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Als man Erotik noch wie am Fließband schrieb …

Die Grafik im Titel machte Appetit ...
Als man Erotik noch wie am Fließband schrieb … war sie wirklich mies, eigentlich keine Erotik und oft moralisierend. Dazu ein Zitat:

Kannst du dir vorstellen, welches Honorar du bekommst, wenn ein Buch am Kiosk 25 Cents kostet? Kein Wunder, dass man diese ... Schriftsteller in den 1960ern ... „hungrigen Autoren“ nannte.

Das Heft im Original
Na schön, dieses kostete 35 Cents. Aber wer konnte davon leben? Zumal, wenn sich zwei Autoren das Honorar teilen mussten? Nämlich Leo Rifkin und Tony Norman für „Gutter Girl“ (Gossenmädchen). Später gab es dann noch „Gang Girl“ mit einem ähnlichen Motiv.

Das Thema spielte mit der Fantasie von Männern. Sie nahmen an, dass es in der damaligen Jugendkultur Frauen gab, die „alles“ taten. Der Inhalt der Hefte spiegelte dies ebenso wenig wieder wie die Realität.

Und heute? Manchmal habe ich den Eindruck, Erotik wird auch „frisch aus der Feder heraus“ ohne Verstand geschrieben …

Zitat: ReadersAndWriters


Inzest oder kein Inzest zwischen deiner Figur und ihrem Lover

Erotisches Geständnis bei der "Tante"
Der Artikel "Inzest oder kein Inzest zwischen deiner Figur und ihrem Lover" wendet sich ausschließlich an Schriftsteller(innen). Er enthält keine gültigen juristischen, ethischen oder medizinischen Definitionen sondern spiegelt das Wissen der Zeitgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert wider.

Ich möchte euch heute ein Thema vorstellen, das in der „Isolation“ eine gewisse Rolle spielen könnte, aber immer nur mit der Kohlenzange angefasst wird. Es ist der „bewusst falsch definierte Inzest“. Das ist eine sexuelle Beziehung, dir als Inzest bezeichnet wird, ohne die Kriterien zu erfüllen.

Historisches zum Inzest

Dazu müsste man wissen, was „echter Inzest“ ist, doch schon wird’s schwierig, denn dafür gibt es zahlreiche Definitionen. Beginnen wir mal mit dem Ursprung: Früher sagte man dazu „Blutschande“, was bedeutet, dass sich Blutsverwandte sexuell aufeinander eingelassen hatten. Gemeint waren damit nach allgemeiner lexikalischer Definition:

Der Beischlaf zwischen nahe Verwandten oder verschwägerten Personen.

Die „nahen Verwandten wurden im 19. Jahrhundert so definiert:

Verwandte in auf- und absteigender Linie“ (sowie) „Beischlaf zwischen Verschwägerten in auf- und absteigender Linie (Schwiegereltern und Schwiegerkindern, Stiefeltern und Stiefkindern) oder zwischen Geschwistern.


Inzucht aus der Sicht der Natur

So weit die Natur betroffen ist, geltend die Sätze bis heute, die man in alten Lexika unter „Inzucht“ findet:

Im Allgemeinen die geschlechtliche Vereinigung unter Gliedern derselben Abstammung bei Menschen ... welche in auf- oder absteigender oder in gleicher Linie miteinander verwandt sind.

Heute würden wir eher von "Blutsverwandten" sprechen..

Inzest im Sinne der Juristerei

Sodann wird damit alles als "inzest" bezeichnet, was das Gesetz deines Landes als solchen ansieht. Wenn du das genau wissen willst, musst du einen Juristen fragen oder im Internet recherchieren. In manchen Ländern gibt es ergänzende Gesetze, die solche Beziehungen nicht aufgrund des biologischen Verwandtschaftsgrades, sondern aus sozialen Gründen verbieten.

Inzest im Sinne ethischer Normen

Drittes bezeichnet das Wort „Inzest“ Beziehungen, die als ethisch „inzest-ähnlich“ angesehen werden, auch wenn sie nicht zwischen nahen Blutsverwandten stattfinden. Sie widersprechen in diesem Fall den ethischen oder "ungeschriebenen" gesellschaftlichen Normen.

Inzest im Volksmund

Viertes nennt der Volksmund immer wieder den Vorgang einen „Inzest“, bei dem eine ältere, entfernte Verwandte („Tante“) eine Beziehung mit einem jungen Mann eingeht. Ähnliches gilt für ältere „Onkel“ und jüngere Frauen. Dazu gehören auch Beziehungen zwischen Cousins und Cousinen unterschiedlichen Grades.

Bewusst falsch definierter Inzest

In der Populärkultur, also im Volksmund, unter bildungsfernen Erwachsenen oder im Jargon wird der Begriff „Inzest“ jedoch weiterhin häufig verwendet, um jede Form sexueller Aktivität mit einem Verwandten zu beschreiben. Dabei wird auch nicht unterscheiden, ob es sich um Blutsverwandte, entfernte Verwandte oder um „Nennverwandte“, beispielsweise Nenntanten oder Nennonkels handelt.

Was du als Autorin wissen solltest

Eines der „inzestuösen“ Phänomene, die in erotischen Romanen eine große Rolle spielen, ist der Kontakt zwischen entfernten weiblichen Verwandten mittlerer Jahre und jungen Männern. Dabei werden die Frauen üblicherweise als „Tanten“, die jungen Männer als „Neffen“ bezeichnet. Da eine echte Tante nur die Schwester des Vaters oder der Mutter sein kann, sehen viele Leserinnen darin einen Inzest. Aus historischer Sicht wurden dem jungen Mann aber oftmals „Tanten“ vorgestellt, die in einem sehr entfernten oder gar keinem direkten verwandtschaftlichen Verhältnis zu ihm standen. Insofern waren die meisten „Verführungen durch Tanten“ sicherlich keine inzestuösen Beziehungen.

Geht man davon aus, dass Ehen heute häufiger geschieden werden, und teilweise deutlich jüngere Partnerinnen an die Seite der Männer treten, so können deren Schwestern durchaus im Alter der jungen Männer sein.

Fazit für dich als Autorin

Für Schriftstellerinnen war und ist das Thema „Inzest“ immer eine Herausforderung, zumal dann, wenn gar nicht sicher ist, ob ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Personen besteht. Der Reiz des Ungewissen erzeugt eine emotionale Spannung, sobald sich erotische Kontakte ergeben. In vielem modernen Romanen wird der DNA-Test bemüht, der endgültige Gewissheit gibt, ob ein Paar eng, entfernt oder gar nicht miteinander verwandt ist. Daraus ergibt sich dann Erleichterung oder Enttäuschung, falls man die aufkeimende Liebe vollziehen oder gar heiraten will. Bevor es solche Test gab, wurden oft Geständnisse am Totenbett als Hiobs- oder Freudenbotschaft aufgenommen.

Quellen: Wikipedia (englisch) für heutige Definitionen, Meyers Lexikon und Brockhaus für historische Definitionen.

Hinweis: Für dieses Bild verfügen wir über keine Informationen der Urhebeerschaft - es wurde als "anonymes, handgeschriebenes erotisches Dokument mit Zeichnungen" bezeichnet.

Die Leserin als Zuschauerin von Lust und Schmerz

Die Emotionen der Zuschauer(innen) - alle Schattierungen
Diejenigen unter euch, die noch über „traditionelle Körperstrafen“ schreiben, können ihre Schilderungen mit wesentlich mehr Erotik anreichern, wenn sie einen etwas vergessenen Aspekt wiederbelebten: Die Scham, Lust oder auch die unbestimmten Gefühle, die Zuschauer dabei empfinden.

Ein Beispiel aus alter Zeit, das mindestens manchem als Literatur gilt, ist „Schwester Monika“. Die jungen Näherinnen, die der Züchtigung beiwohnen, „hefteten starr die ihre Blicke auf das Geschäft ihrer Hände“, während eine reife Zuschauerin vom Anblick der Gezüchtigten sexuelle Gelüste bekommt – allerdings sagt sie, sie „schäme sich dabei zu Tode“. Wie in dieser Novelle zeigt sich nahezu überall in der „besseren“ Literatur, was sowohl in den unmittelbar Beteiligten wie auch bei den Zuschauern vorgeht. Die Stimmung heizt sich in eigenartiger Weise auf, wird immer verwirrender, das Schweigen wird beredt, während die Rede verkümmert und nur noch vor Lust oder Schmerz bebende Leiber sprechen. In „Schwester Monika“ wird diese Schilderung relativiert: Am Ende herrscht wieder „Wohlanstand“, und man tut so, als sei nichts geschehen.

Die Schmerzen und Lüste vergangener Tage

Vor Zeugen herabgesetzt zu werden, ist einer der wesentlichen Elemente der Erniedrigung, die eine Strafe an sich darstellt. Dieses Element wird in pseudo-viktorianischen Schilderungen und anderen Flagellations-Romanen aus vergangenen Tagen gerne benutzt. Mal ist es eine kleine Gruppe, mal ein großes Auditorium, das die vollzogene Strafe bestätigen soll. Wobei klar sein dürfte, dass es nur vordergründig um eine „Bestrafung“ geht. Tatsächlich geht es entweder um den Lustgewinn, den die Zuschauer daraus ziehen, oder aber um „gemischte Gefühle“, wenn suggeriert wird: „Der/die Bestrafte könntest auch du sein.“

Zuschauer(innen) werden hochgradig erregt

Wer die Sache rein literarisch sieht, wird sofort erkennen: jeder der Zuschauer(innen) wird ein eigenes Bild vor dem inneren Auge malen, was geschähe, wenn er/sie an der Stelle einer der beiden Protagonisten wäre. Wer nun voyeuristisch denken kann, wird den Genuss schildern, der sich für Voyeure und Voyeusen aus der Betrachtung der Ereignisse ergibt – und dazu gehört mit einiger Sicherheit auch die erotische Erregung der Zuschauer(innen).

Wie schon vielfach geschrieben wurde, übernehmen Frauen sehr oft die Rolle der „Maitresse de Plaisir“, also der Herrin über das Mal sinnliche, mal zweifelhaft Vergnügen. Die Tendenz dazu ist nicht neu – sie resultiert aus dem späten 19. Jahrhundert.

Die Chance, jemanden nackt zu sehen - und seine Gefühle zu teilen

Bekannt dürfte sein, dass ein unverheirateter Mann so gut wie niemals eine Frau nackt sah – selbst die Beine blieben züchtig verhüllt. Doch weitgehend unbekannt ist, dass dies auch umgekehrt galt: Kaum jemals sah eine ledige Frau einen nackten Mann – dabei war das Interesse groß sich wenigstens einmal das bloßgelegte Gesäß anzusehen. Nun, die Züchtigungen der jungen Männer boten dazu willkommene Anlässe, denn während Frauen niemals öffentlich in völlre Blöße gezüchtigt wurden, galt die für junge Männer nicht überall. Dabei spielt vorrangig keine Rolle, ob es sich um reine Fiktion oder Realität handelte – Ziel war, sich einmal völlig ungestört den Unterleib eines (möglichst hübschen) jungen Mannes ansehen zu dürfen. In den 1920er/1930er Jahren, aber auch noch später, gab es zahlreiche Schilderungen von jungen Männern, die unter einem Vorwand entkleidet und anschließend „vorgeführt“ wurden. Es handelte sich nicht immer um Flagellationen, sondern auch um pseudo-medzinische Untersuchungen und dergleichen.

Die Neugierde lässt niemanden los - auch heute nicht

In der erotischen Literatur waren Züchtigungen die ideale Umgebung, um dies zu ermöglichen. Andere Themen, vor allem solche aus jüngerer Zeit, war die Neugier der jungen Frauen in den 1950er und den 1960er Jahren. Ein Teil der Geschichten ist reine Fiktion, ein anderer Teil durchaus glaubwürdig. In dieser Epoche, in der eine „Neue Prüderie“ aufkam, griffen tatsächlich viele junge Frauen zur „Selbsthilfe“, um junge Männer zu überreden, sich vor ihnen nackt zu zeigen, ohne dass es zu geschlechtlichen Berührungen kam. Da in dieser Zeit auch die Züchtigungen neue Triumphe feierten, könnte es durchaus sein, dass Frauen heimlich zeugen wurden, wenn die jungen Männer dafür „die Hosen herunterlassen“ mussten.

Fazit - der Voyeur als emotionaler Helfer der Leser(innen)

Das „voyeuristische“ im Bereich der körperlichen Züchtigung entstand in einer Zeit, als es noch keine echte „voyeuristische Position“ gab, aus der man Züchtigungen betrachten konnte. Geschah alles in der „Privatheit“, so gab es auch keine Zuschauer – der Leser war der einzige Voyeur. Um seine Vorstellungen realistischer zu gestalten, wurden feminine Teegesellschaften und andere rein weibliche Gemeinschaften erdacht, die dann einen jungen Mann oder eine junge Frau „vorführten“. Die möglichen Emotionen, die dabei zum Ausdruck kamen, waren entweder die Lust daran, an der Stelle des Züchtigers oder des Gezüchtigten zu sein, oder die Frucht davor. In vielen Fällen konnte man von „sowohl als auch“ sprechen.

Die beste Idee für Autorinnen dürfte sein, Züchtigungen mit Publikum in die Vergangenheit oder in geheime Zirkel zu verlegen, um diese Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Die erste Liebeserfahrung – ein merkwürdiger Beginn

"Die erste Liebeserfahrung – ein merkwürdiger Beginn" ist eine Erzählung, die nach Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert zusammengestellt wurde.

Eigentlich wollte ich meine ersten echten Liebeserfahrungen mit Marietta teilen, der älteren Tochter einer vornehmen, aber etwas leichtfertigen Dame, die oft „auf Reisen“ war – doch jeder wusste, dass sie diese Reisen nutzte, um ihre Amouren ausgiebig zu zelebrieren. Ihre Töchter hatten die Neugierde und Leichtlebigkeit der Mutter ohne jeden Zweifel geerbt, doch nur Marietta, die gut zwei Jahre älter war, folgte den sinnlichen Spuren ihrer Mutter. Offenbar hatte sich mich dazu ausersehen, ihre Erfahrungen in der Liebe zu bereichern, was mir natürlich schmeichelte. Doch musste ich einige Wochen warten, bis ihre Mutter wieder auf Reisen ging, denn so ungezügelt sie ihre eigenen Amouren zelebrierte, so duldete sie doch niemals, dass sich ihre Töchter in ihrer Anwesenheit in ähnlicher Weise vergnügen würden.

Marietta hatte indessen ihre Pläne verändert. Sie war kürzlich einem Bonvivant begegnet, der nicht nur charmant war, sondern auch die Mittel besaß, sie auf eine Weltreise mitzunehmen – ein Vorschlag, dem sie nicht widerstehen konnte. Sie offenbarte mir dies erst, als ich bei ihr eintraf. Kurz gesagt offenbarte sie mir, sie habe eine Vereinbarung mit ihrer Halbschwester Rosa getroffen, die einen ähnlichen Lebenshunger verspürte. Rosa würde also an ihre Stelle treten, wobei sie sich vergewissert habe, dass ihrerseits die Bereitschaft dazu vorläge.

Nun hatte ich ganz und gar nichts dagegen, Rosa näher kennenzulernen, aber die Art, in der Marietta ihren Vorschlag vorbrachte, erinnerte ich mich zu sehr an einen Kontrakt, der in einem Kontor zwischen Kaufleuten verhandelt wird als an eine Liebesaffäre.

Doch Marietta konnt mich beruhigen: „Rosas Liebesfeuer für dich ist schon seit Langem entbrannt – sie wollte mich aber nicht brüskieren, weshalb sie sich zurückhielt und mir das Feld überließ. Hast du es nicht geahnt?“

Mir kam blitzartig der Gedanke, dass Rosas Charakter im Vergleich viel zu fein und unverdorben war, und ich vermutete zudem, dass sie über erheblich weniger Erfahrungen verfügte als ihre Halbschwester. Durfte man so eine zarte Person überhaupt verführen, auch wenn sie neugierig und verliebt war? Bei allem musste ich sagen, dass ich selbst kaum etwas von der Liebe verstand – allein deshalb war meine Wahl auf Marietta gefallen. Doch nun schien es mir so, als hätte ich gar keine Wahl mehr.

Inzwischen sprach Marietta weiter zu mir, ohne eine Antwort abzuwarten. „Du unterschätzt Rosa, nicht wahr? Alle tun es. Sieh mal, sie war noch nie zuvor mit einem Mann allein, wenn du weißt, was ich meine. Und natürlich weiß sie wenig von der Liebe, aber sie ist mehr als bereit. Ich denke, sie wird dir alles geben, was du begehrst, Ludwig.“

Ich hatte nicht bemerkt, dass Rosa inzwischen den Raum betreten hatte. Wie eine Katze hatte sie sich in ein Sofakissen gekuschelt und vermied, mich anzusehen. Doch ich hatte immerhin ein dahingehauchtes: „Oh ja, Marietta“, vernommen, als der letzte Satz fiel.

„Indessen“, so sagte Marietta nun einschränkend, gegenüber ihren Worten, die sie zuvor an mich richtete, „tut etwas Wein der Absicht gut, die ihr beide hegt, denn dieser Tropfen der Natur regt die Liebe an und verhindert dunkle Gedanken, die euch zunächst befallen könnten.“ Sie ging hinaus und kam alsbald mit einem Tablett zurück, auf dem sich einige köstliche Küchlein befanden und eine große Karaffe eines süßen Weins.

„Ich lasse euch Liebesvögelchen jetzt allein. Habt eine wundervolle Nacht miteinander.“ Kaum hatte sie dies gesagt, verschwand sie lächelnd.

Rosa war neugierig, bereit und doch unsicher und etwas verschämt. Das änderte sich, als sie gut und gerne sechs Gläser des köstlichen Weins getrunken hatte, ohne dass ich sie dazu auffordern musste. Plötzlich streckte sich ihr Körper, ihre Gesten wurden lebendig und ihre Augen begannen zu glänzen. Und ihre anfängliche Scheu, mir liebe Worte zu sagen, war ganz und gar verflogen.

„Tu es einfach, bitte … ich, will es, und du darfst nicht aufhören, auch wenn ich mich … dumm anstelle, hörst du?“

Trotz meiner geringen Erfahrung tat ich das, was ich von der Liebe wusste. Ich legte dazu meinen Arm um ihre Taille und drückte sie eng an mich. Sie musste es erwartet haben, denn auch sie schmiegte ihren Körper nun fest an mich. Ich hatte gehört, dass eine sehr junge Frau vor allem fordernde Küsse benötigt, um auch im Unterleib die Hitze zu entfalten, die sich ein Mann wünscht – und so küsste sich sie heftig und begierig. Es schien ihr zu gefallen, und so wagte ich, etwas mutiger zu werden: Ich öffnete ihre Bluse und schob meine Hand darunter, um ihre Brust zu streicheln. Offenbar erwartete sie auch dies, und sie begann leicht zu seufzen, als ich es tat.

Nach einer Weile nahm ich meine Hand von ihrer Brust und nestelte an ihrem Unterrock, den ich ihr dann hochzog, bis ihre Knie freilagen. Die Haut ihrer Oberschenkel war seidenweich, und ich zögerte keinen Moment, mit meiner Hand weiter vorzudringen.

Rosa hatte die ganze Zeit kein weiteres Wort gesagt. Marietta musste sie entsprechend instruiert haben. Es war nicht üblich, dass eine Frau sagte, was sie sich wünschte, sondern den Mann gewähren ließ, solange sie sich wohlfühlte. Hätte man sie nicht instruiert, so wäre sie wohl verwirrt gewesen und hätte für mich wie für sich selbst alles verdorben. Doch nun, als meine Hand vor ihrer Pforte lag, sagte sie einen einzigen Satz:

„Ich möchte, dass du dich ausziehst, und ich werde es auch tun – ich will die ganze Liebe, die du geben kannst und kein Spiel, wie es junge Mädchen wohl tun mögen.“

… und das war der kleine Auszug aus einer Liebesgeschichte, wie sie vor ungefähr 100 Jahren erzählt worden wäre. Hat sie euch gefallen?

Lesen regt an ...

Lesen ist gefährlich - es kann ungeheuer anregend sein ...
Denk immer an deine Leser(innen), die von deinen Worten angeregt werden wollen ...

Hier: L'amant de Lady Chatterly in einer historischen Werbung für Dessous (gegen 1930)