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Madame beabsichtigt, zu strafen

Eine strafende Frau - erschienen 1990 - wirkt aber wie aus den 1950er Jahren
Die „moderne“ Pornografie beschert uns Bilder von dominanten Frauen, die sich wie Huren kleiden oder sich so weit ausziehen, dass der Mann den Respekt vor ihnen verlieren würde, wenn alles real wäre.

In der Anfangszeit der lustvoll dargebotenen Dominanz wurde noch mehr an die Fantasie appelliert. Wir finden ein natürliches, fast nüchternes Interieur vor statt der pornografischen, überladenen Installation eines „Studios“. Statt einer übertriebenen Geste sorgt das „Aufkrempeln“ der Ärmel für Entschlossenheit – und die Strapse zeigen, dass es hier um eine handfeste erotische Züchtigung geht. Und der locker gehaltene „Schlegel“ wird fast bedrohlicher als eine mühsam für ein Foto hochgehaltene Peitsche.

Und du? Regt dich das Bild zum Schreiben an? Versetzt es dich in eine Zeit, als die Fantasien noch im Kopf entstanden?

Das Bild entstammt dem legendären, auf einfachem Papier gedruckten „Ledagramm“ (ca. 1990) © (gegen) 1990 by Leda, San Marcos. .

Wie erotisch ist eigentlich ein Finger?

Leidenschaftliches Einsaugen
Fingererotik? Wer hätte davon gehört? Und doch spielen die Finger in der Lust, der Sinnlichkeit und letztendlich auch in der Sexualität eine enorme Rolle. Diese Version unseres Artikel wendet sich an Autorinnen und Autoren, die gerne wissen würden, sie sie „das Vorspiel vor dem Vorspiel“, also sozusagen das erotische „Amuse-Gueule“ sinnlicher gestalten können.

Die Lust am Finger

Sehen wir mal: Die größte unserer erotischen, zumindest teilweise erogenen Zonen ist die Haut. Positiv haben wir sie durch sanfte Berührungen erfahren, zuerst durch direkten Körperkontakt, dann durch streichelnde Hände. Die Brustwarzen (jedenfalls bei den meisten Frauen) wurden zum ersten Mal durch Münder berührt, dann aber eben auch durch die Finger, die sanft darüber strichen. Vulva, Vagina und Penis erforschten zuerst die Finger, bevor auch nur eine Zunge oder ein entgegengesetztes Geschlechtsteil die Berührung wagen konnte. Auch die manuelle Befriedigung wurde oftmals zuerst am Finger erprobt – ähnlich wie das Vortasten am fremden Körper, um dem anderen erste Lüste zu bereiten.

Wer am Finger eines anderen Menschen saugt oder sie beleckt, gilt als unterwürfig. Und bevor je ein anderer Körperteil oder Gegenstand die Rosette passieren dufte, bahnte sich ein Finger den Weg.

Lust auf Lutschen
Wäre es da nicht an der Zeit, dem Finger mal etwas mehr Bedeutung zuzumessen?

Frauen wissen oder ahnen, dass es für den Mann einen besonderen Reiz hat, wenn sie ihren Zeigefinger zum Mund führt: Jeder Mann denkt dabei an die Möglichkeit, Oralverkehr mit ihr auszuüben. Statt am eigenen Finger zu lutschen, kann sie auch an den Fingern ihres Lovers lutschen – durchaus in der Art, in der sie den Oralverkehr sonst praktizieren würde.

Was hat der Mann davon, Frauenfinger zu schlecken?

Wenn der Mann die Finger der Frau „ablecken“ soll, kann dies mehrere sinnliche Gründe haben:

1. Allgemein als Zeichen seiner Unterwürfigkeit.
2. Um auf seine Fähigkeit hinzuweisen, die Klitoris zu verwöhnen.
3. Als Indiz dafür, dass er homosexuelle Lüste empfindet.
4. Um eine „Probe“ ihres „natürlichen Parfüms“ zu schmecken.
5. Nach einem Handverkehr als „Dankeschön“.

Lüste und Assoziationen

Dabei kann „sie“ einen oder mehrere Finger einsetzen. Da die Assoziationen bei jeder Frau und jedem Mann etwas unterschiedlich sind, können solche „oralen Lüste“ auch höchst unterschiedliche Emotionen freisetzen. Aus diesem Grund sind orale Spiele mit Fingern immer etwas spektakulär. Es gibt folgende Varianten:

• Der Finger taucht vorher in eine Flüssigkeit oder eine flüssige Masse ein – das kann theoretische alles sein, von Honig bis zum „Naturparfüm“ der Frau.
• Der nackte Finger berührt die Lippen – nichts sonst.
• Der nackte Finger streichelt nur die Zunge, die zu diesem Zweck herausgestreckt werden muss.
• Der Finger ahmt den Oralverkehr nach.
• Statt des nackten Fingers wird ein Latexhandschuh verwendet.

Finger-Lüste als sinnliches Programm

Berührungen mit der ganzen Hand oder einzelnen Fingern werden oftmals nicht als Vorspiel, sondern als eigenständige erotische Aktion ausgeführt. Dabei wird der Partner zumeist dran gehindert, „mehr“ zu verlangen, beispielsweise, indem er sich ans Bett fesseln lässt. Auf diese Weise bekommt er nur die erotischen Finessen der Finger zu spüren – und nichts sonst. Eine ähnliche Erfahrung machen Frauen und Männer bei erotischen Massagen, bei denen ja auch die Finger die Hauptrolle spielen.

Der Vollständigkeit halber will ich erwähnen, dass mit Fingern auch Druck und Zug ausgeübt werden kann, und dass die Fingernägel von manchen dominanten Frauen genutzt werden, um die Haut zu zerkratzen.

Die sinnliche Liebe zu einem Roboter

Einer der Ersten, der sich mit der Liebe zu einem Roboter beschäftigte, war niemand Geringeres als der Dichtermusiker Ernst Theodor Amadeus Hoffmann.

Hoffmann benutzte einen Kunstgriff: Kaum jemand würde einen Automaten in Frauenkleidern, der ein bisschen singen konnte, für eine lebendige Person halten. Und dies nicht einmal dann, wenn die Töchter der guten Gesellschaft ebenfalls gezwungen waren, sich wie Automaten zu bewegen. Also musste die Sichtweise von Hoffmanns Held verändert werden. Das tat nun „buchstäblich“ ein Gerät, dass „Sichtweisen“ verändern kann: ein Taschenperspektiv, eine Art Fernrohr für Opernbesucher.

Dieser Perspektiv war allerdings mit Zauberkräften gesegnet, sodass der Held den Automaten nicht nur näher und klarer, sondern auch lebendig und durch und durch menschlich zu sehen vermochte.

Eine Welt der Illusionen

Symbolisch steht das Perspektiv also für einen Liebeszauber besonders infamer Art. Heute würde man sagen, Hoffmanns Held sei einer Illusion verfallen. Doch so seltsam diese Illusion auch aufgebaut ist – auch sie kann ohne Probleme ins 21. Jahrhundert übertragen werden. Sowohl beim sogenannten Online-Dating wie auch beim Cybersex oder der online ausgeführten Dominanz gibt es Figuren, die „als sie selbst“ gar nicht existieren, und die dennoch ständig die Illusion erzeugen, Zuneigung schenken zu können.

Schwarze udn weiße Magie als Vorläufer

Bevor man mechanische Maschinen bauen konnte, die „etwas taten“, wie etwas musizieren oder schreiben, mussten Geistererscheinungen an ihre Stelle treten, hinter deren Gestalten zumeist der Teufel höchstselbst stand. Dieser und die von ihm ausgehende „schwarze Magie“ wurde lediglich ergänzt durch die „weiße Magie“ der guten und edlen Geister, wie wir sie beispielsweise in den Feen finden.

Die Lust, mit dem Teufel zu buhlen

Dem Teufel wurde beispielsweise die Eigenschaft zugeschrieben, sich in eine überaus attraktive, verführerische und durchaus „beschlafbare“ Frau zu verwandeln. Im Mittelalter entstand daraus die Mär vom Succubus, einem weiblichen Dämon, der die Männer nächtens um Sperma erleichterten. Sie wurden in zahllose literarische Werke eingearbeitet.

Und der vögelnde Roboter?

Auch heute sind erotische Dämonen in unterschiedlichster Gestalt weit verbreitet. Von ihnen geht eine gewisse „schwarze Romantik“ aus, die vor allem von Frauen außerordentlich geliebt wird. Der Sexroboter hingegen kommt bestenfalls in Utopien vor („Western World“, um das bekannteste Beispiel zu nennen), und die Bewunderer solcher Maschinenwesen sind größtenteils Männer.

Wer heute über solche Roboter schreiben will, tut gut daran, dem Beispiel Hoffmanns zu folgen. Es gibt im Hintergrund einen Marionettenspieler, der diese Figuren erschafft, und nur deine Heldin (oder dein Held) verfällt dem mysteriösen Charme dieser Kunstfigur – und nur für sie (ihn) wird diese Figur real.

Illusionen - jeden Tag neu und aktuell

Solange keine „Realbegegnungen“ stattfinden müssen, ist die Illusion dieser Roboter leicht zu erzeugen: Du könntest einen Roman über einen Menschen schreiben, der sich in einen „Chatbot“ verliebt. Nimm an, ein infamer Programmierer entdeckt, dass ein bestimmter Benutzer ständig „nach mehr“ fragt – und er programmiert das Script nun so, dass der Benutzer seine intimsten Geheimnisse verrät. Parallel dazu könnten Animateure auftreten, die eine ähnliche Existenz in einer Pseudo-Realität schaffen.

Ich verrate euch dies: Ganz abwegig ist das nicht. Es passiert bestimmt in diesem Moment irgendwo auf der Welt.

Das Spiel mit der Erotik - und die Realität

Wenn die Hüllen einmal gefallen sind ...
Der Beitrag "Das Spiel mit der Erotik - und die Realität" soll dazu dienen, dir eine Möglichkeit zur Darstellung von Halbweltdamen, Stripperinnen, Prostituierten, Escorts, Dominae und anderen erotischen Dienstleisterinnen vor Publikum und Einzelpersonen zu geben. Er könnte dir auch dabei helfen, deine Figuren lebendiger zu gestalten.

Das Zitat, mit dem ich euch heute auf mein Thema einstimmen werde, stammt von Adrianna Taylor (1) . Deren Einstellung und Vorbild ist in vieler Hinsicht typisch für Frauen, die „erotische Darstellungen“ vermarkten. Und es ist darüber hinaus interessant für dich, wenn du erotische Literatur schreiben willst:

Als Kind war ich ein Mauerblümchen, und ich musste Schauspielunterricht nehmen, um aus diesem Schneckenhaus zu entfliehen. Ich lernte, Charaktere zu erfinden und ihnen eine Persönlichkeit wie auch einen Lebenszweck zu geben.


Ich hörte und las diese Art von Lebensgeschichte, die im Übrigen real ist, schon häufig in ähnlicher Art, und ich weiß, dass sie viele von euch befremdet. Ist nicht das Lebensziel nahezu aller Menschen, authentisch zu sein?

Authentisch sein - die Illusion der Oberschicht

Ja, wenn man Psychologieprofessor ist oder einen einschlägigen Bestseller geschrieben hat. Vielleicht, wenn man viel Mut hat und das Lebensschiff beherzt durch hohe Wogen zu lenken vermag. Nein, wenn die Gespenster des Alltags jeden Morgen mit dir aufstehen.

Die Wahrheit: Rollenspiele wechseln mit authentischen Phasen

Die meisten von uns Menschen spielen jeden Tag irgendeine Rolle – natürlich auch der Psychologieprofessor. In den Armen seiner Geliebten ist es ein anderer als in der Vorlesung, und wenn er ein größeres Darlehen aufnehmen will oder gerade bei einer Charity-Organsisation um Spenden wirbt, noch mal eine dritte oder vierte Rolle. Die Frage ist lediglich, mit welcher Rolle er sich am besten identifizieren können. Dann sagt er: Oh ja, in dieser Rolle bin ich authentisch.

Die erotische Dienstleisterin, und "seriöse" Berufstätige

Eine erotische Dienstleisterin ist niemals authentisch, jedenfalls nicht in der Rolle, in die ihr Klient sie sieht. Sie vermittelt ihr Rollenbild, passt es an die Wünsche ihrer Kunden an und sie kann dies auch für längere Zeit durchhalten. Dies teilt sie übrigens mit vielen Angehörigen der “seriösen“ Berufe, insbesondere solchen mit Publikumsverkehr. Es ist gut, das zu wissen. Und sicher kennst du auch eine Person, die schon mal im echten Leben glühende Leidenschaft geheuchelt hat. Oder einen „Orgasmus gefakt“, wie man heute sagt.

Die Figuren erotischer Romane - auf Rollen reduziert

Auch die Personen in erotischen Romanen sind nicht authentisch. Sie werden noch mehr auf ihre Rollen reduziert als jeder reale Mensch. Ihr werdet schnell herausfinden, dass die weiblichen Figuren mit ihrem Slip auch sehr schnell ihre Überzeugungen von Orientierung, Liebe oder Treue ablegen. Und die Männlichen tun es ihnen gleich, sobald ihnen ein paar nackte Brüste angeboten werden oder ihre Hose auf Halbmast gezogen wird. Dann geht alles nur noch darum, den Vollzug voranzutreiben, bis die Spermaflüssigkeit auf Bauch und Laken spritzt – möglicherweise auch in eine feuchte Höhlung. Die Figuren sind im Ausnahmezustand, wie in der Realität, aber dennoch merkwürdig reduziert auf ihr Handeln, auf Hände, Zungen, Lippen, Penisse und Vaginen. Gewiss, das müsste nicht so sein - aber das wäre ein anderes Thema, das mehr Platz einnehmen würde.

Du - das Privileg, als Autor(in) nicht auf nackt auf der Bühne zu stehen

Was bedeutet das für dich? Der Hauptunterschied zwischen dir und deiner Figur besteht darin, dass du den Slip anbehältst oder der Hosengürtel verschlossen bleibt. Und doch musst du in deine Figur hineinkriechen und erfühlen, wie sie denkt und handelt. Und wenn sie dich auf Abwege führt (was sollte sie sonst tun?), dann musst du ihr folgen. Am Ende geht es dir dann so, wie einer Schauspielerin, die gerade eine Schlampe oder Mätresse gespielt hat: Du bist wieder du selbst und nimmst den Beifall entgegen.

Die Realität selbst? Denk erst gar nicht daran. Du zerstörst dir, deiner Figur und deiner Leserin die Illusion, dass alles möglich ist. Und das wäre wirklich Schade für jemanden, der Erotik schreiben will.

(1) The Story of Control, Berkshire 2014

Wenn du eine Story über Dominanz schreiben willst …

Seit Jahren die alte Thematik ... udn doch immer neu
Ich beginne normalerweise nicht mit einem Zitat (1), aber in diesem Fall will ich es tun.

Was diese hoch spezialisierten Treffpunkte eint, von einem dunklen S/M-Verlies bis zum Schönheitssalon für Transvestiten, ist die Vorliebe für das Rollenspiel. Hier wandelt sich die Sex-Branche in ein Theater.


Die sexuelle Abweichung, die Dominanz und das Theater im Kopf

Es ist gut, en Gedanken eines Bühnenstücks oder einer Aufführung im Kopf zu behalten – gleich, über welche Art der sexuellen „Abweichungen“ du schreiben willst. Die Sichtweise hat den Vorteil, dass du dich zurücklehnen und entspannen kannst, wenn auf deiner Bühne ein Mensch Lust und Schmerz im Wechsel oder auch manchmal zugleich durchlebt, während ein anderer dafür sorgt, dass die Show problemlos und konsequent abläuft. Du kannst natürlich auch intensiv mitfühlen. Aber immerhin: Es steht dir frei, die Szene aus jeder beliebigen Perspektive zu beleuchten.

Drei Szenarien, die häufig genannt werden

Generell gibt es drei Szenarien, die sich deutlich voneinander unterscheiden:

1. Die professionelle Herangehensweise: Die Person „A“ (Klient) bezahlt dafür, dass die Person „B“ (Fachkraft) die Prozeduren nach nach festgelegten Regeln ausführt.
2. Die zufällige Begegnung: Die Person „A“ (naiv, aber offen) lässt sich darauf ein, dass die Person „B“ (Enthusiast) sie nach recht flexiblen Regeln in allerlei „sexuelle Abweichungen“ einführt.
3. Der Wunsch eines Ehepartners, der andere möge sie/ihn im Rollenspiel dominieren.

Es gibt andere Szenarien – sie sind aber entweder deutlich unglaubwürdiger als die genannten, oder sie gleiten in ein Milieu ab, in dem kriminelle Machenschaften die Freiheit einer Person nachhaltig beschneiden. Daran sollte sich nur versuchen, wer ganz bewusst für die einschlägige Szene schreibt und weiß, was dort gefordert wird.

Spektakulär - Lebenshunger trifft auf Verführungskunst

Die spektakulärsten Geschichten entstehen aus der Situation, die ich unter (2) geschildert habe. Dabei tritt eine Person als neugierige, lebenshungrige und recht naive Person auf, während die andere über Erfahrung, Ideenreichtum und Verführungskunst setzt. Üblicherweise wird nach der „Salamitaktik“ verführt, also scheibchenweisen, wobei nach und nach immer „größere Stücke“ von der Salami gefordert und geschenkt werden. Mit anderen Worten: Mit jeder vollzogenen „Perversion“ wird die Rückkehr zur Normalität schwieriger. Das Thema wird sowohl literarisch verbrämt (9 ½ Wochen. SoG, Secretary) behandelt, wie auch pornografisch aufbereitet. Doch im Grunde verbietet es sich, das Thema ausschließlich pornografisch zu behandeln, denn dadurch entstehen zumeist nur die üblichen „Anreihungen anzüglicher Ereignisse“. Eine typische Leserin will aber vom Thema fortgetragen werden und mit deiner Figur – sei sie „oben“ oder „unten“ – mitfühlen oder mitleiden.

Die Recherche ist nicht leicht - aber historsiche Romane geben viel her

Das Schwierigste am Thema ist die Recherche – und dies, obgleich sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bestenfalls das Umfeld geändert hat, aber kaum die psychische und physische Raffinesse. Die Hauptkomponenten, also Grenzüberschreitungen, fetischistische Handlungen, Entwürdigungen, Körperstrafen. Geschlechterverwirrungen und daraus folgend gleichgeschlechtliche Lüste sind heute wie gestern die Hauptkomponenten. Die Literatur bietet dafür hinreichend plausible Beispiele.

Herantasten an das Undenkbare

Ihr könnt auch versuchen, wahre Geschichten zu finden, eigene Versuche mit Freundinnen und Freunden zu unternehmen oder euch an die Lüste und Schmerzen durch Beispiele anderer Art herantasten, die nicht-erotischer Natur waren. (Zum Beispiel psychische, soziale und körperliche Grenzerfahrungen).

Nur ein solltet ihr meiden: Videos darüber anzuschauen. Sie geben nicht nur ein falsches Bild, sondern sind fast immer auch „auf das äußerliche“ (Schläge, Tritte, Striemen und schmerzverzerrte Gesichter) ausgerichtet. In Wahrheit beginnt und endet das, was du eigentlich beschreiben willst, im Gehirn, dort, wo die Gefühle zusammenlaufen, sich ineinander verschlingen und wieder aufgelöst werden.


(1) "Red Light", New York, 1996
Bild: Historischer Buchtitel, ca. 1920, vereinfacht