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Thema: Austausch des Lovers, erotische Rolle und Wahrnehmung

Geschichten mit ausgetauschten Liebhabern sind geradezu klassische Themen – selbst in der Religion finden wir Beispiele, und zwar sowohl im hellenischen Götterhimmel wie auch im „Alten Testament“ (Pentateuch).

Während die hellenistischen Götter in allerlei Gestalt auf die Erde hernieder kamen, um irdische Frauen zu beschlafen, gibt die Bibel ein Beispiel dafür, um das allzu eng ausgelegte Rechtsverständnis der Gläubigen zu erweitern. Dazu wird geschildert, wie sich Thamar, als Hure verkleidet, von ihrem Schwiegervater schwängern lässt.

Ob Schwiegertochter, Zeus oder „Superman“ – wenn sich jemand als „ein Anderer“ ausgibt, dann wird jede auch noch so profane Geschichte interessanter. Und wenn es gar noch zu heftigen Intimitäten kommt, dürfte klar sein, dass ein heißes Schaudern durch die Körper deiner Leserinnen und Leser geht.

Varianten zu einer Szene aus 9 ½ Wochen

In dem erotischen Kinoklassiker 9 ½ Wochen wird das Thema in einer Weise variiert, die sich leicht nachvollziehen lässt. Sie gäbe auch Stoff für Kurzgeschichten her: Die Heldin erwartet, dass ihr Lover sie in ein unbekanntes erotisches Erlebnis mit ihm stürzt, dieser hat aber bereits eine Hure engagiert, die der Heldin orale Lust bereiten soll. Dieses Thema gibt es in zahllosen Varianten, auch ohne das Hilfsmittel "Augenbinde". Wichtig ist nur, halbwegs glaubhaft zu schildern, warum die/der Betrogene nicht merkt, dass sie/er mit einer anderen Person schläft, als mit der, die sie/er vermutet.

Varianten zum Thema: Das Äußere verschleiert die Wahrnehmung

Bei Thamar ist es die Erwartung des Judah, mit einer Hure Geschlechtsverkehr zu haben, weshalb er nicht einmal auf den Gedanken kommt, seiner Schwiegertochter zu begegnen. Allerdings setzt dies ein relativ eindeutiges Rollen- und Bekleidungsverhalten voraus, das heute nur noch selten realistisch ist. Bestenfalls bei extremen Rollenwechseln, vermummten Frauengestalten, Unformträgerinnen oder im Fasching erscheint dieses Thema noch glaubhaft.

Wenn ich deiner Vorstellungskraft nachhelfen darf:

Die Spülerin als elegante, verführerische Dame (Beispiel)

Du begegnest täglich in der Werkskantine einer Spülerin, ungeschminkt, schlecht frisiert, schmucklos, ja beinah etwas verwahrlost, in einem Kittel und mit einer Kunststoffschürze. Auf der Weihnachtsfeier siehst du eine bezaubernde Frau mit spanischem Einschlag, dunklen, glänzenden Haaren, sinnlichen Augen und einem atemberaubend schicken Abendkleid, das die femininen Formen überdeutlich betont. Sie bleibt im Gespräch geheimnisvoll und verrät dir nicht, wo sie im Betrieb arbeitet. Erst am nächsten Morgen erkennst du, dass du die Nacht mit der Spülerin verbracht hast. Wenn du deine Geschichte in dieser Form aufmachst, kommt sie tatsächlichen Täuschungen schon recht nahe.

Andere Varianten:

Ich denke, damit hast du zunächst einmal genügend Varianten zum Thema „Austauschen der Identitäten und Rollen“. Das Thema an sich ist noch weitaus brisanter, und es kann unter ganz anderen als „sinnlichen“ Gesichtspunkten abgehandelt werden. Denke dabei einmal an Kriminalromane, in denen die Kriminalistin beinahe mit einem/einer Tatverdächtigen schläft, weil sie ihn/sie außerhalb des Berufs in einer „anderen Rolle“ erlebt. Wie auch bei den meisten anderen Themen ähnlicher Art lockt hier die sinnliche Begierde - selbst wenn sie ins persönlichen Fiasko führt.

Relevanz:

Interessierte Frauen: Unsicher, variiert je nach Thema, zumeist höher als gedacht: bis zu 83 Prozent. (1)
Interessierte Männer: Unsicher, abhängig von der Rolle des Mannes im Thema, bis zu zwei Drittel der Männer können sich für ein Thema dieser Art interessieren (1).

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene.
Form:
Kurzgeschichten, Episoden oder Novellen.
Recherche, Kenntnisse:
Recherche, Fantasie und Einfühlungsvermögen.
Erotische Wahrnehmung:
Mild, kann aber erweitert werden.

(1) Nach eigenen Schätzungen, mit Maximalwerten aufgrund ähnlicher Themen („Sex mit Fremden“) der „Université du Québec à Montréal.
Hinweis: Das Thema kann als literarisch wertvoll gelten, wenn es entsprechend „psychologisch“ eingerahmt wird.

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