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Der Voyeur und die Dame im Negligé

Das luftige Kleid im Frühling
Dies ist ein Essay, das auf einer Beschreibung des späten 19. Jahrhunderts beruht.

Ihr Körper, in ein leichtes Gewand gekleidet, wirkt wie eine Welle, die eine Schaumkrone trägt. Kaum haben wir eine Welle gesehen, schickt sie uns eine Zweite, wenn der dünnen Seidenstoff abermals über ihren prachtvollen Hintern streicht und die Formen plastisch hervortreten. Der dünne Stoff liegt bisweilen wie der Atem der Sinnlichkeit auf diesen schönen Konturen, gerade soll, als würden sanfte Küsse zwischen beiden ausgetauscht. Dann wieder wird der Stoff von ihrer Bewegung abgestoßen, flirtet mit ihren Schenkeln und flattert im Wind, als wolle er noch mehr von der Schönheit ihres Leibes offenbaren. Und dann und wann erkennt man die geheime Wiege der Lust, scheu und lockig behaart, gerade einen Wimpernschlags lang.

Bild: A. Vallée, "Frühlingsluft", ca. 1920

Halloween - bist du verrückt genug?

Seltsames Paar für ein Rollenspiel
„Nimm dich in acht vor ihr, sie hat nicht alle Tassen im Schrank.“ Na schön, mein Freund Henry hat mich gewarnt. Aber ich mag nun mal Frauen, die ein bisschen verrückt sind. Die Frau, von der die Rede ist, nennt sich Lucina. Man sagt in dieser Bar nicht, wie man wirklich heißt, wer man ist und was man hier will. Man nennt sich irgendwie. Und was du hier willst, weißt du ja selbst. Die Frage ist nur, ob du es kriegst.

Die Frau mit den fehlenden Tassen ist hier, weil sie jemanden sucht. Nur das ist wirklich sicher. Jeder, der hierherkommt, sucht irgendwen oder irgendetwas. Ich übrigens auch. Also gehe ich zu ihr und falle mal mit der Tür ins Haus: „Ich hab gehört, dass du nicht alle Tassen im Schrank hast?“

Du kannst den Trick mit der Provokation hier immer verwenden. Jeder kennt die Regel: Wenn sie lächelt, ist sie eine Dame auf Abenteuersuche,und dann musst du sie auch so behandeln. Wenn nicht, ist eine Prostituierte.

Sie lächelt, verzieht die Mundwinkel etwas und sagt: „Willst du mir eine Tasse schenken, damit sie wieder komplett sind?“ Na, der Flirt klappt ja wenigstens, also sag ich: „Eigentlich nicht - ich mag ganz gerne, wenn jemand ein bisschen verrückt ist.“

„Wie verrückt?“

„Na, ungewöhnlich eben – nicht so wie jede andere.“

„Was Genaueres?“

Gut, nun musste ich wohl sagen, was mich so umtreibt.

„Ziemlich unberechenbar, ein bisschen dominant … so etwas in der Art.“

„Bist du verrückt danach?“

Ich schlucke, um dann zu sagen: „Ja, ich bin wirklich ein bisschen verrückt danach …“

Sie lacht. „Ein bisschen reicht nicht. Schon mal daran gedacht, von jemandem wie ein renitenter Patient behandelt zu werden?“

Peinlich. Entweder sie weiß von meiner devoten Neigung oder es ist ein Schuss ins Blaue. Ich zögere … doch dann sage ich unvorsichtigerweise: „Du meinst so etwas wie grausame Psychiaterin – aufsässiger Patient?“

Sie lächelt sanft: „So etwas. Ich habe ein Klinikzimmer mit Eisenbett und Zwangsjacken. Das wäre mal der Anfang …“

Klar hab ich schon mal von Klinikspielen gehört. Doch nun bekomme ich doch kalte Füße. „Kennst du dich mit so etwas aus?“

Sie lacht hell auf: „Das musst du versuchen – du weißt ja, dass ich nicht alle Tassen im Schrank habe. Übrigens macht es mich an, wenn du so ängstlich guckst. Je ängstlicher du bist, umso mehr Spaß werde ich mit dir haben.“

Ich versuche, nachzudenken. Sie unterbricht mich. „Denk nicht so viel. Komm einfach mit, mein Auto steht gleich um die Ecke.“

„Dein Auto?“

„Na klar, ab jetzt geht alles nach meinem Willen, was hast du gedacht?“

Sie packt mich heftig am Arm. Ein richtiger Klammergriff. Sie ist viel kräftiger als ich dachte. „Kleiner Vorgeschmack“ sagt sie noch – dann schubst sie mich ins Auto.

Die Geschichte ist natürlich nicht zu Ende – aber wer schreibt sie zu Ende? Überflüssig zu sagen, dass sie reine Fiktion ist, oder?
Idee: Nach einem Blogbeitrag von "This Girl"

Der unterwürfige Mann und die Künstlerin

Sonnenuntergang auf dem Po
Nein, wir wissen nicht, was unterwürfige Männer denken. Aber wir wischen regelmäßig ein paar Flecken aus dem Internet auf und sagen euch, was am Lappen hängen blieb. Diese hübsche Schilderung haben wir noch ein wenig „unterstützt“, um sie in etwas leuchtendere Farben zu tauchen.

Ich denke, meine dominante Freundin fühlt sich als Künstlerin. Jedenfalls stelle ich mir dass vor, und ich weiß nicht einmal wirklich, ob sie das genauso empfindet. Aber ich denke, wir alle stellen uns ja etwas anderes vor als das, was wirklich passiert.

Mein Hintern wird zu ihrer Leinwand, wenn ich ihn ihrer Hand entgegenstrecke. Es geht ihr darum, ein Meisterwerk auf der Leinwand zu erschaffen, die ich ihr biete. Sie wird feurige Farben darauf zaubern, beginnend mit sinnlichem Rosa auf milchigem Weiß, bevor beide Töne ineinander aufgehen. Nach und nach werden die ersten Flammen züngeln und das Brennen des Feuers wird ihr Meisterwerk mit wunderschönem, glühenden Rot krönen.

Die Künstlerin wird niemals aufhören, bevor ihr Werk vollendet ist und die Farben ineinander verlaufen. Am Ende wird sie ihr Gemälde betrachten, und auch ich werde es sehen dürfen. Sie weiß, dass ihre Werke vergänglich sind – aber sie können ja neu erschaffen werden. Ein paar Tage wird sie warten müssen, bis ich ihr meine Leinwand wieder in Naturfarben präsentieren kann - und jedes Mal wird das Ergebnis etwas anders aussehen.



Das Essay entsprang der Idee eines anonymen Autors. Es bestand im Original nur aus drei einfachen Sätzen und wurde von unserem Umschreibdienst bearbeitet.

Liebesgedicht "Mein Geheimnis"

Du suchst nach meinem Geheimnis?

Die Wärme zwischen den Schenkeln,
Die Reibung der Haut an der Haut,
Der Duft von Sex und Verlangen.

Willst du mein Geheimnis kennenlernen?

Ich will ein Wort von dir hören,
Die Geste, die mich einlädt,
Die Augen, die mir sagen: „Komm.“

Das ist mein Geheimnis.


Hinweis: Aus der Entrümpelung unseres Archivs - sehr hübsch und anoym

Die Gefühle eines Mannes vor den ersten Schlägen

Warten, warten ... und dann schmerzlich genießen ...
Eine sinnliche Geschichte? Nicht das Übliche, sondern eine, die von den Gefühlen devoter Männer handelt. In ihr passiert - gar nichts. Alles findet im Gehirn statt.

Egal, ob deine Herrin im Spiel als Aufseherin, Lehrerin, Kittelträgerin, Gouvernante oder feine Lady auftritt, du fühlst dich immer erbärmlich, weil sie von Anfang bis Ende eine Dame bleibt. Und du? Du bist ein elendes Stück Dreck, ob du sie nun dafür bezahlst oder ob sie dich braucht, um ihre Machtgelüste zu befriedigen. Ich weiß ja nicht, wie schön dein Körper ist, und wie du dich sonst fühlst, wenn du dich vor einer Frau ausziehst. Vielleicht bist du ja schöner als ich. Mein Körper ist hässlich, ich habe zu viel Fett am Bauch, und im Schritt habe ich nichts, was irgendjemand gerne sehen wollte. Ein kleiner Penis, ungleiche Hoden, mäßig gepflegte Haare und eine unreine Haut.

Wenn du dich schlagen lassen willst, musst du dich ausziehen. Meistens musst du es selbst tun, und nur selten entkleidet sie dich. Und sollte sie dies tun, wird sie alles daran setzen, dich dabei zu erniedrigen. Dann stehst du da, und musst dich inspizieren lassen. Der spöttische Blick einer erfahrenen Frau ruht auf dir. Sie hat schon hässlichere Hoden und winzigere Penisse gesehen, aber auch schon deutlich größere und hübschere.

Du wartest darauf, dass du dich endlich über ihre Knie legen darfst, über einen harten Bock oder eine weiche Strafbank. Die Hauptsache ist, es geht bald los. Es ist so, als wenn du in einer medizinischen Ambulanz auf einen Eingriff wartest.

Das Warten gehört dazu. Egal, was du gewollt hast oder was sie dir zugedacht hat, du musst warten. Mit nacktem Gesäß, das sich ihren Händen und Stöcken, Klatschen und Peitschen entgegenstreckt. Du wartest auf Zeichen, auf Geräusche. Deine Angst wächst mit jeder Sekunde, in der nichts geschieht. Manchmal spürst du keinen Luftzug, hörst sie nicht atmen und vernimmst kein Zischen des Rohrstocks oder der Peitsche, die in die Luft geschlagen wird, um dich zusätzlich zu ängstigen.

Du hoffst auf eine Vorbereitung, ein Aufwärmen von ihrer Hand. Es ist eine Sensation für sich ist und eine Geste der Liebe, wenn sie dir den wundervollen Hautkontakt schenkt. Da kommt alles zusammen: Genuss und Schmerz , Lust und Erniedrigung. Nähe und Träume. Doch dann ist wieder Ruhe. Dein Körper schwankt zwischen Erwartung, Furcht und Flucht. Je hinterhältiger deine Herrin ist, umso länger wird sie dich warten lassen, bis die eigentliche Züchtigung beginnt.

Irgendwann, wenn du es gar nicht mehr erwartest, wird sich dein Körper aufbäumen, nachdem du den Schlag zwar gehört, aber sonst kaum wahrgenommen hast. Dann wird der Schmerz von dir Besitz ergreifen, und du wirst versuchen, nicht zu schreien. Du lokalisiert den Schmerz erst nach und nach. Wenn sie heftig zuschlägt, wird dein Hintern in Kürze heftig brennen. Wenn dir der Schmerz richtig gut tut, dann geht er dir durch Mark und Bein. Noch schreist du nicht. Noch genießt du nicht. Noch schwebst du nicht. Ein paar Schläge weiter wirst du wissen, ob du heute schreien wirst, in Tränen ausbrechen, um Gnade winseln oder gar das Sicherheitswort sagen, um all dem ein Ende zu bereiten. Oder du wirst die Schläge genießen, die nun Schmerz, Wonne und Wollust in dir ausgelöst haben.

Und am Ende wirst du ihr danken, gehen und hoffen, dass du wiederkommen darfst, oder abermals das Geld übrig hast, sie zu bezahlen.

Die Story ist ein Produkt der Fantasie, gefunden in einem Amateur-Archiv und leicht aufbereitet.