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Faktencheck zur Story "Der Teppichklopfer"

Faktencheck zur Story „Der Teppichklopfer“ - wir stellen nur die Fragen. Recherchieren kannst du selbst - und du wirst bald merken, wie schwer es ist, dabei verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Suchmaschinen meiden Themen wie dieses.

10 Fragen für dich zur privaten Recherche

1. Gibt es Flohmärkte, auf denen Peitschen angeboten werden?
2. Sind „Radfahrerpeitschen“ historisch belegt?
3. Ist es wahrscheinlich, dass sich Frauen oder Männer Peitschen oder andere Schlaggeräte kaufen, die sie voraussichtlich nie benutzen werden?
4. Waren Teppichklopfer jemals allgemein bekannte Züchtigungsinstrumente?
5. Ist es wahr, dass mit dem „Ausklopfer“ überwiegend auf die Unterwäsche, die Pyjamahose oder das Nachthemd geschlagen wurde?
6. Wie wirken Teppichklopfer überhaupt? Was macht sie einzigartig?
7. Warum ist es so schmerzhaft, mit einem Teppichklopfer geschlagen zu werden?
8. In welchen Ländern galt der Teppichklopfer als bevorzugtes Züchtigungsinstrument?
9. Welche Person im Hause nutzte im 20. Jahrhundert den Teppichklopfer zur Züchtigung?
10. Als die „Häusliche Züchtigung“ noch Alltag war: Wurden junge Männer und junge Frauen gleichermaßen mit Teppichklopfern geschlagen?

Die Zeit der mystischen Erotik - JETZT

Alles beginnt mit einem Kuss ...
Was ist die Schnittstelle zwischen der Weihnachtszeit, Covid-19, Erotik und Mystik? Wir ziehen die Verbindungslinien für euch

Nikolaus und seine Gesellen

Zunächst einmal die Weihnachtszeit: Sie reicht „gefühlt“ vom Ersten Advent bis zum „Dreikönigstag“, auch wenn nicht alle Nächte als „Weihnachten“ bezeichnet werden. Zu Anfang finden wir vor allem den Nikolaus als „Bringer“ des Süßen, während seine Gesellen für das „Saure“ zuständig sind. Sie haben viele Namen, aber der Knecht Ruprecht oder der Krampus dürften vielen Menschen geläufig sein. Von wem mehr Erotik ausgeht, hängt von den individuellen Vorstellungen ab.

Der Weihnachtsmann, die guten Gaben und die Rute

Zwischen dem Nikolaustag und dem letzten „Weihnachtsfeiertag (meist der 25/26 Dezember) hat der Weihnachtsmann dann Hochkonjunktur. Speziell, wenn er, müde vom nächtlichen Schlittenfahren, eine Bleibe im Bett reifer Damen sucht. Anders als der Nikolaus, der für die „Drecksarbeit“ sein Geselle hat, straft der Weihnachtsmann höchstselbst. Zu diesem Zweck trägt er als konservativer, gestandener Mann stets eine Rute bei sich – der Traum vieler Damen mittleren Alters, die zu viel „SoG“ gelesen haben.

Die wilde, verwegene Jagd dunkler Gestalten

Auch die Raunächte fallen in die Weihnächte. Nun tauchen wirklich Figuren wildester Art auf, weshalb man Fenster und Türen schloss und die Wäsche von der Leine nahm, wenn sie ins Land einfielen. Wer sein Fensterchen dennoch öffnete, vor allem in Mansardenwohnungen, musste (oder durfte?) mit Besuch der wilden Frauen und Männer rechnen. In manchen Gegenden gab es auch leibhaftige Exemplare, die in Teufelsmasken ihr Unwesen trieben. Auch sie wurden gelegentlich eingelassen – höchst leibhaftig.

Die Raunächte und die Zeit, die kein Datum kennt

Die Raunächte (oder auch Rauchnächte) beginnen und enden regional etwas unterschiedlich, und ein Teil von ihnen wird auch als „Zeit zwischen den Jahren“ bezeichnet. Im Ursprung sind sie zwischen der Wintersonnenwende und dem 6. Januar angesiedelt. Sie fallen auch in die „Zeit zwischen den Jahren“ – also in die Zeit, in der in früheren Zeiten das alte Jahr schon vorbei war und das neue noch nicht begonnen hatte.

In diese Zeit fallen die meisten Begegnungen mit den Gestalten der Finsternis – jedenfalls in der Fantasie der Menschen, die aus Winterstürmen, Dunkelheit und knarrenden Balken gespeist wurde.

Um die Sache noch etwas mysteriöser zu machen, kann man die Begegnungen auf die Zeit zwischen den Jahren“ ansetzen, in der die Gestalten der Nacht auch mehrfach zu Besuch kommen können. Und weil die Ereignisse ja in keinem „echten“ Jahr stattfand, verschwinden die Kratzer, Striemen und Wunden im Verlauf des 6. Januars wie von selbst wieder.

Mysteriös, höchst mysteriös

Der Bogen ist nun gespannt – vom guten Nikolaus und dem lieben Weihnachtsmann, die beide die braven Menschen belohnen, bis hin zum Krampus und unterschiedlichen weiblichen Gestalten, die als Begleiter des Teufels auftreten. Wie üblich in den Vorstellungen des Volkes, verwandeln sie sich in herrliche weibliche und männliche Gestalten, und sie werden in dieser Form dann auch beschlafen oder beschlafen in dieser Gestalt Frauen wie Männer.

Was hat nun die Pandemie damit zu tun?

Gestalten der Fantasie und „fühlbare Geister“ mögen Menschen verführen und beschlafen, aber sie verbreiten keine Viren oder STDs, schwängern niemandem und schädigen meist auch sonst nicht körperlich, Vampire einmal ausgenommen. Als solche sind sie tatsächlich „ideale“ Geschlechtspartner für einsam Menschen. Jedenfalls in den Erzählungen, in denen die Heldin oder der Held nach einer von Erotikträumen schwangeren Nacht mit allen Anzeichen eines vollzogenen Geschlechtsverkehrs erwacht – oder alternativ auch mit Kratzern oder den Folgen der verabreichten Hiebe. Ob du die Mysterien am Ende auflöst oder den Leser in mystischer Verzückung und Unsicherheit belässt, liegt allein an dir.

Schlaraffenland – ein Plot für dich?

Ich stelle euch heute ein modernes Plot vor, das gleichwohl alten Ursprungs ist.

Das Plot geht darauf zurück, sich unendlicher Mühen zu unterziehen, um am Ende in einer Art „Paradies auf Erden“ anzukommen.

Natürlich ist das noch kein vollständiges Plot – er muss ein wenig erweitert werden.

Deine Figur in der Misere

Nimm deine Lieblingsfigur. Ob Frau oder Mann spielt keine Rolle. Sie hat viele Enttäuschungen hinter sich und zahllose Versuche unternommen, der Misere zu entfliehen. Doch dann bekommt sie ein Angebot: Sie muss sich in eine erhebliche Gefahr begeben, um nach einiger Zeit einen paradiesischen Zustand zu erreichen, indem alle ihre Sorgen wie von selbst verschwinden.

Hoffnung: Friss dich durch!

Oder im „Schlaraffenjargon“ zu sprechen: „Du musst erst beweisen, dass du dich ‚durchfressen‘ kannst, dann wird das Versprechen des Glücks erfüllt.“

Verführer, Sektierer, verwirrte Psycho-Gruppen, extreme S/M-Adepten und sicher auch viele Betrüger versuchen diesen Weg zu gehen – real und eben auch in Romanen.

Das Schlaraffenland - erotisch

Verwenden wir den Weg ins Schlaraffenland erotisch, dann klären sich die Verhältnisse schnell:

Unsere Figur ohne Perspektive, aber mit erotischen Wünschen unterschiedlicher Art, trifft auf jemanden, der ihr verspricht, ihr das Paradies auf Erden zu verschaffen. Allerdings muss sie zunächst durch einen „Tunnel“ gehen, in dem sie noch einmal Leid, Entbehrung, Einsamkeit, Erniedrigung oder Schmerz erwartet. Am Ende jedoch, als das Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, kann sie sich alle Wünsche erfüllen, nach denen sie jahrelang gedürstet hatte.

Märchen und Realität - anders ist nicht besser

Immer noch kein Plot?

Erinnern wir uns an ein Lebensprinzip:

Wir erwarten von schmerzlichen Maßnahmen, dass sich alles zum Besten wendet. Doch die Wahrheit ist: Es kann sich zum Besten ändern, deutlich verschlechtern oder gar nichts bewirken. In diesem Fall könntest du eine weitere Variante wählen: Das Neue mag lustvoller sein, aber es ist nicht das, was deine Figur wollte - es ist das, was andere von ihr wollten.

Und nun wird auch klar: Das ist nicht die übliche Cinderella-Geschichte. Nein, die arme, gebeutelte und missachtete Magd wird nicht Prinzessin.

Die Einbahnstraße ins Paradies wird zum Problem

Das Leben am Ende des Tunnels ist zwar anders, aber nicht besser. Und ganz nach dem Vorbild des Schlaraffenlands gibt es auch keinen offensichtlichen Weg zurück – nicht durch den Hirsebrei-Berg und nicht durch die Flucht aus den neuen Abhängigkeiten. Will deine Figur bleiben, muss sie sich der Wollust am neuen Ort hingeben, wo der „Wein selbst ins Maul geronnen“ kommt. Will sie gehen, muss sie neue Risiken eingehen.

Wird es einen Retter geben? Kann sie aus sich selbst die neuen Ketten sprengen, die längst unsichtbar um ihre Handgelenke liegen? Und falls ja, was wird die erwarten, wenn sie in ihre alte Umgebung zurückfindet?

Es gibt durchaus Menschen, die tatsächlich das Paradies gesucht haben, aber dabei in der Vorhölle gelandet sind. Es ist bitter, über sie zu schreiben, weil ihre Schicksale an die Substanz des Schreibers wie auch des Lesers gehen können.

Wenn die Geschichte zugleich sinnlich und versöhnlich sein soll, muss sich der Weg durch den Tunnel, wie auch der Weg zurück, am Ende lohnen. Am Ende steht dann eine Person, die durch ihre Erfahrungen geläutert ist und ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen kann.

Verwendung und Nutzen

Das Prinzip, das hier geschildert wurde, ist nicht unbedingt neu. Wenn du es verwendest: Versuche, die bitteren und die süßen Elemente so zu vereinen, dass die Persönlichkeit deiner Figur am Ende dabei gewinnt.

Der Voyeur und die Dame im Negligé

Das luftige Kleid im Frühling
Dies ist ein Essay, das auf einer Beschreibung des späten 19. Jahrhunderts beruht.

Ihr Körper, in ein leichtes Gewand gekleidet, wirkt wie eine Welle, die eine Schaumkrone trägt. Kaum haben wir eine Welle gesehen, schickt sie uns eine Zweite, wenn der dünnen Seidenstoff abermals über ihren prachtvollen Hintern streicht und die Formen plastisch hervortreten. Der dünne Stoff liegt bisweilen wie der Atem der Sinnlichkeit auf diesen schönen Konturen, gerade soll, als würden sanfte Küsse zwischen beiden ausgetauscht. Dann wieder wird der Stoff von ihrer Bewegung abgestoßen, flirtet mit ihren Schenkeln und flattert im Wind, als wolle er noch mehr von der Schönheit ihres Leibes offenbaren. Und dann und wann erkennt man die geheime Wiege der Lust, scheu und lockig behaart, gerade einen Wimpernschlags lang.

Bild: A. Vallée, "Frühlingsluft", ca. 1920

Vom Teufel zum Love-Bot - der „Altböse“ in der Erotik

Das feurige Herz des Teufels
Der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel - bereitete er mehr Vergnügen als der mit einem Mann? Und so der Teufel dies mehrfach an dir tat, ergab sich jedes Mal ein Samenfluss? (1)

Eines der immer wiederkehrenden Themen der Literatur ist die „Buhlschaft mit den Ausgeburten des Schattenreichs“, wo immer sie sich auch befinden mochten und wie auch immer man sie benannte.

Der Teufel erscheint nicht höchstselbst - er wandelt sich

Dabei kommt der Teufel nicht in der Gestalt des Satans, so wie er oft in Zeichnungen dargestellt wird: Weder gehörnt noch bockfüßig, sondern in Gestalt eines wunderschönen Jünglings. („In eines wackeren Jungen Gestalt“).

Mit großer Wahrscheinlichkeit ging es dem jungen Mann einfach darum, den Geschlechtsverkehr mit der Frau zu vollziehen - von einem Teufel konnte keine Rede sein. Überhaupt bedurfte es ja der üblen Nachrede und der Missgunst, um eine Frau anzuklagen, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Und so wurde unter dem Druck des „Richters“ und seiner Befragungsmethoden aus dem heimlichen Liebhaber der Teufel, der die Jungfrau heimsuchte.

Der Kampf gegen die Volksreligion und das Glied des Teufels

Oftmals wurden Frauen der Teufelsbuhlschaft bezichtigt, die an Fruchtbarkeitsritualen der Volksreligion teilgenommen hatten, namentlich Frühlingsfesten, bei denen die Frauen drogenartige Substanzen zu sich nahmen oder auf der Haut verrieben. Daher kommen die eigenartigen Begriffe für das Teufelsglied, das „Membrum Diaboli“. Die „Richter“ der damaligen Zeit machten sich sehr viele Mühe, um etwas über die „Beschaffenheit“ desselben zu erfahren. Üblicherweise wurden die „Dinger vor dem Leibe“ von den Frauen nicht als hübsch oder mächtig, warm oder lustvoll beschreiben, sondern als „kalt“, „hölzern“ oder „schuppig“.

Der Teufel ohne "echten" Penis?

Selbst, wenn wir für einige Sekunden annehmen, dass der Teufel wahrhaftig ist und irdische Varianten aller Art erzeigen kann, so wäre es absonderlich, wenn er ausgerechnet sein „Membrum“ nicht nach irdischem Vorbild gestalten könnte. Und in der Tat: Die „Sukkuben“ und „Inkuben“ der Literatur, allesamt sinnliche Dämonen, haben durchaus menschliche Penisse oder Vaginen. Begründet wurde dies damit, dass der Teufel jede Gestalt annehmen kann - auch die einer Frau. Warum sollte er auch nicht? Die Welten des Bösen waren - aus der Sicht der Mythen - überall zu finden. Selbst die Lilith, im Volksglauben die „erste Frau Adams“ feierte als dämonische Verführerin Triumphe. Wie später Eva, hat sie eine intensive Beziehung zu einem Baum und einer Schlange, und wie Eva wird sie aus diesem Paradis („dem Weltenbaum“) vertrieben.

Frauen - als die Religionen des Orients das Gute vom Bösen trennten

Im Grunde entstammen die Verführerinnen und Verführer in den altorientalischen Religionen einem Zweig, der später getilgt werden sollte, ohne dass dies jemals gelang. Zwar wurde der Weltenbaum gespalten, doch Lilith entfloh. Zwar erschuf der Christengott die erste Frau aus Lehm, aber sie verschwand spurlos. Zwar war Eva die Inkarnation der „guten Frau“, aber sie sündigte auf Befehl der Schlange, indem sie von der „Erkenntnis“ naschte. Frau und Schlange, manchmal auch eine gefiederte Version derselben und der Einfluss „des Bösen“ wirkten also weiter auf die Welt ein.

Was dem Mathematiker oder Biologen fremd sein mag, ist der Literatur durchaus recht: das Fremde, das Dämonische, das Unwirkliche und Undenkbare in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn die Wesen der Finsternis nicht plötzlich aus ihren Schlupfwinkeln auf die Erde vordringen, dann sind es neugierige Forscher, die sie verfolgen und dabei erwecken oder Künstler, die sie erschaffen und mit Leben behauchen.

Die neue Gestalt des Schattenreichs ist der Computer

In der erotischen Literatur lösen die Wesen der Unter- und Halbwelten Faszination und Furcht zugleich aus - davon leben die Vampir- und Gruselgeschichten. In der neuen Zeit sind sie etwas zurückgetreten - doch ihre Nachfolger sind schon da. Sie fußen auf Pygmalion, der Olimpia von E.T.A. Hoffmann und zahllosen Mythen und Halbwahrheiten über „Bots“ - Roboter, die wirkliche Liebe oder jedenfalls erregenden Sex vortäuschen können.

Jeder Physiker, Biologe oder IT-Fachmann wird dir nachweisen können, dass alles, was darübergeschrieben wird, nichts als böse Märchen für Erwachsenen sind. Denn die wahren „Bots“ sind Maschinen und Menschen, die Bedürfnisse erwecken und verstärken können, ohne sie zu erfüllen.

(1) Fragen des Richters an eine Frau, die der Teufelsbuhlschaft beschuldigt wurde.
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