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Thema: Die dominante Frau und ihre Macht

Die dominante Frau, ob in einer Beziehung oder als „Femme fatale“, als sinnliche Spielerin der Dominanz oder als professionelle „Domina“ („Stiefelhure“, auch „femdom“ als Genre) kommt nicht allzu häufig in der erotischen Literatur vor. Insbesondere weibliche Autoren meiden sie, weil sie sich nicht mit der Dominanz und vor allem nicht mit der Person der „Domina“ identifizieren wollen. Die sinnliche oder gar krankhafte Unterwerfung von Frauen unter die Herrschaft von Männern erreicht viel mehr Leserinnen und Leser – und die nicht nur in der erotischen Literatur.

Wenig Vorbilder, mehr Zerrbilder

Es mag sein, dass die Literatur, soweit sie existiert, entweder zu „kaltherzig“ ist oder dass sie Abscheu oder gar Ekel erregt (wenn du zum Beispiel auf Domina-Webseiten nach Erleuchtung suchst). Möglicherweise glauben die Autorinnen auch, dass Frauen nur an Submission, aber nicht an Dominanz interessiert sind.

Wenn du all diese Vorbehalte ignorieren willst, kannst du mutig das Neuland der dominanten Beherrschung durch Frauen betreten. Es ist im Grunde ganz einfach: Du musst nur weg von den Klischees, die von und über die „professionelle Domina“ verbreitet werden.

Typisches Vokabular der "Szene" vermeiden

Die sogenannte „professionelle Domina“ (Prodomme), die auch als Herrin, Mistress, Göttin oder „Dominatrix“ existiert, ist eine Frau, die mit gezielten, meist befremdlichen Aktionen Männer beherrscht. Die Frauen, die darüber im Internet schreiben oder schreiben lassen, wollen damit Kunden anwerben. Du magst natürlich selber entscheiden, ob du dich auf diese Ebene herablassen willst – ich kann es nicht empfehlen. Betracht es einfach so, als ob jemand andere Dienstleistungen oder Waren öffentlich anbietet – nämlich als „Werbung zum Anfüttern.“

Das Geheimnis für eine wundervolle Novelle über weibliche Dominanz liegt darin, deine Figur eben NICHT als „professionelle Domina“ zu präsentieren.

Die Herrin aus Zufall

in manchen Berufen ist eine gewisse Dominanz gefragt: Wahrscheinlich kannst du dir eine selbstbewusste Verwaltungsangestellte (oder auch Lehrerin, Sekretärin, Polizistin, Richterin oder Krankenschwester) vorstellen, vor der Männer höchsten Respekt haben?

Und hast du schon einmal erlebt, wie sich Männer den Forderungen einer selbstbewussten Frau freiwillig unterwerfen? Wenn ja, dann hast du deine Heldin gefunden. Selbstsicher, befehlsgewohnt, aber dennoch einfühlsam, wenn es sein muss. Diese Frau wird zu deiner Romanfigur, sobald sie entdeckt, dass sie Genugtuung empfindet, wenn sie Macht über Männer ausübt. Dazu benötigt sie nicht einmal eine betont sadistische Persönlichkeit, sondern nur den Wunsch, die Macht auch auszuschöpfen, die sie über Männer hat.

Die Person, die deine Domina wird

Hast du diese Person vor Augen? Kannst du dir vorstellen, wie sie mit einer Mischung aus Macht, sinnlichem Vergnügen an der Unterwerfung und erotischer Genugtuung Männer unterwirft? Ja? Dann ist sie die Figur, die du in die Welt hinausschicken kannst. Nun fehlt dir nur noch ein tendenziell unterwürfiger Mann, der bereit ist, alles für Ihre Heldin zu tun, koste es, was es wolle.

In den letzten Jahrzehnten konnte ich eine neue Tendenz feststellen. Basierend auf britischen Internatsromanen und unter Verwendung von magischen Elementen, entstanden namentlich in England vielfach Geschichten, in denen durchaus starke und selbstbewusste Frauen von anderen Frauen verführt und dominiert wurden. Dieses Genre existiert auch in der „typischen“ Pornografie (dort „Lesdom“ genannt), doch wird das Thema dort nie so plastisch und detailreich ausgeführt wie im erotischen Roman.


Interessierte Frauen: Erstaunlicherweise recht viele, fast 50 Prozent (1), und wahrscheinlich noch mehr, falls du deine Leserinnen nicht "hineinstößt“, sondern sie gewissermaßen „in die Situation hineinhebst“.
Interessierte Männer: Gegen 55 Prozent der Männer wollen in ihren Fantasien dominiert werden. (1)


Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene und Schreib-Profis
Form:
Episoden, Novellen und Romane.
Recherche, Kenntnisse:
Intensive Recherche, Fantasie, anatomische und psychologische Kenntnisse.
Erotische Wahrnehmung:
Sehr unterschiedlich - von absolut abstoßend über "mild anregend" bis "enorm scharf."

(1) Nach Erhebungen der „Université du Québec à Montréal an vergleichbaren Themen

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