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Manifest

Warum ist erotische Literatur so wichtig für Frauen?

Sinnliche Gedanken beim Lesen
Die meisten bekannten Studien über „das Erotische“ zeigen auf, dass Frauen mehr von Büchern erregt werden, während Männer eher auf visuelle Pornografie abfahren.

Nun sagen neue Studien aus, dass Worte offenbar nachhaltiger in uns Menschen wirken als Bilder. Aber das ist noch nicht alles. Bücher können uns verändern, indem wir in die Figuren „hineinkriechen“, die uns Autoren und Autorinnen anbieten.

Reicht die eigene Vorstellungskraft nicht aus, so hängen sich deine Leserinnen an die Aussagen des Autors. Und weil der Autor im Buch ja im Hintergrund bleibt, versuchen sie, sich mit deiner Figur zu identifizieren.

Im Grunde ist es ein Lernprozess, den du wahrscheinlich schon einmal als Leserin durchlebt hast: Wann würdest du genauso handeln wie die Romanfigur? Was würdest du auf keinen Fall tun? Wo würdest du etwas verändern, wenn du in der Situation wärest? Und falls all das nicht reicht, kannst du einfach der Realität entfliehen und in die Welt deiner Figur eintauchen. Dazu dies Zitat (1):

Du kannst den Sorgen und dem Stress der Alltagswelt entfliehen und eine Weile damit verbringen, den Bereich der Vorstellungskraft des Autors zu erkunden.

Keine Frage, das tun wir alle, nicht wahr?

Was geht in uns vor, wenn wir Erotik lesen?

Doch was passiert bei der erotischen Literatur?

Gute erotische Literatur erfüllt mindestens zwei Bedürfnisse.

Erstens: Die Gefühle indirekt anzusprechend, damit sinnliche Gedanken entstehen, denen deine Leserin nachspüren kann.

Zweitens: Rein sexuelle Lüste zu erzeugen, die sozusagen „von den Augen durch das Hirn in den Schritt“ wandern.

Ist nur das Erste der Fall, handelt es sich um Liebesromantik, wird nur das Zweite angesprochen, so ist es vermutlich Pornografie.

Ein Kernsatz für Autorinnen

Was Autoren wissen müssen (sinngemäß nach einem Internet-Artikel, 2).

Wenn du Erotik schreibst, entstehen die Emotionen erst im Kopf deiner Leserinnen und Leser. Auf die gleiche Wiese werden sie auch geil (oder eben nicht).

Erotik lesen heißt etwas, über die eigene Sexualität zu lernen

Jede Leserin erotischer Bücher weiß, welch wundervolle Gefühle sie auslösen können. Wenn es dir gelingt, deine Figur entsprechend anzulegen, ist Erotik ein außergewöhnlich wirksames Aphrodisiakum.

Darüber hinaus kommt deine Leserin mit ihrer Sexualität in Kontakt. Dabei fallen Schranken, die sie „innerlich“ aufgebaut hat. Ihr könnten also die Augen aufgehen. Zugleich lernt deine Leserin, ihre offensichtlichen und geheimen Lüste besser zu verstehen.

Das alles kann deine Leserin zu der sexuellen Person werden lassen, die sie sich wirklich gewünscht hat. Und du hast es erreicht. Allein dies wäre ein Grund, heute mit dem Schreiben zu beginnen.

(1) Zitat: Dr. David Lewis, Neurologe.
(2) Zitiert nach einem Essay von "Emma London" (vermutlich ein Pseudonym)

Zu den wissenschaftlichen Hintergründen: Emory University

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