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Thema: Erotische Lebensbeichten

Eine erotische Lebensgeschichte oder Lebensbeichte kann kaum jemand in eine Kurzgeschichte pressen, es sei denn, man würde in Episoden schreiben, was ich euch sehr empfehle. Am Ende kommt dabei das gleiche heraus, falls du dein Projekt konsequent verfolgst. Kapitel für Kapitel wächst ihr Roman, aber jeder Teil ist auch für sich abgeschlossen.

Der erotische Entwicklungsroman von der Jugend bis tief in die mittleren Jahre ist eine Seltenheit auf dem Büchermarkt, aber auch die erotische Episode, die eine tief greifende emotionale Veränderung bewirkt die sich als lebensentscheidend erweist. Reine Dirnenromane, wie etwa Fanny Hill oder Josephine Mutzenbacher sollten nicht als Vorbild genommen werden.

Eine Marktlücke der erotischen Literatur

Bei erotischen Entwicklungsromanen existiert noch eine Marktlücke. Du kannst sie nutzen, um Romane zu erzeugen, die sogar Psychologen und Literaturkritiker interessieren könnte. Zu diesem Zweck solltest du dich bereits darauf verstehen, ungewöhnliche Gefühle zu beschreiben, die nicht gleich an der Oberfläche versickern. Deine Geschichte wird umso interessanter, je mehr du aus dem "Jetzt" heraus schöpfst. Beispielsweise könnte deine Figur durch Ereignisse der Jetztzeit angeregt werden, sich an seine Jugend zu erinnern. Aus dieser Sicht kannst du dann ausführlich die „erotischen Geheimnisse“ aus der Jugendzeit enthüllen - so, als ob deine Leserschaft unmittelbar zugesehen hätte.

Trick: der Erzähler oder die Erzählerin bekommt eine Person als "Spiegel"

Um eine erotische Lebensbeichte glaubhaft zu machen, solltest du einen Anlass finden und eine Person einführen, der das sinnliche Leben offenbart wird. Ein Priester ist denkbar ungeeignet, weil dieser kaum sinnvolle Dialoge über Sex führen wird, ein Beichtvater ist gänzlich ausgeschlossen. Die zweite Person muss vielmehr anregend und neugierig sein und den Erzähler dadurch zu immer neuen Enthüllungen verleiten. Ganz neu ist diese Methode nicht -aber sie ist sehr erfolgreich und ausgesprochen erotisch.

Es ist nicht wichtig, wie viele sexuelle Begegnungen du schilderst, sondern dass jede auf ihre Art einmalig und möglichst nicht alltäglich ist.

Eine Möglichkeit könnte so aussehen:

Erotische Beichte mit Parallelhandlung

Ein älterer Herr begegnet einer jungen, attraktiven Frau, zu der er Vertrauen fasst. Sie behauptet, Psychologin zu sein, ist aber in Wahrheit eine Autorin, die Stoff für eine erotische Lebensbeichte sucht. Wann immer der ältere Herr etwas Ungewöhnliches schildert, bittet die Heldin ihn, die Sache mit ihr „nachzuspielen“. Als Autorin hat sie eine gute Entschuldigung dafür, nicht wahr? Nach und nach entsteht dabei ein Buch … und parallel dazu eine merkwürdige Geschichte der erotischen Begegnung des Paares.

Varianten: Die Geschlechter sind austauschbar, der Anlass kann ein äußeres Ereignis beliebiger Art sein. Zumindest zu Anfang können Widerstände eingebaut werden. Auch Strafen für unvollständige oder Belohnungen für besonders ehrliche Darstellung wären denkbar - nötig sind sie allerdings nicht.

Relevanz:

Interessierte Frauen: besonders interessant für Frauen, die gerne Entwicklungsromane lesen, auch solche, die keine erotischen Inhalte haben. „Schlüssellocheffekt“ für Voyeurinnen. (1)
Interessierte Männer: Vor allem für Männer, die begierig sind, das eigene Leben mit dem der anderen Menschen zu vergleichen. (1).

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene und Schreib-Profis
Form:
Episoden, Novellen und Romane.
Recherche, Kenntnisse:
Intensive Recherche, Fantasie, Einfühlungsvermögen, anatomische und psychologische Kenntnisse.
Erotische Wahrnehmung:
Abhängig von den Episoden, die geschildert werden.


(1) Eigene Meinung des Autors.
Hinweis: Bei diesem Thema hängt nahezu alles „am Wort“. Dadurch kann es literarisch aufgewertet werden.

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