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Manifest

Das ganz gewöhnliche Lusterlebnis beschreiben

Dieser Artikel ist ziemlich lang - und er wendet sich an Schreibanfänger(innen), und Hobby-Autorinnen, die "eigentlich nur über das ganz Gewöhnliche" beim Sex schreiben wollen.

Wir haben den Ursprungsartikel umgearbeitet, um euch zu zeigen: Blümchensex oder Vanille-Sex eignet sich wirklich enorm gut für erotische Texte.


Das ganz gewöhnliche Lusterlebnis

Begabte Autorinnen und Autoren versuchen, das Gewöhnliche ungewöhnlich zu beschreiben. Im Umkehrschluss versuchen weniger Begabte, das Ungewöhnliche ganz gewöhnlich zu Papier zu bringen. Der Satz gilt für alle, die jemals den Schreibgriffel, den Gänsekiel, den Füllfederhalter, die Schreibmaschine oder die Tastatur traktiert haben.

Plastische Worte, sinnliche Gefühle

Warum ist das so? Vor allem, weil der erfahrene Autor eine Handlung, ein Gefühl oder einen anderen Umstand möglichst plastisch beschreiben will. Er weiß, dass er sich in das Hirn seiner Leser(innen) hineinschleichen muss, und seine Erfahrung sagt ihm: je plastischer das aus Wörtern geschaffene Bild, umso sicherer erreicht er Gedanken und Gefühle.

Nichts zu verstehen ist ganz schlecht

Je profaner die Literatur, je hölzerner ein Autor an seine Figuren und ihre Empfindungen herangeht, umso mehr neigen Autorinnen und Autoren dazu, die Szenen nicht mehr plastisch, sondern plakativ darzustellen. Hinzukommt noch, dass solche Autoren nur wenig von dem wirklich verstanden haben, worüber sie schreiben. Etwas nicht selbst erlebt zu haben, ist absolut in Ordnung. Sich nicht in die Situation hineinversetzen können, disqualifiziert den Autor.

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