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Manifest

Drei Arten, eine erotische Geschichte zu erzählen

Wenn alles um dich herum verschwimmt ...
Diese beiden Absätze sind ein kleiner Teil einer längeren Geschichte, die uns auffiel, weil der Autor recht professionell zu schreiben weiß.

Warnung und Entwarnung: Es handelt sich um eine Geschichte über die Schmerzlust, aber ohne „anzügliche“ Ausdrücke.

Lesen wir zunächst die reduzierte Version, die nahezu ausschließlich über die Fakten aufklärt:

Die Erzählung - Situation und Fakten

Jana legte sich über die Lehne der Couch, verschränkte ihre Arme und ließ ihren Kopf auf die Hände sinken. Petro legte zunächst nur die Hand auf ihren nackten Hintern. Sodann rieb er ihn leicht. Sanfte Schläge folgten, und Jana entspannte sich.

Seine Schläge wurden härter. Es dauerte eine Weile, bis Jana dies körperlich wahrnahm. Erst, als Schmerzwellen durch ihre Körper gingen, wurde sie sich bewusst, wie heftig sie geschlagen wurde, und nun nahm sie die Schläge auch akustisch wahr. Jedes Mal klatschte es laut, wenn seine Hand ihren Hintern traf, und mehr und mehr spürte sie die Schockwellen des Schmerzes.


In der zweiten Version wird die Geschichte aus der Sicht der Frau in der dritten Person nacherzählt - sie kommt dem Original am nächsten:

Die Erzählung - mit Gefühlen angereichert

Jana legte sich über die Lehne der Couch, verschränkte ihre Arme und ließ ihren Kopf auf die Hände sinken. Petro legte zunächst nur die Hand auf ihren nackten Hintern. Er begann, ihn sanft zu reiben, und Jana entspannte sich dabei. Dann tätschelte er ihren Po leicht und spielerisch, und nun genoss Jana die Entspannung intensiv und ihre Gedanken begannen, über ihr zu schweben.

Zunächst bemerkte sie nicht, dass die Schläge intensiver wurden, bis der erste schmerzhafte Schock durch ihren ganzen Körper wanderte. Er folgte den Nervenbahnen, schoss die Wirbelsäule entlang und erreichte schließlich den Kopf, um sich mit dem sinnlichen Dunst zu vermischen, der sich dort angesiedelt hatte. Zugleich wurde das Klatschen immer lauter, wenn seine Hand auf ihren nackten Hintern traf. Der Knall drang durch ihre Ohren und setzte sich im Oberkörper fort, bis er sich ebenfalls mit dem Gewoge aus Sinnlichkeit und Schmerz vermischte.


Zum Schluss die ICH-Form aus der Sicht der Frau

Ich hatte mich über die die Couchlehne gelegt. Es schien mir der beste Platz zu sein, um ihm meinen nackten Hintern präsentieren zu können. Um mich zu entspannen, verschränkte ich die Arme, legte meinen Kopf hinein und wartete. Als Petro seine Hand auf meinen Po legte, ohne irgendetwas zu sagen, bekam ich eine Gänsehaut, und für einen Moment sah ich die Realität. Da lag eine gestandene Architektin, die sich von einem Sportstudenten aus purer Sinneslust schlagen lässt. Petro war nun dazu übergegangen, mir den Po zu streicheln und zu tätscheln, wortlos und sanft. Schon nach kurzer Zeit verschwand der Gedanke daran, wer ich war und was ich tat. Stattdessen versank ich ganz in einer Wolke sinnlicher, süßer Gedanken.

Ich war bereits so versunken darin, dass ich nicht einmal bemerkte, wie das Tätscheln in Schläge überging. Erst, als der Schmerz wie ein elektrischer Schlag durch meinen Körper raste, wurde mir klar, wie heftig Petro zuschlug. Der Schmerz stieg in der Wirbelsäule auf, wanderte die Nervenbahnen entlang, bis er schließlich seinen Weg in den Kopf fand und sich mit den süßen und sinnlichen Gedanken vermischte. Das Klatschen seiner festen Hand auf meinen weichen und nachgiebigen Hintern hatte ich vorher wie durch einen Samtvorhang wahrgenommen. Doch nun hörte ich das heftige Klatschen und den Nachhall an den Wänden, bevor die kurzen, peitschenartigen Geräusche Hals, Brüste und Gehirn durchdragen. Ich muss gestehen, nicht wirklich unterscheiden zu können, was wann und wie zu mir vordrang, denn mittlerweile vermischte sich alles zu einem Gemenge aus Sinnlichkeit und Schmerz. Ich war nicht mehr Herrin meiner Sinne, sondern die Sinne beherrschten mich ganz und gar. Da war eine leuchtende, sinnliche Kugel in mir, die aus nicht als Gefühlen bestand. Und die Schläge waren nur der Antrieb, um diese Gefühle aufrecht zu erhalten.


Wenn es euch etwas gefallen hat, dann sagt es - hier. Und: wie würdet ihr dieses Ereignis erzählen?

(1) In einer Online-Publikation wurden 10 ähnliche Fragmente solcher Geschichten veröffentlicht.

Die reine Lust, einmal intensiv den Po zu spüren ...

Comic: Die Verlockung des Ungewöhnlichen
Die reine Lust, einmal intensiv den Po zu spüren ... ist eine Nacherzählung einer ungewöhnlichen Geschichte. Sie wurde sprachlich etwas angepasst und dabei geglättet.

Ob wahr oder unwahr - diese angebliche Realschilderung mag ein Anlass sein, eine Geschichte zu erzählen - deine Geschichte oder die einer unbekannten jungen Frau, irgendwo dort draußen in der Fantasie ...

Das Merkwürdige an mir? Ich wurde niemals als Kind geschlagen, aber ich habe mich als Erwachsene danach gesehnt. Na und dann habe ich einen Lover gefunden, der ein paar extrem unanständige Videos hatte. Ich habe sie mir heimlich angesehen, und du wirst nicht glauben, was passiert ist: da wurde eine junge Frau gezeigt, die sinnliche Schläge von ihrem Lover bekam - ganz nackt und und so. Und ich dachte: Verdammt, du solltest das nicht angucken oder wenigstens Mitleid mit ihr haben. Aber es machte mich einfach geil. Und zwar richtig geil. Und sofort war mir klar: Das muss ich unbedingt ausprobieren.

Ich wusste, dass mein Freund einen Rohrstock besaß, und eines Tages fragte ich ihn: „Warum hast du einen Rohrstock, wenn du ihn nicht benutzt?“ Ich kann euch sagen, er war ziemlich überrascht. Er wusste einfach nicht, was er sagen sollte. Also schlug ich vor, den Rohrstock hervorzuholen und mir ein paar Schläge zu geben. „Aber du musst den Rock hochschlagen, wenn du es ernst meinst“, sagte er etwas unsicher. Ich wollte ihm zeigen, dass ich wirklich bereit war und antwortete übermütig: „Wenn du willst, kommen die Pants auch noch runter.“ Beinahe hätte ich meinen frechen Mut bereut, denn schon der erste Schlag war so schmerzhaft, dass ich aufspringen und davonlaufen wollte. Aber dann dachte ich an die Frau im Film, die nur leise stöhnte, als der Rohrstock auf ihren Po traf.

Ihr könnt euch vorstellen, dass sich ab diesem Tag viel für mich änderte. Es ist ein Unterschied, ob du davon träumst oder weißt, wie es sich anfühlt.


Ob Fake oder Real - es ist eine Geschichte, die ihr als Anregung verwenden könntet, verwenden könnt, um nun EURE Geschichte zu erzählen.

Das Lustvolle an Schlägen? Ganz zu SEIN und sonst gar nichts

Es ist nicht die Oberfläche - es ist das Empfinden
Dieser Artikel wurde hauptsächlich für Autorinnen entworfen, die S/M-Geschichten schreiben wollen, aber nicht wissen, wie sie mit dem Schmerz und den daraus resultierenden Empfindungen umgehen sollen. Nach einer Selbstdarstellung einer Liebhaberin aus dem Englischen überarbeitet von Isidora F.

Einer der intensivsten Reize, die ich empfinde, wenn ich geschlagen werde, ist die Tatsache, dass der Schmerz all meine sonstigen Empfindungen überlagert. Er zwingt mich, im „Hier und Jetzt“ zu sein. In dieser Situation fühle ich mich außerstande, noch irgendetwas zu kontrollieren oder zu beherrschen. Ich habe keine Wahl. Ich kann nicht einfach aufstehen und hinausgehen. Ich kann nicht an mehrere Dinge zugleich bedenken – ich bin ganz darauf fokussiert, den Schmerz zu durchleben.

Ergänzend kann ich dazu sagen, dass schmerzvolle Schläge mich in einen Zustand versetzen, in dem ich nichts von meinem emotionalen Gepäck tragen muss. Zeitnot, Überlastung, Ärger, Trauer. Ich kann nicht einmal sagen, dass ich diese Gefühle unterdrücke, aber sie verschwinden hinter dem, fast ich unmittelbar empfinde – dem Schmerz.

Wenn Du als Autorin nur darüber nachdenkst oder sogar erotisch darüber fantasierst, wie sich der Schmerz wohl anfühlen mag, würdest du sehr überbracht sein, wie sich der Schmerz in Wahrheit anfühlt.

Schmerz beinhaltet eine Art Magie. Du kannst dabei beobachten, wie dein Hirn den Schlag auf deinen Po in eine wundersame Erfahrung umwandelt – nicht nur in Schmerz. Es ist nicht die Tatsache, Schläge zu bekommen, die dich reizt. Es ist das, was dein Körper daraus macht. Der Ausstoß von Endorphinen, das Rauschen in deinen Adern. Das Versinken in dich, bei dem alles Überflüssige verschwindet. Es sind dann nicht mehr die Schläge, auf die du wartest, sondern das, was du zwischen den Schlägen empfindest.

Du magst anders empfinden. Masochistinnen sollen Schläge als solche genießen, wie ich hörte. Und wenn du eine Autorin bist, deren Hintern niemals nachhaltig geschlagen worden ist, dann sei bitte vorsichtig mit dem, was du schreibst. Denk dran, dass es nicht die gleichen Gefühle sind, die ganz gewöhnliche Menschen beherrschen, die mal einen Klaps auf den Po bekommen haben.

Im erotischen Roman: die süßen Schläge vom geliebten Menschen

Erfühlen und beschreiben: Süße Schläge
„Um Himmels willen! Schläge!“ – sollten Sie das jetzt gerade ausgesprochen haben, dann sind Sie entweder ein sehr moralischer Mensch, der es grundsätzlich ablehnt, sich mit Züchtigungen zu beschäftigen. Oder Sie sind selber eines jener Opfer häuslicher Gewalt, die es auch heute noch gibt.

Was aber ist eigentlich los mit den süßen, sinnlichen, erotischen Schlägen, die manche Menschen voller Sehnsucht erwarten?

Das erste Wort, das sie zum Thema vielleicht schon gehört haben, könnte „Spanking“ sein. Sie sollten sich das Wort merken, und auch eine viel verwendete Abkürzung: OTK.

Spanking heißt sinngemäß „jemanden den Hintern versohlen“, und die Abkürzung OTK heißt soviel, wie „übers Knie legen“. Das Ganze fällt unter den Oberbegriff „häusliche Disziplin“. Ich sage Ihnen dies, weil ein großer Teil der einschlägigen Literatur britischen Ursprungs ist.

Also geht es zunächst einmal darum, den geliebten Menschen auf den Popo zu schlagen. In älteren Romanen können Sie nachlesen, dass dies fast immer mit einer sehr peinlichen Situation verbunden war: dem schrittweisen Entkleiden. Die jungen Herren bekamen die Schläge zuerst auf die Hose, dann auf ihre Unterhosen, schließlich auf den „Blanken“. Die jungen Damen wurden zuerst auf den Rock geschlagen, dann auf die Unterwäsche und schließlich ebenfalls auf den nackten Po. (1) Damit war sozusagen auch ein psychisches „Zwiebelschälen“ verbunden, denn von Mal zu Mal wurde die Situation für den Gezüchtigten peinlicher – und schmerzhafter.

Bei den Schlägen mit der Hand jedoch wird das Spiel mit der Strafe auch von Mal zu Mal intimer, denn am Ende berührt die nackte Haut der Hand die ebenfalls nackte Haut des Gesäßes. Gleich, wie weit Sie in Ihrer Spanking-Szene später noch gehen wollen – die Eröffnung ist fast immer gleich: das peinliche Ausziehen, die leichten Handschläge zur Einstimmung, die dann möglicherweise noch in ein furioseres, schmerzhafteres und weitaus erniedrigenderes Ritual übergehen können.

Die sinnliche Natur der Handschläge auf den nackten Po

Handschläge kommen immer unmittelbar von der Hand der/des Geliebten und haben deshalb eine besondere Qualität.

Wenn Sie einen Roman schreiben, ist die Frage nach dem „Warum“ eine Randerscheinung. Sie sind kein Psychologe (wie ich hoffe) und Sie sollen sich auch gar nicht erst um eine „psychologische“ Erklärung bemühen. In den Romanen, in denen die Frage nach dem „Warum“ ventiliert wurde, verkamen die Gründe zu lächerlichen Klischees. Was zählt, ist bei Ihnen und Ihrem Werk das „gegenwärtige Geschehen“ – also aus der Sicht ihres Helden oder Ihrer Heldin: „Wie fühle ich mich jetzt, wenn ich geschlagen werde.“ Ihre Leserin will wissen, was während der süßen Züchtigung in Ihrer Figur vorgeht. Beispielsweise, wie sich Zorn und Lust mischen, wie die Lust- und Schmerzschreie klingen, wann und wie die Schläge ihre Figur geil werden lassen, und wie sie gegen die Tränen kämpft oder sich ihnen einfach hingibt.

In der Kurzgeschichte geht alles – auch die reine Schilderung der Lust an der strafenden Hand. Sollten Sie einen Roman planen, so denken Sie bitte daran, dass die Erotik einer nackten Hand auf einem glühenden Popo nur für ein paar Seiten taugt. Sonst kommt es unweigerlich zu ermüdenden Wiederholungen – dafür gibt es genügend historische und aktuelle Beispiele.

(1) Gemeint ist ausschließlich: In Romanen. Aus gründen der Sittlichkeit war die völlige Entblößung im viktorianischen England in Schulen verboten, und in der häuslichen Disziplin verpönt.