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Ankündigung zu "Erotik zum Weiterschreiben"

Unsere Kategorie „Erotik zum Weiterschreiben“ war ursprünglich auf anderen Blogs angesiedelt. Damals hatten wir daran gedacht, „Sinnlich Schreiben“ bald wieder aufzugeben, weil es sich nicht rentierte. Mittlerweile haben wir Gründe, das Blog aufrechtzuerhalten und völlig neu zu beleben – auch ohne Kommerz. Deshalb wandern die Artikel „Erotik zum Weiterschreiben“ jetzt auf dieses Blog. Eine Weile existieren sie dann eben doppelt – nicht so schlimm.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir hier nur „gemäßigte“ Versionen veröffentlichen können. Sie „härter“ umzuschreiben sollte eigentlich jedem möglich sein, der sich mit der Sprache von Sinnlichkeit, Erotik oder Pornografie auskennt.

Welche Elemente haben wir in „Opfer der sinnlichen Hexe“ benutzt?

Wer unser Erotik-Fragment „Das Opfer der sinnlichen Hexe“ aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass es Elemente enthält, die im weiteren Verkauf der Geschichte eine erhebliche Rolle spielen könnten. Wem nichts aufgefallen ist, dem kann ich hier wertvolle Hinweise für nahezu jede erotische Geschichte geben.

Was geschah zuvor wirklich?

Wenn du in einer kurzen Geschichte offen lässt, was „zuvor wirklich passiert“ ist, erhöhst du die Spannung, welche Folgen dies haben wird.

Wir haben das mit diesem Satz versucht:

Was war mit mir geschehen? Da war eine Party, sehr viel Alkohol … und eine schöne Frau, die plötzlich zu schreien begann.

Schräglage der Machtpositionen – und die Spannung daraus

Dann haben wir zwei Sätze eingebaut, die klarstellen, wie unterschiedlich die Machtpositionen sind – unser Protagonist schwört zunächst mit einem arroganten männlichen Gehabe, er würde der Frau kein Leid zufügen, falls sie ihn ihn befreit. Sie sagt drauf hin:

Du bist wirklich urkomisch, wie du dir in deinen Fesseln Gedanken darüber machst, was mit mir passieren könnte. Solltest du dir nicht viel mehr Sorgen darüber machen, was mit dir passieren könnte?


Auch diese Frage erzeugt Spannung: Ja, was wird es eigentlich sein? Der Leser ahnt, dass eine „Prozedur“ geplant ist, doch wissen wir noch nicht, welche es sein könnte. Das gibt dir Gelegenheit, diese Szene später wieder aufzugreifen.

Das Dilemma des vermeintlich Gefangenen

Sodann haben wir ein Dilemma eingebaut, das bei Fesslungs- (Bondage-) Storys recht beliebt ist: Das Schlimmste für den Gefesselten ist, wenn seine Peinigerin gar nichts tut oder hinausgeht. Dafür wird alles andere in Kauf genommen. Wenn du planen solltest, eine längere Geschichte zu schreiben, die weniger erotisch ist, aber mehr auf die Empfindungen, Befürchtungen und Erwartungen des gefesselten Jünglings eingeht – dann ist dies der Einstieg in die Gedankenwelt des Gefesselten. Er könnte sich beispielsweise zahllose Szenarien ausdenken, sollte die Peinigerin ihn wirklich zeitweilig verlassen, während er sich mit nichts als seinen Gedanken beschäftigen kann.

Ansätze zur Weiterentwicklung der Story

Der letzte Satz im Entwurf weist darauf hin, dass du die Geschichte als erotisches Märchen (Hexe-Hans), als erotische Strafszene oder als erotische Lustszene ausbauen kannst. Möglicherweise könntest du sogar „sowohl als auch“ wählen.

Befreiung und Auflösung

Fast immer enden derartige Geschichten versöhnlich, und am Ende gar „im Einvernehmen“. Dennoch kann auch der Schluss noch überraschend oder geheimnisvoll gestaltet werden.

Noch ein Satz zur „Auflösung“ des Ansatzes, also der Vorgeschichte: Ob es auf der Party wirklich „einen Vorfall“ gab, ob er inszeniert wurde und ob es tatsächlich nur der Alkohol war, der den Protagonisten betäubte – das kannst du beliebig wählen.

Nun, wie auch immer: viel Erfolg beim Entwurf deiner eigenen Geschichte.

Etwas ging schief – Geschichten über peinlichen Sex

Für wen ist es peinlich, wenn nicht alles wunschgemäß abläuft?
Unerwünschte Sex-Geschichten? Das sind einerseits Storys, die besser nicht an die Öffentlichkeit kommen, weil sie erotische und auch nicht-erotische Handlungen enthalten, die verpönt oder ungesetzlich sind.

Andererseits aber sind es auch Geschichten, in denen ein Misserfolg geschildert wird – oder mal ein bisschen drastischer: Da ging etwas in die Hose, bevor der Reißverschluss geöffnet wurde. Vor allem Männern ist ja alles peinlich, was mit der „nicht vollständigen Funktionstüchtigkeit“ ihrer Genitalien verbunden ist: Zu früh kommen, zu spät kommen, halb steif bleiben und auf „ihre“ Hilfe hoffen oder gar nicht erst „einen hochkriegen“.

Männern ist vieles peinlich - auch wenn sie es nicht sagen

Vor allem „Anfänger“ bekommen immer dann „einen Steifen“, wenn es gerade nicht passt. Morgens, wenn sie irgendwo zu Besuch sind – und die sich ausrechnet dann mit sich selbst vergnügen, wenn die Gastgeberin hereinkommt. Oder wenn die Hose wirklich eng sitzt, sich sein Penis unkontrollierbar hebt und die Dame des Hauses gerade in dem Moment hinsieht. Sollten beide schon zu den „Tatsachen des Lebens“ übergegangen sein, ist sehr peinlich, wenn das Blut in den Kopf steigt, statt in den Penis und der Mann ein Blackout hat statt eines Lustgewinns. Pech auch, wenn die Vorhaut zu eng ist und die Eichel nun mal absolut nicht darunter hervortreten will. Und da haben wir noch gar nicht über die Sauberkeit der Unterhosen und die Hygiene schlechthin angesprochen. Der über die Männer, die ihr Gemächt weniger stolz tragen und eher schamvoll und errötend ihr blütenweißes Unterhöschen abstreifen?

Frauen - Peinlichkeiten vor allem beim Oralverkehr

Für Frauen ist vor allem peinlich, wenn sie schon vorher übermäßig feucht sind oder der Typ unbedingt mit ihnen ins Bett will, sie aber gerade ihre Regel bekommen haben. Naja, und das alles bei ganz normalem Sex. Und bei Oralverkehr? Plötzlich aufkommende Panik oder Ekel, wenn sie es aktiv tut, Harndrang oder Schuldgefühle, wenn sie es passiv tut. Oder auch das, was man heute „squirting“ nennt – eine sehr große Menge Scheidenflüssigkeit tritt hervor und verteilt sich auf dem Laken – vor allem, wenn es in seinem Bett stattfindet. Und manchmal nehmen es auch Frauen nicht so genau mit der Körperpflege, was wieder manchen Männer durchaus gefallen könnte.

Sind peinliche Szenen unerwünscht?

Manchem (und mancher) ist sicherlich gar nichts peinlich. Aber der ganze normale Durchschnittsmensch wünscht sich, dass Scheidenflüssigkeit, Sperma und gelegentlich auch Urintropfen da bleiben, wo sie eigentlich hingehören.

In „rein erotischen“ Geschichten, die ja mehr oder weniger „zum Aufgeilen“ geschrieben werden, sind peinliche Szenen natürlich nicht erwünscht. Aber im richtigen Leben finden sie – vor allem zu Anfang – schon manchmal statt.

Tipp: Auch Männer fürchten sich manchmal vor Sex - und es ist ihnen peinlich

Einen Tipp für euch: Wenn ein Mann sehr unerfahren ist, hat er genau viel Angst vor Oralverkehr (Cunnilingus) wie eine unerfahrene Frau vor Fellatio. Übrigens sind auch Szenen zugleich amüsant und peinlich, in denen eine erfahrene Frau auf eine ältere männliche Jungfrau trifft. Zumal, wenn der Mann nicht zugeben mag, „es“ noch nie wirklich getan zu haben. Ihr ahnt, was wir meinen? Der Typ weiß vielleicht gerade noch, wo die anatomisch dafür vorgesehen Stelle ist, aber nicht, wie genau das „Harte ins Weiche“ kommt. Da helfen „Führungsqualität“ und Reitkünste … und damit lassen wir euch mal allein.

Bild: Anonyme Buchillustration

2019: Lass uns deine Geschichte lesen

Wir lesen deinen Text - sofort
Wir verlegen nicht, wir stibitzen nicht, wir wollen nur, dass ihr das Beste an Worten hervorbringt, was euch möglich ist.

Es gibt Geschichten, die du weder deiner Mutter noch deiner Tochter zeigen möchtest – nicht deinem Mann und nicht deiner Schwester.

Wir sagen dir objektiv, was wir von deinem Text halten. Du brauchst dich nicht um dein Eigentumsrecht am Text zu sorgen: Wir respektieren dein Copyright. Nur, wenn du es möchtest, (und es im Rahmen dieser Publikation möglich ist) veröffentlichen wir Teile daraus.

Lass uns einfach diene Geschichte lesen. Sende uns einen Text mit etwa 300 – 500 Wörtern aus deinem Werk an unsere E-Mail-Adresse. Meistens lesen wir die Texte sofort.

Es gibt keinen Grund, dich zu hindern, uns jetzt den Text zu mailen.

Schreib einfach an:

Ein guter Anfang … einmal ganz anders …

Goldene Regel beim ersten Date ...
Dieser Artikel beschäftigt sich mit Verabredungen. Wenn du ein Date beschreibst, egal, mit welchem Ziel, dann ist der wichtigste Augenblick die Begegnung. Im ersten Fall, den ich euch hier schildere, trifft sich ein lesbisches Pärchen, um sich zu trennen. Auch der weitere Verlauf ist interessant, aber nicht „jugendfrei“, und deshalb soll es uns beim ersten Beispiel nur um eins gehen: um die kurzen Momente, die wir wahrnehmen, bevor ein Wort gesprochen wird. Sodann werde ich euch einen zweiten Fall schildern, der heute jedem Mann passieren kann. Das Motto: „Komm mit und lass dich überraschen, was ich dir alles bieten kann.“

Der erste Fall wurde einem Vorbild nachempfunden

Ich konnte Hyazinths Erscheinung beobachten, als sie die Bar betrat, und ich ahnte bereits, wie unsere Begegnung ablaufen würde. Ihre Körpersprache drücke es aus – unser Gespräch würde schwierig werden. Ich schloss das Buch, in dem ich während des Wartens gelesen hatte, und legte es auf meinen Schoß. Die Haare ihres kurzen, grau gefärbten Schopfs fielen ihr fast in die Augen. Diese Augen sahen sich kurz um, um sich dann auf mich zu richten. Sie kamen auf mich zu und setzen sich abrupt hin, sahen mich an, um sich dann zu senken, wie jemand, der etwas Böses getan hat. Obgleich ich ahnen konnte, was geschehen würde, schlug mein Herz wie wild, so erregt war ich. Oder ich war woanders erregt. Oder vielleicht war mir auch nicht klar, wo sich mein Herz gerade befand.


Als ich dies (1) las, fiel mir ein, dass ein Date nicht immer aus dem gegenseitigen Belauern der sorgfältig frisierten Wahrheiten und dem Einstreuen lustvoller Lügen bestehen muss. Ich vermute, Geschichten über Dates sind deshalb oft so langweilig, weil die Lust, die Begierde oder schlicht die Geilheit geleugnet, ausgeklammert oder verschoben wird. Aus diesem Grund ein zweites Beispiel, in dem sich recht bald eine Wendung andeutet.

Der zweite Fall stammt aus der Praxis des „Datings“

Ich sah auf den roten Samtvorhang, durch den sich jeder kämpfen musste, der die Bar betreten wollte. Meist teilten die Männer den Vorhang mit beiden Händen, gingen durch den schmalen Spalt hindurch, indem sie mit ihrer Masse den Stoff zur Seite drängten, ohne ihn weiter zu beachten. Die meisten musterten mit einem kurzen Blick die Bar, um sich einen Überblick zu verschaffen. Manche hatten hier ein Date, wie ich – andere suchten hier nach schnellen Begegnungen.

Die Frauen traten anders ein: zögerlich, den Vorhang mit den Händen teilend. Die meisten blieben einen Moment stehen, um etwas Bewunderung einzuheimsen – es schadete nie, denn wann immer eine Frau eintrat, richteten sich alle Augen auf sie. Eine kleine, zarte, unbehandschuhte Hand erschien im Spalt zwischen den Teilen des Samtvorhangs, und wenig später trat ein selbstsicheres, sinnliches, neugieriges Gesicht hervor. Da wir kein Zeichen vereinbart hatten, wusste ich nicht, ob es die Frau war, auf die ich wartete – also beobachtete ich, wie sie zur Garderobe ging, den Wintermantel abstreifte und sich sodann umdrehte. Ihr weißer, sinnlicher Hals endete in einem schmalen, aber erregenden Dekolleté, das einen Eindruck von der Schönheit ihrer Brüste vermittelte, ob man dies nun wirklich wissen wollte oder nicht. Sie trat auf mich zu, fragte, ob ich Géza hieße, und nannte ihren eigenen Namen. Dann setzte sie sich, wie es eine Dame tut: graziös und feminin zugleich, wobei sie auffällig, aber nicht aufdringlich ihren Körper betonte.

Bei allen Verabredungen ist es üblich, etwas Small Talk zu machen, bevor man sich auf etwas festlegt. Ein Freund vom örtlichen Sender sagte einmal: Erst vom Wetter reden, dann vom Verkehr. Also begannen wir mit dem Wetter, streiften kurz das Umfeld und standen nun vor der Wahl, unser Leben voreinander auszubreiten oder aber unsere Bedürfnisse. Mein „Date“ fragt aber nach einer überraschend kurzen Zeit: „Was hast du mit mir vor?“ Ich antwortete gentlemanlike: „Das hängt in erheblichem Maße davon ab, was du akzeptieren würdest.“ Sie lachte leise, wie es Damen tun, wenn sie mehr verstandene haben, als gesagt wurde. Ich hatte mit weiterem Geplänkel gerechnet, aber sie sah nur kurz auf, versuchte, mein Gesicht auszulesen und sagte schließlich: „Dann finde es heraus … ich mag Männer, die ohne Joker spielen.“

Ohne Joker? Plötzlich begriff ich, dass ich gerade alles in ihre Hand gelegt hatte. Wer es jemals tat, weiß, dass es für einen Mann kein zurück mehr gibt. Du bist an dein Wort gefesselt, und du musst den Mut haben, alles nach dem Willen der Frau zum Ende zu bringen.


Diese Geschichte lässt sich ganz beliebig dramatisieren … was wird aus unserem Helden? Landet er auf einer Party, soll er an einer Orgie teilnehmen oder an einem Dreier? Führt sie ihn in ein Hotel oder in ihre Wohnung? Und vor allem: Was schenkt sie ihm, und was muss er dafür abgeben?

Um euch etwas aus der Praxis zu verraten: So etwas passiert wirklich – und es kann sich in jede beliebige Richtung entwickeln.

(1) wegen der drauf folgenden, anstößigen Inhalte können wir auf die Quelle nicht verlinken.