte ihn an“? Wenn sich eine Frau bedingungslos hingab, wie in einem Luxusbordell? Wenn sie Yvonne wie eine Hure kleidete und unter ihm vor Wollust stöhnte? Oder wenn eine Frau gerade von einem Mann kommt und sich dem nächsten Freier hingibt? Er beschloss, sich am Riemen zu reißen – klar machte ihn das an. Aber was Yvonne da im Mund führte … das war doch etwas ganz anderes. Schließlich vergewisserte er sich, er „das heißt, Henry und ich sollen dabei zusehen, wie ihr beide … richtig intim werdet?“

Ein eher unterkühltes, süffisantes Lächeln kam über Yvonnes Lippen: „Etwas in der Art. Ihr könnt einfach zusehen oder euch ein wenig … miteinander vergnügen. Ich wäre nicht eifersüchtig … und Mandy sowieso nicht. Natürlich nur, wenn du dich für solche Erfahrungen interessierst.“

„Meinst du das nun wirklich ernst?“

„Ist nur ein Vorschlag.“

„Du kannst alles von mir verlangen, aber nicht so etwas …“ Nein, er konnte es sich wirklich nicht vorstellen, nicht jetzt, nicht hier. Schon das, was er bisher gehört hatte, überschritt seine Grenzen. Yvonne beobachtete Klaus scharf, dann legte sie nach: „Henry hat einen wirklich hübschen Körper, und er ist sehr zärtlich … .“ Nachdem sie Klaus weiter scharf im Auge behielt, sagte sie leise und eindringlich: „Und er ist wirklich ganz gut … bestückt.“

„Er ist was!?“

„Er hat einen hübschen Penis, unter anderem jedenfalls ... Wirklich, sehr gepflegt.“

Klaus konnte sich nicht mehr halten und brüllte: „Wann hast du seinen Penis gesehen?“

Der letzte Trumpf. Jetzt musste er ausgespielt werden. „Letzten Mittwoch, als du bis Mitternacht im Büro warst.“ Mandy hatte mich eingeladen, und wir haben ein bisschen miteinander getrunken ... und dann haben wir es zu dritt versucht. Erst hat Henry nur zusehen dürfen, wie Mandy und ich rumgemacht haben, aber dann haben wir ihm erlaubt, ein wenig mitzuspielen ... er ist sehr einfühlsam, weißt du ...“

Klaus sagte nun gar nichts mehr, er starrte nur still vor sich hin. Er wollte mit Yvonne weiterleben, und er wünschte sich ebenso, seine Lüste mit Mandy zu befriedigen. Und die Sache mit Henry - da würde nichts passieren. Nicht mit ihm. Er würde schon einen Ausweg finden.

Yvonne brach das Schweigen. „Mandy und Henry haben uns für nächstes Wochenende eingeladen, von Freitagabend bis Sonntag. Wir haben also alle zwei Nächte Zeit, einander wirklich näher zu kommen. Und weil du mir wenigsten treugeblieben bist, was Mandy betrifft, nimmt sie dich zuerst ... als Ausgleich sozusagen, dass du nichts von meinem kleinen Arrangement gewusst hast. Und dann ... wie ich schon sagte ... überleg dir, ob dir etwas zu Henry einfällt ...“

Klaus ging noch einmal in sich, fasste sich wieder und sagte: „Und wenn ich das nicht will, aber alles andere schon?“

„Dann müssen wir über die Kreditkartenabrechnungen sprechen“, sagte Yvonne, ohne zu zögern. „Die Abbuchungen von 500 Euro, an dem Tag, als du erst gegen Mitternacht heimgekommen bist. Ich hätte doch beinahe auf die Idee kommen können, dass es dir egal ist, in wen du dich versenkst.“

Klaus wusste, was die Stunde geschlagen hatte. Er würde Mandy gewinnen und Yvonne behalten, und niemand schuldete irgendjemandem etwas. Es klang, also ob alle gewinnen würden. Vor allem er selbst.

Und Henry? So als ob Yvonne Gedanken lesen konnte, flüsterte sie Klaus ins Ohr: „Der Appetit kommt beim Essen ... und du bekommst die Süßigkeiten von uns dreien sehr dezent - übrigens ohne Kreditkarte ...“

Am Ende behielt Yvonne einige Gedanken für sich. Vor allem den, dass ihr Klaus so egoistisch war, den Gewinn ganz bei sich zu sehen. Er würde Augen machen … aber für den Moment würde es reichen, ihm noch einmal das Gefühl zu geben, das er immer wieder suchte. Sie zog den Rock hoch, sodass er die Oberschenkel und die Strapse sehen konnte – und ließ ihn noch einmal das tun, was er am liebsten tat, während ihre Gedanken bei Maja und Henry waren … und noch ganz woanders.

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