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Gewöhnlicher Sex

Langeweile - schon auf der Hochzeitsreise?
Geschichten über und um den Sex, aber auch solche, in denen einmalig beschrieben wird, wie ein Paar „es“ miteinander tut, scheitern immer wieder an einem Problem: Das Gewöhnliche ist gewöhnlich so uninteressant, dass es keiner lesen will. Nur das Ungewöhnliche erzeugt in euren Leserinnen und Lesern Aufmerksamkeit, Interesse und nicht zuletzt Geilheit.

Wir haben uns gefragt: Ist es besser, wenn du eine Situation beschreibst, die deine Leser(innen) vermutlich kennen oder eine, die sie nicht kennen und niemals selbst erleben wollten? Sex im Auto? Sex auf einer Parkbank? Sex im Hausflur, mit zur Seite geschobenem Slip?

Klingt aufregend. Manchmal jedenfalls. Doch was passiert, wenn Sex zur Routine wird, so als ob man gerade mal ein Glas Bier austrinkt? Deshalb begleiten wir jetzt ein Paar, das schon eine Weile zusammenlebt, und wir erfahren, was „gewöhnlicher Sex“ sein kann.

Er will nicht, dass ich meine Klamotten ausziehe. Ist auch viel zu kalt in der Bude. „Nur runter mit dem Slip, das reicht“. Na schön, das geht fix. Ich bücke mich und stütze mich ein bisschen ab. Gleich wird er mir den Rock hochziehen. Das Gefühl ist nicht schlecht.

Er drückt sich an mich. Ich gebe mich mal passiv, so als ob ich Geduld hätte, aber innerlich bin ich längst geil. Er mag es, wenn ich gar nichts mache, aber ich weiß nie, worauf er wartet. Vielleicht darauf, dass ich ihn anbettele, mich zu vögeln. Tu ich aber nicht. Er tut es sowieso gleich.

Plötzlich dringt er in mich ein – ist nicht so toll, weil er vorher nichts sagt. Aber ich bin so entspannt und feucht, dass es trotzdem geht. Wahrscheinlich wird er wieder ziemlich schnell in mir kommen.

Für mich ist es kein Problem. Wenn er in mir ist, nutze ich meine Muskeln, und ich kann kommen, wann ich will. Ich könnte jederzeit kommen, auch während ich diese Geschichte schreibe. Aber es geht besser, wenn er in mir steckt.

Er stöhnt, entweicht mir, zieht seine Unterhose wieder an und greift zu seinen Jeans, zieht auch die an und setzt sich schweigend in den Sessel. Ich wasch mich wenigstens im Schritt, dann setzte ich mich zu ihm und schenke uns ein Bier ein.

„Sollten wir öfter machen“, sagt er schließlich.

„Ja“, ist ein guter Vorschlag.“

Das Fernsehprogramm beginnt bald. Es kommt kein Fußball. Da kann ich wenigsten einen Liebesfilm sehen.


So, und nun sag uns:

- Warum hast du diese Geschichte bis zum Ende gelesen?
- Hat du dich selbst wiedererkannt?
- Oder sagst du: „Nein, ganz so öde ist es bei uns nun wieder nicht?“

Du kannst natürlich auch gar nichts sagen und selbst eine Geschichte schreiben, in der ein Paar sexuell aktiv ist und sich dennoch miteinander langweilt.

Bild: Scherzbild, Klappkarte, historisch.
Text der Story: Isisdora

Geht Befriedigung eigentlich, wenn der Mann angezogen ist?

Hältst du für möglich, einen Mann zu befriedigen, ohne dass er die Hose runterlässt? Eigentlich wollte ich mich im Internet schlaumachen, bevor ich diesen Artikel schrieb. Aber dann erzählte mir ein Mann, wie er als keuscher Jüngling masturbierte, bevor er überhaupt wusste, was Masturbieren ist.

Ich legte mich auf den Bauch, behielt meine baumwollene Pyjamahose an, und rieb meinen Unterleib an dem relativ harten Laken. Dann dachte ich mir etwas aus, von dem ich glaubte, es habe etwas mit Lust zu tun und nach wenigen Minuten kam es mir dann von selbst – ohne die Hand anzulegen.


Nun fragt bitte nicht, warum ein Mann mir so etwas erzählt – ich kann eben gut zuhören, und die Kerle erzählen mir immer etwas mehr als ihren Freundinnen und Ehefrauen. Ich meine – wer stellt sich schon so bloß gegenüber dem Menschen, den er wirklich liebt? Tust du es etwa?

Damals - brav auf dem Sofa sitzen und ihn befriedigen

Später hab ich dann von Frauen über 60 erfahren, erfahren, dass „Petting durch die Hose“ einmal ziemlich üblich war. Da hast du dann mit deinem Freund auf dem Sofa gesessen – na, und da konnte es ja sein, dass jeden Moment die Mutter oder die kleine Schwester hereinkam und euch fragte, ob ihr zum Kaffeetrinken kommt. Und falls das passierte, war es besser, wenn die Hose am Mann blieb. Manche Frauen haben dabei ganz tolle Techniken gehabt, weil sie wussten, wo der Mann besonders empfindlich war und wie sie so etwas ertasten konnten.

Keine Sauerei auf der Kleidung

Klar hatte die Sache noch einen Vorteil: Du musstest dich nicht vorsehen, wegen Spritzern auf der Bluse oder so. Ich hab in meinen jungen Jahren mal einem Mann erlaubt, sich zwischen meinen Brüsten zu befriedigen (ja, ich schämte mich damals, echt), und du kannst dir vielleicht vorstellen, was für eine Sauerei das war. Vor allem im Sommer, wenn du nichts getragen hast außer Bluse und Rock, und wenn du anschließend noch mit der Straßenbahn nach Haus fahren musst. Lassen wir das lieber – niemand denkt gerne an so etwas zurück.

Der Kerl muss selber wissen ob er sich beherrschen kann

Jedenfalls kannst du nichts falsch machen, wenn du einen Kerl durch die Hose stimulierst. Ist ja klar, das weiße, klebrige Zeug bleibt dann in der Unterhose, und er muss sehen, wie er damit zurechtkommt. Kann eine hübsche Idee sein, ihn dabei zu beobachten. Vielleicht versucht er noch im letzten Moment, den Schaden zu begrenzen? Aber du … na ja, du hast die Sache fest im Griff und lässt dich nicht beirren, nicht wahr?

Kannst du darüber schreiben?

Hast du Fantasie? Dann kannst du dir vielleicht vorstellen, wie es ist, einen Gentleman im Nadelstreifenanzug anzumachen, ihn in eine dunkle Ecke zu ziehen und einen hübschen Fleck auf seiner schicken Anzughose zu produzieren. Das vergisst er nie – und du kannst immer sagen, dass du ja gar nichts gemacht hast – schließlich ist es seine Schuld, wenn er sich nicht beherrschen kann.

Eine „schmutzige“ Fantasie? Oder eine, die mal in die Welt kommen muss? Wäre es nicht chic, mal über eine Frau zu schreiben, die einen Mann zur erotischen Weißglut bringt und ihn dann bis auf die Knochen beschämt, weil er so geil war?

Weil wir gerade bei „Fantasie“ sind … hat du jemals daran gedacht, etwas über solche Erlebnisse oder Fantasien zu schreiben? Kannst du dir etwas im Kopf vorstellen, was du noch nie mit jemandem gemacht hast? Und traust du dir zu, so etwas zu schreiben? Lass es uns wissen – wir unterstützen dich bei deinem Vorhaben.

2019 - wir bieten dir etwas an ...

Keine Zensur, aber ein bisschen dezent darf es sein ...
Oh Hallo,

Wenn du dieses Blog liest, könnte es ja sein, dass du ein bisschen an Erotik interessiert bist. Und vielleicht – ja vielleicht hättest du dann auch ein paar Ideen, Vorschläge oder so etwas on der Art. Vielleicht etwas, über das du gerne mehr erfahren würdest? Oder möchtest du gerne mal eine Erfahrung loswerden, die du „unschweinisch“ beschreiben kannst? Möchtest du, dass wir eine Story beurteilen, oder willst du uns gerne auf eine hinweisen, die wir lesen sollten?

Sollen wir dir etwas schreiben oder umschreiben? Dann mal los – her mit den tollen Fragen, Ideen oder was doch sonst bewegt. Es muss authentisch und legal sein, falls wir davon etwas veröffentlichen sollen.

Wir sind gespannt auf dich.

Schreib einfach an:

Madame beabsichtigt, zu strafen

Eine strafende Frau - erschienen 1990 - wirkt aber wie aus den 1950er Jahren
Die „moderne“ Pornografie beschert uns Bilder von dominanten Frauen, die sich wie Huren kleiden oder sich so weit ausziehen, dass der Mann den Respekt vor ihnen verlieren würde, wenn alles real wäre.

In der Anfangszeit der lustvoll dargebotenen Dominanz wurde noch mehr an die Fantasie appelliert. Wir finden ein natürliches, fast nüchternes Interieur vor statt der pornografischen, überladenen Installation eines „Studios“. Statt einer übertriebenen Geste sorgt das „Aufkrempeln“ der Ärmel für Entschlossenheit – und die Strapse zeigen, dass es hier um eine handfeste erotische Züchtigung geht. Und der locker gehaltene „Schlegel“ wird fast bedrohlicher als eine mühsam für ein Foto hochgehaltene Peitsche.

Und du? Regt dich das Bild zum Schreiben an? Versetzt es dich in eine Zeit, als die Fantasien noch im Kopf entstanden?

Das Bild entstammt dem legendären, auf einfachem Papier gedruckten „Ledagramm“ (ca. 1990) © (gegen) 1990 by Leda, San Marcos. .