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Eigenwerbung

Zier dich nicht ... komm ...

Komm ... und kommuniziere!
Komm! Der Name ist Zufall und und basiert auf einem „schicken Schlager“ (1). Wer sich in den Salon locken lassen will - oh, bitte. Der Vorhang aus rotem Samt wurde gerade geöffnet.

KOMM! ist ein Lockruf für alle, die an erotischer und nicht-erotischer Kommunikation interessiert sind. Ob seriös oder frivol - der Kommunikation ist es egal. Sie ist ein stark vernachlässigtes Forschungsgebiet und ihre Inhalte sind weitgehend unbekannt. Und ich sag mal so ... wenn du schreibst, dann hat das ja auch etwas mit Kommunikation zu tun, oder etwa nicht?

Na, kommst du mit? Kann ich dich verführen, einen Salon für Kommunikation zu betreten?

Ich war übrigens lange Jahre Dozent für Kommunikation - es ist zwar einige Jahre her - aber die Grundlagen ändern sich nicht.

(1) von Georg Kreisler, gesungen von Topsy Küppers.

Eine erotische Geschichte beginnen – am Beispiel

Bilder machen neugierig - auch als Text
Dieser Artikel behandelt den „schnellen Einstieg ins Thema“ anhand der ersten Zeilen eines existierenden Romans. Du kannst daraus entnehmen: Im Grund ist es gleich, ob du eine Kurzgeschichte oder einen Roman schreibst. Es geht bei den ersten Sätzen nur darum, wie du deine Leserinnen neugierig machen, weiterzulesen.

Interesse wecken in vier Stufen

Der erste Satz einer erotischen Geschichte

„Ich nehme an, es kann befremdlich wirken…“

Mit diesem Satz beginnt der erotische Roman „Lulu“ von Almudena Grandes.

Der Satz erfüllt alle Voraussetzungen eines spannenden Beginns, denn wir fragen uns: „Ja, was denn?“

Nun schiebt die Autorin ein Bild nach:

„Aber dieser Anblick, dieses unschuldige Bild, hatte eine gewaltige Wirkung, übte eine überaus magische Wirkung aus.“

Wir wissen immer noch nicht, wo wie sind und was geschieht. Und das bleibt auch noch eine Weile so, denn

„Ihre schönen Gesichter rahmten rechts und links den Hauptakteur ein.“

Nun ahnen wir – da ist jemand, mit dem etwas geschieht. Aber was?

Statt das Geschehen sofort zu beschreiben, greift Almudena Grandes zu einem Kunstgriff: Sie produziert uns ein Bild der fleischgewordenen Wollust:

„Vollkommenes, glänzendes Fleisch schien sich ohne jegliches Tabu selbst zu genügen, Subjekt und Objekt einer totalen Lust …“

Erst später folgt die Beschreibung der Szene – und wir erfahren, was auf den erotischen Einstieg folgte..

Die Theorie dazu

Der schnelle Einstieg in eine Geschichte ist immer ähnlich:

1. Du erzeugst Aufmerksamkeit.
2. Deine Leserin will mehr erfahren.
3. Nun versuchst du, ein Verlangen in ihr wachzurufen.
4. Anschließend schilderst du mit klaren Worten die Szene, mit der du beginnen willst.

Diese Segmente können wesentlich länger sein als hier angeführt.

Versuche, dieses Schema zu verwenden – es lohnt sich in jedem Fall. Du kannst damit die erste Seite oder die ersten beiden Seiten füllen. Bis dahin wird deine Leserin an. deiner Figur kleben und wissen wollen, wie es weitergeht.

Unser Autor ist Fachmann für Kommunikation und Problemlösungsverfahren.
Der Roman "Lulú" erschien zuerst 1989 in spanischer Sprache und wurde ein grandioser Erfolg.

Was sich ab sofort HIER ändert - Erotik schreiben

Schon bereit oder noch skeptisch?
„Sinnlich schreiben“ ist zwar noch unsere Adresse, aber bei uns geht es ab heute nur noch um erotische Texte.

Erotik ist nicht "schmutzig"

Wenn du „irgendetwas“ schreiben kannst, dann kannst du auch erotische Texte schreiben. Erotik ist nichts Schmutziges, sondern es erfordert Anstand, darüber zu schreiben. Wenn du über Erotik schreibst, lernst du deine Gefühle besser kennen – das hilft dir auch persönlich in der Liebe.

Keine Vorkenntnisse nötig

Um erotisch zu schreiben, sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Wenn du ins Detail gehen willst, sind aber Sachkenntnisse (Anatomie, Erregung durch Botenstoffe, Kommunikation, Rückwirkungen und Psychologie) von Vorteil. Viel wichtiger ist aber, deine eigene Gefühle und die deiner Figuren darstellen zu können.

Diese Webseite ist für euch - nur für euch

Unser Fachmann für Kommunikation und Problemlösungstechniken wird ab sofort hier die Regie übernehmen. Wenn du Fakten suchst, findest du sie hier. Wenn du Rat suchst, wird dir hier geholfen.

Nach wie vor ist diese Seite nicht kommerziell. Wir verkaufen dir nichts, und wir kaufen nichts von dir. Das war schon vorher so, hat sich aber noch nicht genügend herumgesprochen.

Unser neues Konzept legt den Schwerpunkt auf die „W-Fragen“: „Was willst du schreiben, wie willst du es schreiben und wer soll es später lesen?“

Wir freuen uns darauf, mit dir zu arbeiten. Wir fordern nichts von dir und wir garantieren dir für nichts – das halten wir für einen fairen Deal.

Die Erotik des Penis – gibt es so etwas für dich?

Gefühle - auch ohne Praxis nachfühlbar
Oh, habt ihr jemals über den Penis geschrieben? Ich meine nicht, dass er rausgehüpft ist wie ein Kastenteufel. Sondern – na ja, wie er sich so anfühlte. Als er noch unter zwei Stoffhüllen steckte, oder unter einer. Und dann natürlich, als er befreit wurde und seinen Weg suchte.

Möglicherweise wechselte er den Ort seiner Handlungen mehrfach. Gut – ihr wisst besser, was eure Figuren üblicherweise mit enthüllten Penissen tun. Aber wie fühl

Wie schwer ist es, über einen Penis zu schreiben?

Eine Bloggerin hat gerade ein kurzes Essay darüber verfasst, warum es so schwer sei, über „ihn“ zu schreiben. Und vor allem darüber, wann, wie und wo er sich „gut anfühlt.“ Dazu muss er natürlich erst einmal irgendetwas an einer Frau berühren. Und dieser Moment, so schreibt sie, sei eben so schrecklich, schwer zu beschreiben.

Eine andere Autorin meinte, es „ist so schwer, weil alles so simpel ist“. Das kann nur jemand meinen, der denkt: Entweder er ist noch in der Hose, oder er ist schon „drin“.

Wenn er „drin“ ist, ist das Gefühl weg – oder?

Wenn er drin ist, so wissen wir aus wieder anderen Schilderungen, dann ist er meist an der Stelle, die als „natürlich“ bekannt ist. Und so dunkel wie der Schlauch nun einmal ist, in der ein Penis dann steckt, sind auch die Gefühle der Figur, die ihn empfängt. Wir erfahren vielleicht noch, dass er sich „gut“ anfühlte, oder dass die Gefühle „intensiver wurden, als er den Winkel wechselte“.

„Nein, ich habe noch nie seine Ejakulation gespürt“, behaupten junge Frauen in einschlägigen Foren. Und warum dann das alles? Ach, es sei „eher schon das Gefühl, wie die Nervenbahnen angeregt werden“, wie sich das Blut zu erwärmen scheint, Erschauern einsetzt, sich ein Orgasmus aufbaut. Zitternde Oberschenkel gefällig? Solche Gefühle sind wahrhaftig das „Höchste der Gefühle“.

Penis ohne Fühlen - muss das so sein?

Ein Penis ist normalerweise recht handlich. Und allein, ihn in der Hand zu halten und einige Sekunden lang die Eindrücke zu schildern, die seine Beschaffenheit, seine Optik und sein leichtes Pulsieren in der Hand deiner Figur auslösen – das wäre doch etwas, oder?

Ich denke, wie müssen hier (aber eben nur hier) etwas zurückhaltend sein, wenn es um die Berührungen oraler Art geht. Aber auch dabei passiert doch etwas mehr als „Mund auf – Banane rein - glücklich sein“, oder etwa nicht? Darüber könntest du mehrere Seiten schreiben, bevor der eigentliche Vorgang überhaupt begonnen hat. Und ich könnte beinahe schwören, dass bis zu diesem Moment keinerlei „Realkenntnisse“ erforderlich sind.

Entsprechendes gilt für alle Arten des Kontakts mit Penissen, Vaginen und allem, was euch jetzt noch einfällt. Der Trick dabei ist: Sag, „wie es ist“, nicht „was es ist.“

Bei Queer ist nicht viel los - deine Chance?

Er liebt sie, er liebt ihn, sie liebt sie ... warum eigentlich nicht?
Du suchst deine Chance, etwas zu schrieben, das noch nicht dutzendfach durch den Wolf der erotischen Literatur gedreht wurde?

Es könnte von einer Figur handeln, die entweder total „Queer“ ist oder jedenfalls nicht homonormativ handelt. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um eine Szenerie, die Wert darauf legt, anders zu sein, eben „Queer“.

Es wird dir ziemlich schwerfallen, in diese Szene einzutauchen, falls du nicht schon drin bist - und wenn du nur Larifari darüber schreibst, bekommst du Ärger mit der Szene - trotzdem könntest du Erfolg haben. Dann würde es dir gehen wie der Autorin der „Shades of Grey“. Die hatte auch Ärger mit einer Szene (BDSM) aber die niedliche Cinderella-Geschichte mit dem bösen „Aua!“ begeisterte eben viele Frauen in „mittleren Jahren“.

Gut, ich hab‘ dich gewarnt.

Außerhalb der Norm ist auch "Queer"

Besser ist, eine Figur zu schaffen, die ein bisschen zu „schräg“ ist, um „straight“ zu sein, aber nicht so gepolt, dass sie sich einer Szene anschließen würde. Sie (oder er) ist eben „sexuell“im schönsten Sinn, aber auch mit allen Zweifeln und Anfeindungen, die jemand erlebt, der in kein Schema passt. Werre meint, dabei ginge es ausschließlich um Sexualität, ist auf dem Holzweg. Es geht darum, wie du dir ein Leben einrichtest, wenn du nicht denkst, fühlst und handelst wie die blubberende Masse an Stammtischen.

Klar kann deine Figur heteroflexibel, bi-amourös, bisexuell oder sonst etwas „sein“, was als Etikett gilt. Besser aber, wenn er oder sie einfach „ist“. Wenn etwas passiert, wenn Körper begeistern und Funken kreuz und quer springen.

Meist du, dass du es kannst? Es könnte eine Chance sein. Ein Risiko mag es auch sein, aber in jedem Fall wäre es eine Herausforderung.

Hier eher literarisch, hier aus der Sicht der „Queer-Bewegung“.

Bild: Künstlerdarstellung "Ein Mann innerhalb einer Triole" - Eigentum von liebesverlag.de