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Etwas über mich, etwas über Dich

Das Beste, was ich über mich sagen kann, ist eine vielfältige Weltsicht zu haben. Überall zuhause zu sein und doch Distanz zu wahren – das bestimmt mein Leben bis heute. Bevor ich mich entschloss, über Liebe, Lust und Leidenschaft zu schreiben, war ich Kaufmann, Vertriebsmitarbeiter, Programmierer, IT-Organisator und zuletzt Journalist.

Die Erzeugnisse der literarischen Welt sehe ich aus der Distanz, die Kritiker üblicherweise zu ihren Themen haben. Ich bin offen gegenüber den Worten der Autorinnen und Autoren, lese erotische Texte engagiert und durchaus mit Leidenschaft, bestehe aber auf Qualität.

Du profitierst, wenn du hier Artikel über das Schreiben liest

Die meisten Blogbeiträge, die du hier lesen kannst, beruhen auf sehr sorgfältigen Recherchen. Sie beginnen bei den Möglichkeiten, die uns die Sprache schenkt, um Erotik zu schreiben, führen dich in einfache und komplizierte Praktiken der Lust ein und enden damit, dass du deinen eigenen, unverwechselbaren Stil in deinem eigenen Themengebiet findest.

Kurz: Der Sinn ist, dir Wege zu zeigen, wie du kompetent und zugleich sinnlich schreiben kannst.

Du solltest wissen, dass ich nicht mir dir konkurriere. Ich schreibe keine Romane, weder erotische noch andere. Aber ich weiß, wie man wirklich interessant schreiben kann – und das vermittle ich gerne.

Das neue Sinnlich Schreiben - für DICH

Lass deiner Figur freien Lauf, und erröte ...
Ich war mehrfach kurz davor, diese Seite aufzugeben, obgleich sie mir am Herzen liegt. Ich weiß keinen besseren Ausdruck dafür. Eine wundervolle, literarisch anspruchsvolle, gleichwohl aber unendlich sinnliche Geschichte zu lesen, ist eine Offenbarung. Und darüber zu schreiben, wie du dies erreichen kannst, ist meine Passion.

Ich wende mich an künftige Autorinnen und Autoren

Menschen, die sich für Liebe, Lust und Leidenschaft interessieren, sind selten auch daran interessiert, anspruchsvolle schriftstellerische Inspirationen zu erhalten. Das ist ungefähr so, wie bei einem Mann, der gerne isst, aber auf keinen Fall kochen lernen will. Wenn du selber nur "Lust essen" willst, dann kaufe die Bücher anderer. Wenn du Anderen hingegen "Lust machen" willst, dann bist du hier richtig.

Den Einsteigern eine Chance

In der neuen Version meiner virtuellen kleinen Textschule wende ich mich nicht nur all den Schreibenden zu, die nach mehr Sinnlichkeit oder einen Hauch von Erotik für ihre Schriften suchen. Oh nein – ich versuche, auch diejenigen zu erreichen, die zum ersten Mal einen sinnlichen oder erotischen Text verfassen wollen.

Der Weg zur Lust – beschwingt oder beschwerlich?

Mein Fehler in der ersten Version dieser kleinen Artikelsammlung: Ich habe zu sehr auf die Sammlung von Ideen gesetzt. Zwar steht am Anfang jeder Story die Idee, gefolgt von der Figur, die du durch Lust und Leid führst. Aber die traurige Wahrheit ist leider: wenn du die Kunst der sinnlichen Formulierung nicht beherrscht, dann berührt der Text deine Leserinnen nur wneig. Doch es ist nicht die Formulierung allein. Die Kunst liegt darin, Bilder zu erzeugen, die deine Leserin bis in die Tiefen ihrer Psyche führen. Mit anderen Worten: deine Leserin muss berührt werden, sich betoffen fühlen oder einfach von deinem Text erregt werden.

Ich will versuchen, dich möglichst lustvoll zu ermutigen, soweit zu kommen.

Dazu sage ich dir ganz aktuell:

Folge meinen Gedanken - jedenfalls solange, bis du bessere Ideen und sinnlichere Gedanken hast, die du aufschreiben kannst.


Während meiner Streifzüge durch Buchhandlungen, Autorenseiten, Einlassungen von Deutsch- und Schreiblehrern und vielen anderen Quellen habe ich gelernt: Das „Handwerkszeug“, also die Wahl der Worte ist das Hauptproblem, das wirklich zu den Stolpersteinen beim Schreiben zählt. Und unter den Worten ist es vor allem die Kommunikation der Figuren untereinander, die sich als schwierig erweist. Wirklich „haarig“ wird es dann bei den Gefühlen, die wir ohnehin nur unvollkommen über die Lippen bringen können – geschweige denn zu Papier.

Von der Reise durch Realitäten und Fiktionen, Märchen und Meinungen haben ich euch etwas mitgebracht: neue Perlen, die ihr selbst zum Strahlen bringen könnt, indem ihr sie tragt.

Wie immer, ist etwas Theorie dabei, aber ich bin ganz sicher, dass ich für euch auch einige Beispiele schreiben (lassen) kann, die theoretische Beiträge ergänzen.

Das Motto dieser Seite

Das Motto, das ich dieser neuen Webseite mitgebe, heißt:

Lass deiner Figur freien Lauf, und erröte über das, was sie dann erlebt.


Mag sein, dass du nun stutzt. Aber ich rate dir, in solchen Fällen immer daran zu denken, wie das Gegenteil wohl aussehen würde: „lege deiner Figur enge Fesseln an, damit sie niemals deine Grenzen überschreitet?

Nein, auf keinen Fall.

Für Experten: Die Methode „Bilder bei Lesern zu erzeugen“ heißt auch „Show, don’t Tell“.Man könnet auch sagen: „Zeige deine Figur vor, statt etwas zu erzählen.“ Die Figur zu entfesseln, also ihr freien Lauf zu lassen, soll dazu dienen, ihr Freiheiten und neue Erfahrungen zu ermöglichen, denen du selbst dich verschließt.

(Der Beitrag wurde am 22. April 2019 vollständig überarbeitet)

Die Leserin in den Mittelpunkt stellen

Verführe die Leserin, sich mit deiner Figur zu identifizieren
Die Leserin sollte im Mittelpunkt jeder erotischen Geschichte stehen, auch wenn sie dort gar nicht vorkommt. Wann immer sie kann und mag, darf sie die Rolle deiner Figur annehmen und sich eine Weile von der Handlung tragen lassen, als ob sie selbst Lust und Leidenschaft, erotische Ekstase und sinnlichen Schmerz durchlebt.

Wohl dem, der so schreiben kann, dass die Worte an der Psyche zupfen, das Hirn verwirren und den Körper erbeben lassen.

Grafik von Bécat, Illustration, Auszug

Besser Schreiben für Anfänger? So geht es …

Ach, Du schreibst noch gar nicht? Vor allem nicht erotisch? Das ist wunderbar, denn dann solltest du dies lesen. Und vor allem natürlich, wenn du JETZT wirklich erotisch schreiben willst und nicht weißt, wie das gehen könnte.

1. Dein Eines Ding
Nimm die eine Sache vor, eine Heldin, einen Ereignisstrang, ein Gefühl und, wenn du erotisch schreibst, dann wähle eine einzige sexuelle Variante, die du gut kennst.

2. Dein Spielplatz
Wähle deinen Spielplatz nicht zu groß. Eine Stadt, eine Straße, eine Bar, ein Raum, ein Bett. Wenn du den Spielplatz erst einmal fixiert hast, kannst du ihn beliebig bunt ausmalen.

3. Deine Kladde
Schreibe in eine Kladde oder auf ein Verzeichnis, das dir als Kladde dient. Du benötigst zunächst werde eine perfekte Rechtschreibung, noch einen literarisch korrekten Satzbau. Du kannst später alles in eine gute Form bringen.

4. Der Start: Deine Sehnsucht
Schreibe etwas, nach dem du dich sehnst. Erschaffe eine Figur, die das erleben kann, was du ersehnst.

5. Anfangen: Dein erster Satz
Der erste Satz erzeugt automatisch weitere Sätze. Vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit. Der erste Satz sollte dich und deine Leser anregen. Also nicht: „Es war an einem kühlen Abend im September.“ Sondern: „Der kühle Abendwind der ersten Septembertage fuhr mir unter den Rock wie ein ungebetener Liebhaber.

6. Reifen lassen: Dein Brutschrank
Nach etwa 500 bis 1000 geschrieben Wörtern wirst du wahrscheinlich Unsinn produzieren, wenn du ein Neuling bist. Lass dein Manuskript dann reifen. Streiche und ergänze am nächsten Tag – oder wirf es weg.

7. Deine Varianten: Vergeude Zeit und „Papier“
Jede Geschichte lässt sich in mehreren Varianten erzählen – probier es einmal aus. So findest du einen Stil, der dir entspricht.

Körperteile in den Hintergrund – Gefühle in den Vordergrund

Alle Gefühle zulassen -und heraus damit ...
In einem Blog für erotisches Schreiben fand ich diesen Satz (sinngemäß übersetzt):

Die Figuren, die Situationen, aus denen heraus sie agieren und der Handlungsrahmen kann in jeder unserer Geschichten unterschiedlich sein, aber Körperteile stehen nur beschränkt zur Verfügung. Und was mit ihnen passieren kann, fällt in wenige Kategorien.


Ich musste nicht lange nachdenken, um herauszufinden, was das Problem der Autorin ist – und falls es auch Ihr Problem sein sollte, sage ich Ihnen heute, warum Sie möglicherweise so denken.

Wenn Sie also ein ähnliches Problem haben sollten, dann beruht es auf dreierlei:

1. Sie stellen Handlungen in den Vordergrund.
2. Sie schildern sehr viel Äußerlichkeiten.
3. Sie denken in Kategorien.

Wenn Sie dies ändern wollen, dann können Sie einfach dies tun:

1. Stellen Sie Gefühle in den Vordergrund.
2. Schildern Sie, wie die Nervenenden auf Berührungen reagieren und was damit im Kopf ihrer Heldin passiert.
3. Denken Sie an alles, was Ihre Heldin sehen, fühlen, hören, riechen und über die Haut aufnehmen kann.
4. Lassen Sie Ihre Figur leben - sie darf wesentlich geiler und unvorsichtiger sein als Sie selbst.
5. Überschreiten Sie sämtliche Grenzen, die man Ihnen als Schülerin beim „Aufsatzschreiben“ beigebracht hat.

Wenn Sie über „Vanille-Beziehungen“ schreiben, haben Sie ja tatsächlich oft nur wenige Optionen, welche Körperteile in welche ander eindringen könnten. Aber wenn Sie nun einmal die Fingerkuppe ihres rechten Zeigefingers nehmen und langsam über ihren eigenen Körper fahren, ohne Ihre Vagina zu berühren, was spüren Sie dann? Was passiert, wenn Sie sich vorstellen, dabei komplett bekleidet am Schreibtisch zu sitzen? Oder in mit einem leichten Seidennachthemd im Bett oder nackt am Strand?
Das war die Kuppe eines Fingers – und noch nicht einmal intim. Und ich habe noch gar nicht damit angefangen, über Dialoge zu sprechen – richtig schmutzige Dialoge.

Nun, ich will Sie nicht verführen … aber probieren sie Berührungen auch einmal vor dem Spiegel und beschreiben Sie dabei, was sie sehen.

Wird Ihnen schon ganz „kribbelig“? Dann ist es gut. Und jetzt – schreiben Sie es auf.