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Zeig! Uns! Alles!

Zeigt euch ... leert euer Schubladen
Du schreibst über über die Liebe, die Lust oder die Erotik? Und alles für die Schublade? Das muss nicht sein! Wir sehen uns an, was du schreibst, schlagen dir Änderungen und Ergänzungen vor und lesen für dich ein paar Seiten Korrektur, wenn du magst. Es kostet – gar nix, jedenfalls nicht bis zu 900 Wörtern. Wir lieben Worte – das ist alles.

Wir saugen Worte auf, wechseln Worte, schreiben etwas um, wenn du magst – und wir sind auch sonst unheimlich nett zu Autorinnen und Autoren.

Versuch es mal mit uns … du kannst dabei nichts falsch machen. Und wenn du wirklich noch einmal fragst, warum wir das tun – wir lieben Worte so sehr, dass sie uns am Herzen liegen.


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Ein Panoptikum und das Warten auf die strafende Rute

Das Gedicht aufsagen müssen -erotisch
Ich werde ein bisschen stottern müssen, wenn ich mein Weihnachtsgedicht aufsage. Sonst wird mich der Weihnachtsmann nicht bestrafen. Denn dann wäre alles vergeudete Zeit.

Ach, ich habe vergessen, von den Vorbereitungen zu sprechen. Zuerst muss der Tannenbaum geschmückt werden. Dann müssen echte Kerzen dran. Dann ziehe ich mich festlich an. Weiße Bluse, schwarzer Rock. Viel zu kurz, wie damals. Am großen Tisch in der guten Stube sitzen Großmutter und Großvater, daneben Tante Bertholda und Onkel Kasimir. Die Eltern werden nicht kommen, das wäre mir viel zu peinlich. Oh, ihr wundert euch? Meine Eltern sind längst Rentner und fliegen Weihnachten immer auf Teneriffa und genießen dort die Wärme. Und von Großmutter und Großvater stehen die Porträts auf der Festtafel – sie sind schon vor ein paar Jahrzehnten verstorben. Wo Tante Bertholda und Onkel Kasimir abgeblieben sind, weiß ich nicht so genau, aber ihr Foto steht ebenfalls auf dem Tisch.

Nun denkst du vielleicht, diese Personen wären gar nicht anwesend, weil da nur die Fotos stehen? Ich versichere dir, sie werden dort sein, sobald der Weihnachtsmann hereinkommt. Die Großeltern werden sich über mich freuen wollen, weil ich eine so schöne, glockenhelle Stimme habe. Tante Bertholda ahnt wohl, dass ich etwas vorhabe. Schließlich sagt man ihr nach, sie habe eine „eigenartige Vergangenheit“. Und Onkel Kasimir bekommt immer Stielaugen, wenn er meinen kurzen Rock sieht.

Ich zünde alle Kerzen an, und schon tappst ein Bär die Treppen herauf – das ist er, der Weihnachtsmann! Er betritt die „gute Stube“ und schon duftet alles nach Äpfeln, Rheinwein, Rum, Braten, Kerzen, Tannen und einem extrem süßlichen Damenparfüm. Das hat Tante Bertholda über sich geschüttet.

„Hast du denn auch dein Weihnachtsgedicht brav gelernt?“ Ich nicke. „Dann wirst du es jetzt aufsagen“ kommt die scharfe Stimme von Tante Bertholda. Ich stelle mich in Positur: Lichterglanz in den Augen, ein holdes Lächeln, zwei Knöpfe der Bluse frech geöffnet, mit viel zu kurzem Rock und völlig unpassenden High Heels. Ich beginne noch ganz forsch:


Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Frauen jahraus, jahrein
Stets harren in süßer Lust und Pein.

O schnuckelige, wilde Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Geilheit …
Äh … wie in jedem Haus teilst du auch hier.
Die Gaben aus und spielst Klavier



An dieser Stelle muss ich mich hilflos umsehen, und Tante Bertholda wird keifen „Sie macht es absichtlich, sie macht es absichtlich!“

Der Weihnachtsmann wartet ein paar Minuten geduldig, dann sagt er: „Du weißt aber, was böse Mädchen erwartet, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen? Willst du es nicht noch einmal versuchen?“ Er schweigt einen Moment, verbirgt ein Lächeln hinter dem Bart „Sonst muss ich die Rute herauszuholen, und sie wird … sehr, sehr schmerzhaft auf deinen süßen Hintern treffen.“

Tante Bertholda wendet sich nun an Onkel Kasimir: „Das ist doch, was du wolltest, du Lustmolch?“ Und Onkel Kasimir bekommt nun tatsächlich Teleskopaugen, und der Rotwein läuft ihm aus dem Winkel seines schiefen, faltigen Mundes.

Ich senke den Kopf. „Ich habe das Gedicht nicht gelernt“, sage ich zum Weihnachtsmann. „Ich habe die Rute verdient.“ Dabei drehe ich ihm meine Kehrseite zu und bücke mich. „Überzeug dich, dass es sich lohnt.“

Die Großeltern sind sitzen geblieben. Stocksteif. Tante Bertholda knetet an meinen Hintern herum und Onkel Kasimir hat sich einen Stuhl besorgt, damit er auch alles genau mit ansehen kann. „Köstlich, ganz köstlich“, flüstert die Tante, „das wird ein hübsches Bild abgeben, wenn dieser wundervolle Hintern von der Rute geküsst wird.“

Es riecht plötzlich nach dieser ekligen Mischung aus Chlor, Eau de Cologne und schimmelnden Wänden. So roch es überall bei Großmutter, außer in der „Guten Stube“, wenn es Weihnachten war. Da duftete es nach Zigarren, Wein, Jamaikarum und Braten und nach dem süßlichen Parfüm der Tante. Da soff Onkel Kasimir und bekam Stielaugen, wenn ich den kurzen Rock trug, und die Tante dachte an ihre bewegte Vergangenheit. Und nun stehen sie da wieder auf dem Tisch, und der Weihnachtsmann ist zurück auf das Poster an der Wand gewandert. Das Harren auf Lust und Pein erfüllt sich nicht alle Tage. Aber träumen wird man doch noch dürfen?

(Foto © ?? unknown) Übernahme aus der Liebeszeitung

Den Kelch der Liebe entdecken

"Den Kelch der Liebe entdecken" ist eine erotische Kurzgschichte in 100 Wörtern, in der Genitalien mit keinem Wort erwähnt werden.

Sie platzierte ihre Beine mit abgewinkelten Knien so, dass mein Blick auf ihre rosige Blüte fallen musste. Ich schwieg. „Gefällt sie dir? Sieh mal, wie sie aufblüht für dich. Sag, dass du sie magst!“
„Sie ist schön.“
„Sonst nichts? Merkst du nicht, wie sie duftet?“„
„Oh doch, ich mag den Duft.“

„Warum kommst du mir dann nicht näher?“
Ich trat näher und sah ihr in die Augen.
„Geh auf die Knie. Wenn du sie magst, dann zeig mir, wie du sie verehrst!“

Sie lehrte mich schnell, wie man den süßen Kelch der Blüte verehrt. Und ich wurde ihr gelehriger Schüler.

Das Bekenntnis einer Cougar

Dies ist die Geschichte einer Cougar – wir wissen nicht, ob sie wahr ist oder nicht, aber sie wurde uns von einer Dame erzählt, bei der alles passt: Alter, Schönheit und ein Schuss Frivolität. Wir haben die bewährte Feder von Isidora genutzt, um die Geschichte nachzuerzählen.

Wie viele Männer ich hatte? Das tut nichts zur Sache. Ich erzähle euch lieber, wie ich den süßen, schüchternen Jungmännern dazu verhelfe, in den feuchten Märchenwald der Lust einzutauchen. Und weil ihr fragt: Oh ja, ich habe eine ganze Sammlung davon. Denn ich bin die Märchenfee, die dem Jungmann seinen geheimsten Wunsch erfüllt: endlich mit einer schönen, reifen Frau intim zu werden.

Ihr kennt diese Männer. Sie studieren hart, sitzen nächtelange über Büchern, wissen etwas über Philosophie, Shakespeare, Mathematik und Algorithmen. Sie haben keine Zett zum Duschen, keine Zeit, sich chic anzuziehen, ja nicht einmal Zeit, richtig gut zu essen. Und sie hatten nie Zeit, ihre „Jungmannschaft“ zu verlieren. An niemanden.

Oh, ich kann über alles sprechen, und das erfreut sie. Mit einer schönen Frau zusammen zu sein, die ihre Sprache spricht. Das ist mein Geheimnis. Sie fragen nicht nach meinem Alter, und bitte – fragt mich auch nicht. Selbstverständlich sagen sie artig „ja“, wenn ich sie einlade. Und dann versuchen sie auch, etwas Hübsches anzuziehen und duschen sich. Meistens wissen sie gar nicht, was sie erwartet. Oft versprechen sie sich nur eine Fortsetzung eines wundervollen Gesprächs.

Doch sie werden mehr bekommen, viel mehr. Ich mache sie glücklich. Ich bin ihre Erlöserin. Ihre Augen strahlen, wenn sie zu mir aufsehen, während ihr Lippen meine Brüste küssen dürfen. Sie sind so süß, wenn sie merken, dass ich es ihnen nicht verwehre, nutzen die günstige Gelegenheit.

Ich trage Blusen zum Aufknöpfen. Es entspricht am besten ihren Fantasien: Sie wollen die Knöpfe lösen, um die Brüste darunter zu entdecken. Und dazu weite, knielange Röcke. Das inspiriert sie. Jungmänner mögen Frauen, die Röcke tragen. Und natürlich trage ich ein Höschen, das sich seidenweich anfühlt. Die Sache mit dem Höschen ist wichtig. Wenn ich es langsam herunterziehe, sehen sie zum ersten Mal aus der Nähe, wovon sie immer geträumt haben: den geheimnisvollen Ort, der die Liebe erst schön macht. Ein Ort, der bereits für sie ist, der auf sie wartet. Das ist nicht der Ort, den sie schon einmal auf YouPorn gesehen haben. Das ist ein realer, weicher Landeplatz mit einem wundervollen Duft. Wenn sie ihn sehen und befühlen dürfen, wollen ihn die meisten Jungmänner küssen. So, als wären sie endlich am Ziel ihrer Reise angelangt.

Manchmal muss ich sie dran erinnern, dass es noch mehr an mir zu entdecken gibt, viel, viel mehr. „Schau mich an … entdecke alles an mir … wie fühlst du dich? Magst du es? Du willst doch noch mehr, oder?“

Nein, nein … das, was du jetzt tust, ist nicht dein Ziel. Du genießt es, wie ich dir dir Gelegenheit biete, und das ist nicht schlecht. Aber du weißt nicht recht, wohin mit deinen Händen … das merke ich doch. Deine Hände gehören mir, also lass sie weg von „ihm“. Dies hier ist das richtige Leben. Du willst es och nicht wahrhaben. Aber ich bin hier, ich bin real, und ich will es wirklich. Schon komisch, wie die Jungmänner zögern.

„Ja“, sage ich. „Ich will es jetzt und ich will es hier. Sofort. Du hast doch keine Angst vor mir?“ Ich öffne meine Schenkel dabei ein wenig. Ein sanftes, unterdrücktes Stöhnen macht sich jetzt gut. So etwas erwarten sie einfach. Und dann hauche ich noch: „Geh sanft mit mir um, bitte.“ Dann glauben sie, ich wäre selber ein wenig ängstlich, und sie vergessen ihr Unerfahrenheit. Was dann kommt? Die Hälfte der Jungmänner ist so aufgeheizt, dass sie sich sofort ergießen. Aber das muss ja nicht das Ende sein, wie du sicher ahnst.

Ich lasse hier mal etwas weg, dies ist ja kein Lehrgang, wie du am besten einen Mann entjungferst. Aber ich flüstere dir noch etwas ins Ohr: Sage nie einem Jungmann, dass du ihn für einen Jungmann hältst. Schenk ihm einfach alles, was du ihm schenken kannst … und so viel verrate ich dir: Mit jedem Mal wird die Sache auch schöner für dich.


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