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Unheimlich heißer Sex

Wie schildert man eigentlich ein wirklich erregendes Sexerlebnis, sozusagen einen Seitensprung mit Ansage?

Ich neckte ihn ein wenig und ging duschen, er folgte und der heiße Teil des Tages begann. Die Kombination Männer und Wasser finde ich sehr prickelnd.


Klingt wie ein Besuch im Freibad, oder?

Zitat: RTL.

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Abschied von diesem Blog - vorläufig verschoben

Entspannter als zuvor, kämpferischer als zuvor
Es ist niemals gut, mit seinen Leserinnen und Lesern zu hadern. Und weil ich das vermeiden wollte, habe ich hier einmal gesagt, dass ich damit aufhöre, für euch zu schreiben.

Ich dachte, ich hätte mit „Sinnlich Schreiben“ nicht den Nerv, das Ohr, die Fingerspitzen, die Zungen oder auch Vaginen getroffen. Im Gegenteil, so glaubte ich, riefe ich hinaus in die Wüste, und nicht einmal die Schakale heulten, wenn ich schrieb.

Ich habe inzwischen nicht einige Hundert, sondern ein paar Tausend Arbeitsstunden an euch verfüttert, und vielleicht sind ein paar davon verschwendet worden an ein geiferndes Publikum, das ich nicht rufen wollte. Und ja - ich vermisse nach wie vor Lob und Kritik. Wer schon einmal irgendetwas geschrieben hat, weiß: Am meisten schmerzt, nicht wahrgenommen zu werden. Inzwischen bin ich gegen diesen Schmerz immun - das war nicht immer so.

Heute ist es mir wieder relativ gleichgültig, ob ich „ein Publikum“ habe oder „mein Publikum“ erreiche, und ich bin nach wie vor resistent gegen Verdächtigungen über meine Motive.

Ich habe mich auf die angeblichen „Niederungen“ der Erotik eingelassen, und ich halte erotische Werke nach wie vor für Literatur. Als Blogger und Journalist riskiere ich, nicht mehr „ernst genommen“ zu werden. Schriftsteller, Blogger und Journalisten wie ich werden stets beargwöhnt, nicht dem Guten, sondern dem Schlechten zugewandt zu sein. Denn immer noch ist „das Erotische“ etwas, das mit dem Gedanken an eklige, abwertende oder gar „kranke“ Denkweisen in Verbindung gebracht wird.

Doch das Einzige, was wird dagegen tun können, ist etwas zu veröffentlichen, was Sinn hat, gefällt und vielleicht sogar zu mehr Lust beiträgt.

Ja, ich hatte die Nase voll, nicht von Schnupftabak, sondern von einigen Idioten, die mich ignoriert haben. Aber ich habe, wie ihr sicher inzwischen festgestellt habt, dies Blog nicht einfach seinem Schicksal überlassen.

Der Text wurde im Juni 2020 vollständig verändert

Was alles sein darf und wie jemand leben kann

Ich muss mich nicht jeden Tag neu erfinden – das ist ein großer Vorteil. Spätestens beim Frühstück, der ersten Tasse Kaffee und einer kleinen Hundeschnauze lande ich in der Realität, die für mich als Ankerplatz unerlässlich ist.

Auf meinen Streifzügen durch das Internet treffe ich allerdings auf sehr viele Frauen und einige Männer, die sich jeden Tag neu erfinden müssen. Sie sind oft im Zweifel darüber, ob das, was sie tun, wirklich erträglich ist, selbst dann, wenn es durchaus einträglich ist.

Es mag daran liegen, dass all diese Frauen (und vereinzelte Männer) ein ungewöhnliches Leben führen, das hart an der Schmerzgrenze zum Absonderlichen schrammt. Es sind Erotik-Autorinnen, Darstellerinnen, Cam-Girls und vereinzelte dominante wie auch unterwürfige Frauen, die in ihren Blogs durchklingen lassen, was sie empfinden. Und darunter sind eben viele Widersprüche.

Ich halte meine Widersprüche aus – und ich kann ihre Widersprüche ertragen. Und darin sehe ich einen großen Vorteil, wenn ich Artikel aus dem Internet sammle und interpretiere.

Denn jeder und jede soll so leben, wie es ihr und ihm gefällt, und davon soll auch berichtet werden.

Und so kommt es wohl, dass ihr manches lesen könnt, was euch ungewöhnlich vorkommt. Gefällt euch das eigentlich?

Seile und Knoten – körperlich gebunden sein

Fesselung aus Japan auf "brav"
Sich an jemanden zu binden ist nicht ungewöhnlich, zumal, wenn man ihn (sie) zu heiraten beabsichtigt. Sich binden lassen, zumal mit Seilen („preiswert beim Seiler zu erwerben“) ist schon etwas gewagter. Und was macht man dann mit der verseilten Dame? Man fotografiert sie. Angeblich sind die Japaner absolute Fans davon, und auch in Deutschland frönt man der Knotenkunst. Ich lernte, dass man dazu shibaru (縛る) sagt.

Knoten, Voyeurismus und Mütterchen-Pornografie

Außerhalb der voyeuristisch dargebotenen verknoteten Frauenkörper sagt man diesen und anderen Methoden auch nach, sie seien erotisch. Einerseits, weil sich die verknoteten Frauen wie die Fische im Trockenen auf dem Boden wälzen. Auf der anderen Seite aber auch, weil sie wirklich sinnlich sein können. Dazu reicht es aber nicht, wenn auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mann (manchmal auch eine Frau) sitzt, der/die sich daran ergötzt.

Die Leser von „Shades of Grey“ wissen, dass man Aua-Spiele und Seil-Spiele miteinander verbinden kann. Nur zu blöd, dass die Sache mit den Seilen ziemlich lange dauert und ausgesprochen gefährlich ist: Unsachgemäß geknotet können sie zu schweren gesundheitlichen Risiken werden.

Seile und Knoten sind nur optische chic

Titelbild eines Groschenromans
Es gibt natürlich Fesselungen, die bequemer sind, und wer es mag sich ebenso lustvoll wie vertrauensvoll ind die Hände einer Dame oder eines Herrn zu begeben, wird wissen, welchen zusätzlichen „Kick“ dergleichen bieten kann. Und Fesslungen sollten bequem sein, denn es geht ja nicht darum, den anderen (oder die andere) zu quälen, sondern sein/ihr Bewusstsein für die Situation zu schärfen. Falls man sie (ihn) dennoch quälen will, sollte sie (er) wenigstens vorher die Qual der Wahl haben.

Das Problem der Nackten und Gefesselten im Internet

Räusper. Niemand weiß wohl, woher die massenhaft veröffentlichten, unsäglichen Bilder ausgesprochen der Damen im Internet kommen, seien sie nun nackt, angezogen, gezüchtigt, ungezüchtigt, verseilt oder entknotet. Und was die Damen (und vereinzelte Herren) betrifft: Hat man ihnen gesagt, dass sie demnächst in Foren, auf Schmuddelseiten oder ganz normal auf „Fotoportalen“ landen werden? Mit nacktem Gesicht, von anderen Körperteilen mal ganz abgesehen? Und warum lassen sie sich, gebunden oder ungebunden, mit Bildern der Großeltern im Hintergrund und Kinderspielzeug auf dem Boden, fotografieren?

Literarisch geben Fesselungen nach wie vor etwas her

Literarisch, filmisch und so … ja, da reichten die Bilder von kunstvoll gefesselten, teils mitleiderregend zugerichteten, teils sinnlich geschminkten Damen von der Leinwand bis auf den Fernsehschirm. Eine Zeit war es Mode, dass der Held (männlich) eine Sklavin (weiß, weiblich) aus den Händen der Eingeborenen, Beduinen oder Paschas befreien musste. Da konnte man das Leid und die Geilheit in einen Topf werfen. Inzwischen werden die Damen in Kriminalfilmen immer noch gerne verschleppt und irgendwo gefangen gehalten, nur sieht das Ganze nicht mehr so lüstern aus wie früher. Im Krimi quält man dezenter als im Abenteurerfilm.

In der Literatur wird wenig über Männer berichtet, die hübsch gefesselt zur Schau gestellt werden, obgleich es durchaus ein Leser(innen)-Interesse an hübschen, nackten und verfügbaren Männerkörpern gibt. Vermutlich speist sich das Interesse der Leserinnen aus der Vorstellung, die Männer nun beliebig berühren zu können – sei es mit den Fingerspitzen oder den Lippen, einem Federbusch oder einer Peitsche.

Lohnt es sich, die Fesselungen zu beschreiben?

Ob es sich lohnt, über „Bondage“ zu schreiben? Eigentlich kaum. Eher schon über das Gefühl, ein paar Minuten, vielleicht eine halbe Stunde, in völliger Abhängigkeit zu verbringen. Alles, was darüber hinausgeht, überfordert das Vorstellungsvermögen des „normalen Perversen“. Und erst recht das der Hausfrauen, die sich an erotischer Literatur ergötzen.

Ein bisschen sinnliche Furcht gehört zur erotischen Literatur – aber zu viel ist eher abturnend. Und wie war das mit Seilen und Knoten? Also, falls du darüber schreiben willst: Versuch es mal mit Lederfesseln und Karabinerhaken.

Bildherkunft: Unbekannt, Japanerin aus einer Serie, vermutlich gegen 1980, Groschenheft-Titel aus Frankreich, bearbeitet. Mann: Aus einer Zeichnung von Jim Black, dessen wahre Identität unbekannt ist.

Zum Valentinstag

Zum Valentinstag widme ich euch einen Vers aus dem berühmten Gedicht "Das Parlament der Vögel" des englischen Dichters Geoffrey Chaucer.


All dies nenne ich Liebe, wenn meine Gefühle,
Mich staunen lassen, wie wundersam sie wirken.
So heftig, dass wenn ich an die Liebe denke,
Ich nicht mehr weiß, ob ich mich hebe oder senke.


Im Original:

Al this mene I by love, that my felynge
Astonyeth with his wonderful werkynge
So sore y-wis, that whan I on him thinke,
Nat woot I wel wher that I flete or sinke.


Ins Deutsche übertragen von WORTWECHLSER nach der Übersetzung in modernes Englisch von A. S. Kline aus dem Mittelenglischen.