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Die Realität und die sexuelle Lust – muss die Story realistisch sein?

Zum Thema der Realität in der erotischen Literatur haben wir einen Blogbeitrag gefundene, den wir Ihnen kurz vorstellen wollen. Die Autorin Natasha Tsarina hadert mit der Illusion, die erotische Geschichten üblicherweise erzeugen, und stellt dann den Anspruch an sich selbst, sich doch der Realität zu nähern.

Erotik zu schreiben bedeutet zumeist, Fantasien zu entwickeln, und nur wenig von dem, was innerhalb der Storys geschieht, passiert wirklich – deshalb lesen die Menschen sie ja.


Die Autorin denkt darüber nach, was ihre Figuren dazu bringt, die Grenzen zu überschreiten, die „ganz normale Realmenschen“ abschrecken. Sie stellt dabei den Anspruch an sich, die Wende zur erotischen Lust müssen für ihre Leserinnen nachvollziehbar sein, etwa in dieser Art (aus der Sicht der Leserin)

Oh ja, wenn ich in diese Situation käme, und die Umstände ähnlich wären, hätte ich’s möglicherweise auch getan.


Gelänge dies, so schreibt sie, dann könnten wir unserer Leserschaft auch vermitteln, „dass die Geschichte tatsächlich so passiert sein könnte.“

Ich will mich mit meiner Meinung zurückhalten, aber diese Fragen bleiben:

1. Sind erotische Geschichten von vornherein sinnliche Märchen für Erwachsene – und sollten wie sie deshalb auch genau so schreiben?
2. Wenn wir unsere Figuren „laufen lassen“ und sie mit einem eigenen Charakter versehen, müssen wir ihnen dann die engen Schranken der Realität zumuten?
3. Könnte es sein, dass wir „unsere Realität“ mit „der Realität“ verwechseln?
4. Wie können wir realitätsnah schreiben. Wenn wir doch zumeist nur einen winzigen Bruchteil der Erfahrungen haben, die wir unsere Figuren andichten?
5. Stimmt es wirklich, dass Leserinnen eine „plausible Hürde“ benötigen, die sie mit der Heldin überspringen?

Auf Antworten würden wie uns hier in der Redaktion freuen.

Erotische Literatur: wirklichkeitsnah oder reine Fantasie?

Die Figur in die Situation bringen: nichts ist real, außer den Gefühlen

Die Frage, ob erotische Literatur „wirklichkeitsnah“ geschrieben werden sollte oder ob sie von vornherein auf die Erweckung der sinnlichen Lüste ausgerichtet sein muss, ist nicht unbedingt neu. Die ernsthafte Autorin, die sich auch mit anderen Themen beschäftigt, versucht stets, die Details glaubwürdig zu halten. Wie lange benötige ich von Heathrow nach Wimbledon? Reicht das für ausgiebigen Sex auf dem Rücksitz? Wie lange muss ein Mann durchschnittlich warten, bis er nach einem heftigen Samenerguss eine zweiten bekommen kann? Wie fesselt man einen Partner so, dass er sich voraussichtlich nicht verletzt? Was fühlen Frauen und Männer beim Analverkehr, und wo liegen die Unterschiede? Kann man eine „Analjungfrau“ mit einem Dildo von 25 mm Durchmesser penetrieren?

Wer all dies bedacht hat, kommt unweigerlich an seien eigene Moralschwelle: „Wie weit würde ich gehen?“ Dabei hat jeder Autor im Hinterkopf: „Meine Figur muss tiefer in die Lust eindringen als ich.“ Und doch hat auch die Figur Grenzen. Eines der Probleme: Erotik-Autorinnen (und Autoren, selbstverständlich) können so gut wie nie jemanden fragen, wie „es wirklich geht“ oder „wie er wirklich fühlt“. Das führt zu skurrilen Ergebnissen, gerade bei Schilderungen des Analverkehrs. Da muss das Harte in das Weiche, das gefälligst weit offen zu sein hat, und man möge sich dann bitteschön freuen, wenn irgendein Ding in den Enddarm eindringt – ohne Gleitmittel.

Man hätte ja mal jemanden fragen können. Und in diesem Fall plädiere ich dafür, dass die Szene realistisch dargestellt werden sollte, weil Liebe eben etwas mit Rücksicht gegenüber dem Partner zu tun hat.

Fragt sich, wie Autoren damit zurechtkommen, mit gespaltener Seele zu schreiben. Wenn die Figuren auf den Weg in die Wollust geschickt werden, so werden sie Situationen erleben, die ihre Marionettenspeiler im Hintergrund niemals erlebt haben. Ein Peitschenhieb in den Schritt? Daran mag niemand denken – und woran niemand wirklich denken mag, das sollte er nicht in eine Liebegeschichte hineinschreiben. Anders wäre es, wenn dergleichen in einem Kriminal- oder Agentenroman vorkäme. Also schicken wir unsere Figuren besser in heftige, schmerzliche oder feuchte Abenteuer, die bei der Leserin jenes Zucken im Schritt erzeugt, das nicht von Hieben herrührt.

Erinnern wir uns: Es kommt nicht drauf an, dass eine Szene tatsächlich so stattfinden könnte, sondern es kommt darauf an, wie nahe sie der Leserin geht. Ich erinnere mich an den Satz einer Autorin, die sagte: „Du musst deiner Leserin das Gefühl geben, eine Sklavin zu sein, die auf einem Sklavenmarkt völlig entblößt den Gaffern dargeboten wird.“ Und tatsächlich ist es so: Kein Hieb wirkt so schmerzhaft wie eine entwürdigende Zurschaustellung.

Die geheimen Emotionen unser Leserinnen sind scharf auf Herausforderungen – nicht auf Alltäglichkeiten. Und Herausforderungen finden zumeist dort statt, wo die Grenze zur Realität überschritten wird. Und eben weil das so ist, darf ihre Figur knöcheltief im Sündepfuhl waten, sich daran freuen und sich dessen schämen. Wobei wir zurück in der Realität wären. Erst, wenn Sie sich im Grunde schämen, ihre erotische Geschichte SO geschrieben zu haben, wird sie jemand mit Genuss lesen.

Die dominante Seite der Frauen

Was fühlt die dominante Frau?
Nur wenige Frauen verbinden ihren Wunsch, einen Mann zu beherrschen, mit sexueller Lust. Üblicherweise leugnen Frauen bei Befragungen, überhaupt zu sexueller Dominanz zu neigen. Doch wenn man sie nach ihren Fantasien befragt, kommt die Wahrheit heraus, die selbst manche Autorin überrascht: Fast die Hälfte der Frauen fanatisiert darüber, einen Mann oder eine andere Frau zu dominieren.

Das Missverständnis mag sich daraus ergeben, dass Frauen sehr selten offenkundige Machtgelüste an den Tag legen. So würden sie beispielsweise nur zu 11 Prozent einen Mann zum Sex nötigen, und nur zu 24 Prozent wären sie bereit, jemanden durch Schläge lustvoll zu disziplinieren. Doch je „femininer“ die Methoden sind, Macht auszuüben, umso mehr Lust scheinen Frauen zu haben, Männer (und manchmal Frauen) zu erniedrigen, zu entwürdigen oder einfach – zu fesseln. Denn jemanden hilflos in Handschellen, Seilen oder Ketten zu sehen, das stellen sich immerhin 42 Prozent der Frauen in ihren Träumen vor.

Die Literatur zum Thema ist oft unglaubwürdig, weil sie Männerfantasien befriedigt. Da ist die unerbittliche Domina, die den Mann immer tiefer in die Versklavung treibt, bis dieser schließlich seine Existenz aufs Spiel setzt. Das mag manche weibliche Leser befriedigen („das gönne ich dem perversen Schwein“), doch bringen diese Schilderungen wenig Einblick in die Beweggründe, Männer zu dressieren. Sie beschreiben auch weder die Kunst der Dominanz noch und die Gefühle, die dominanten Frauen haben, wenn sie Macht über Männer gewinnen. Schon etwas anders sieht es aus, wenn Frauen Macht über andere Frauen gewinnen und die sexuelle Dominanz über sie genießen und auskosten. Offenbar lässt ich dergleichen leichter in Worte fassen.

Generell finden wir unter den Heldinnen der Dominanz diese fünf Typen:

1. Sie tut es für Geld und aus keinem anderen Grund.
2. Sie will sich an Männern rächen, die ihr einst die Macht entzogen haben.
3. Ihr gefällt die Rolle und sie genießt sie.
4. Sie wird geil, wenn sie jemanden dominiert.
5. Sie hat ihren Lebensstil so eingerichtet, dass sexuelle Dominanz dessen Bestandteil geworden ist.

Möglicherweise ist Ihnen bei Internet-Recherchen aufgefallen, dass es verdächtig viele Geschichten zum fünften Punkt gibt, also über sogenannte Lifestyle-Dominanz, die zumeist von Frauen in Auftrag gegeben wurden, die diese Geschichten als Werbung für ihre Studios einsetzen.

Demnach bleiben von den fünf Themenkreisen noch drei übrig, die sie wirklich verwenden können. Gehen wir sie schnell durch: Rache ist ein schlechtes Motiv für eine erotische Geschichte, fällt also nach meiner Ansicht auch aus. Zwar hatten schon einige Autorinnen damit Erfolg, doch diese Zeit liegt lange zurück. Mit der Frau, die aus Hass, Frust, Revanche oder aus lesbischen Neigungen zur Männerhasserin wird, lässt sich kaum eine farbenfrohe Geschichte über die erotische Lust schreiben – auch nicht im SM-Bereich.

Ihnen bleiben also noch zwei Varianten: die Frau, die ihre Machtfülle in der Rolle genießt oder die Frau, die dabei geil wird – nicht notwendigerweise auf den Mann, der vor ihr kriecht und wimmert.

Letztendlich wird es gut sein, in Ihre Geschichte sowohl positive wie negative Gefühle einzubauen: beispielsweise der Wunsch, einen Mann zu unterwerfen, aber auch die Furcht, ihn zu verletzen, falls er gepeitscht werden will/soll.

Was meinen Sie?

Hinweis: Zahlenmaterial aus einer wissenschaftlichen Studie.

Realität und Fantasie – worüber Frauen fantasieren

Eigenartig: Orgien faszinieren Frauen

Ist Ihnen bewusst, dass die meisten Menschen ihre erotischen Lieblingsfantasien verleugnen oder gar empört reagieren, wenn man sie darauf anspricht?

Falls Ihre Leserschaft nahezu ausschließlich aus Frauen besteht, sollten Sie wissen, was Frauen wirklich lesen wollen, und zwar in dieser Reihenfolge:

1. Sinnliche und romantische Gefühle entwickeln – trotz des erotischen Inhalts Ihres Buches.
2. Es ist sinnvoll, eine sinnliche Atmosphäre zu schaffen, bevor Sie ans „Eingemachte“ gehen.
3. Romantik zählt – auch in der Erotik. Sie entwickeln ihre erotische Geschichte also am besten aus einer romantischen Begegnung heraus.
4. Sex an einem ungewöhnlichen Ort ist immer angebracht, weil er den häufigsten weiblichen Fantasien entgegenkommt. Auch Sex in der Öffentlichkeit kann dazugehören.
5. Zumeist vergessen Autorinnen, sich ausgiebig mit Fellatio und Cunnilingus zu beschäftigen, und zwar sowohl gegenseitig wie auch einseitig. Frauen nennen aber Fantasien über Fellatio besonders häufig.
6. Das gegenseitige Masturbieren gehört zum Grundrepertoire erotischer Frauenfantasien – und es kann in jeder Art von Beziehung verwendet werden.
7. Weibliche Seitensprünge sprechen vor allem verheiratete Leserinnen an.
8. Sexuell dominiert zu werden ist – in vielen Varianten – eines der Hauptthemen weiblicher Fantasien.
9. Was Sie vielleicht nicht glauben werden: Sehr viele Frauen fantasieren über Orgien. (1) Und nicht, wie oft angenommen wird, über Sex mit zwei Männern.
10. Sogar Fesselungen (als "gefesselt werden") erreichen noch mindestens 50 Prozent ihrer Leserinnen.

Woher wir das wissen? Aus einer der wenigen ernst zu nehmenden Forschungen über sexuelle Fantasien.

Wenn Sie wirklich wissen wollen, worauf die Männer abfahren, veröffentlichen wir das natürlich auch noch gerne.

(1) etwa 57 Prozent der Frauen bevorzugen in ihrer Fantasie Gruppensex mit mehr als drei Personen gegenüber allen anderen Gruppenaktivitäten.

Verführungen im erotischen Roman

Wer verführt hier wen?

Ob Roman, Essay, Novelle oder Short Story: Entweder die erotische Geschichte beginnt mit einer Verführung oder sie beinhaltet mindestens eine Verführung.

Da ergibt sich doch die Frage: Welche Verführungen gibt es eigentlich, wie spektakulär sind sie, und wie kann ich sie in Worte fassen?

Hetero-Verführungen und homosexuelle Verführungen

Verführungen unter Heterosexuellen sind generell nicht so spektakulär wie Verführungen zu homosexuellen Handlungen. Letztere interessieren auch ein allgemeines Publikum, besonders, wenn es sich um Bi-Kontakte handelt.

Hetero: Mann verführt Frau kontra Frau verführt Mann

„Mann verführt Frau gegen ihren anfänglichen Widerstand“ ist als Thema restlos ausgelutscht, findet aber immer wieder Liebhaber. Das konträre Thema scheitert oft an der Annahme, bei Männern müsste die Frau nur Strapse tragen und drei Worte flüstern, dann hätte sie den Mann schon im Bett. In einem Satz: Jede Verführung, die sofort und reibungslos klappt, ist entweder langweilig, oder bewusst so gewählt oder die reine Masturbationsvorlage.

Homosexuell: Frau verführt Frau oder Mann verführt Mann?

Klar – das Thema „Frau verführt Frau“ ist beliebter, ob unter lesbischen Frauen, unter Bi-neugierigen Frauen oder unter lesenden Männern. „Mann verführt Mann“ ist heikel, jedenfalls für Ihr Mainstream-Publikum. Abhilfe: Entweder romantisch verklären oder aber einen der Männer als Frau in die Geschichte einführen. (Transsexueller oder Transvestit, Sissy oder dergleichen).

„Alt verführt Jung“ gegen „Jung verführt Alt“

Üblich ist „Alter verführt Jugend“, aber das Thema ist schrecklich abgedroschen, vor allem in der Version „älterer Herr verführt junge Frau“. Spektakulärer ist es, wenn die ältere Frau den jüngeren Mann verführt. Noch interessanter: wenn die jüngere Person die ältere verführt.

Reich verführt Arm oder Arm verführt Reich?

Na klar, im „Groschenroman“ herrscht das Cinderella-Prinzip: Generöser, meist älterer Mann verführt jugendliche Naive. Oder reicher Gay verführt armen Hetero. Oder … oder … aber wie sieht es aus mit „Arm verführt Reich?“ Es darf ruhig ein wenig Berechnung dabei sein, wie im richtigen Leben.

Gruppen: Mehr Personen, mehr Probleme

„Paar verführt Mann“ ist ganz anders als „Paar verführt Frau“ und die jeweiligen Konterpartien, „Mann verführt Paar“ oder „Frau verführt Paar“ müssen schon ausgezeichnet aufgebaut sein, um sich interessant beschreiben zu lassen. Je größer die Gruppe, umso komplizierter wird die Beschreibung. Von erotischen „Herrenrunden“ und „Damenkränzchen“ sowie von allen anderen Orgien sollte man ganz die Finger lassen.

Mehr als eine Verführung? Geht das?

Wenn Sie sich die Literatur durchsehen, gib es zwei wesentliche Richtungen: Ein Paar, bei dem einer den anderen zu immer neuen Abenteuern verführt, und oder eine Person, die immer wieder neue Partner verführt. Selbstverständlich können Sie auch eine Antiheldin wählen, die immer wieder verführt wird.

Wer verführt wen zu was?

Nichts ist so langweilig wie eine Verführung zu „ganz normalem Sex“. Eine Hetero-Frau zu Bi-Abenteuern zu bringen, ist für das Lesepublikum wesentlich interessanter. Oder eine sehr bürgerliche Studentin zu einem BDSM-Rollenspiel zu überreden? Das gab es zwar gerade erst, aber bevor es den einschlägigen Bestseller gab, hat sich kaum jemand herangetraut. Das liegt einerseits daran, dass die Autorinnen zumeist nur darüber schreiben, was sie selbst näherungsweise nachvollziehen können. Und wenn sie’s nicht können dun auch sonst nicht viel drauf haben, dann „assimilieren“ sie irgendwelche Szenen aus dem Internet. Extreme Verführungsszenen werden selten beschrieben, so, als hätten die Autorinnen nie etwas von stofflichen und körperlichen „Fetischszenen“ gehört. Und was immer wieder fehlt: Wenn es keinen latenten „inneren Widerstand“ gäbe, würde sich niemand verführen lassen wollen.

Szenen der Verführung: Sie dürfen lang und widersprüchlich sein

Wie langweilig, wenn ihr Höschen so feucht ist, dass der Liebessaft schon durch den Rock schlägt, und sich sofort die berühmte Beule in den Jeans zeigt. Verführungen schreiten oft über viele Etappen mit unterschiedlichen Ergebnissen voran. Klar kann es mal sein, dass der ungeduldige, stark erigierte Penis schon aus der Hose fluppt, wenn sie „den Zipp öffnet.“ Aber das ist, mit Verlaub, auch dann keine Verführung, wenn sie zuvor auf dem harten Baumwollstoff herumgerubbelt hat. Viel interessanter ist eine Geschichte, in der die Frau erst das ganze Feuerwerk ihrer Künste abbrennen muss, bevor der Mann bereits ist … physisch wie psychisch. Entsprechen ergeht es vielleicht ihrem Helden, der unendlich lange versucht, der Damen „Lust auf Lust“ zu machen, bis diese schließlich sagt: „Worauf wartest du eigentlich noch?“

Und wie verführen?

Verführungen sind Kompositionen aus Gesten, Worten, Berührungen und Umgebungsvariablen. Je nachdem, wie und wo die Verführung stattfindet, und wie intensiv die Person agiert, die als Verführer(in) vorgesehen ist, können Gesten, Worte oder Umgebung dominieren. Die Berührungen sind letztendlich lediglich Handlungsabläufe, die nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt werden sollten. Gemeinhin bevorzugen Verführer die „AIDA“-Formel: Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen (Desire), Aktion. Das können sie recht lange ausbauen. Andere Formeln eignen sich weniger. Zwischen Interesse und Verlangen, aber auch zwischen Verlangen und Aktion können noch retardierende Momente eingebaut werden. Meist tritt zwischen Interesse und Verlangen noch eine Phase auf, in der die psychischen und physischen Konditionen abgeklärt werden, teils spielerisch, teils sehr konkret (Kondome? Wie wirst du über mich denken, wenn …? Wie würde ich mich hernach fühlen, falls ...?). Zwischen Verlangen und Aktion sind es dann die „letzten Zweifel“, die insbesondere seitens der/des Verführten eingebracht werden. Falls Sie aus der Sicht des Verführers / der Verführerin schreiben, können Sie ebenfalls letzte Skrupel oder Befürchtungen einbauen, ob sie lustvoll/potent/skrupellos genug sind, um die Verführung zu vollenden.

„Stille Verführungen“ ohne Dialoge kommen vor, sind aber äußerst schwierig darzustellen, weil Sie dann alle physischen Prozesse, aufkommende Gefühle und ins Leere gehende Gedanken beschreiben müssen.

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